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Rettungsschirm-Debatte Dublin wird Musterschüler, Athen muss nachsitzen

Expertenanhörung im Bundestag: Der Chef des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, hat Irland und Portugal für ihre Bemühungen in der Schuldenkrise gelobt. Dagegen ging er mit Griechenland scharf ins Gericht.
3 Kommentare
Klaus Regling, Chef des EFSF. Quelle: dpa

Klaus Regling, Chef des EFSF.

(Foto: dpa)

BerlinDer Chef des Euro-Rettungsschirmes EFSF, Klaus Regling, hat Irland und Portugal eine erfreuliche Entwicklung bescheinigt. „Die internationalen Hilfsprogramme für Irland und Portugal, unter Einbindung der EFSF, entfalten positive Wirkung“, erklärte er am Montag bei einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestages seinem Manuskript zufolge.

Irland erwirtschafte einen Leistungsbilanzüberschuss, getragen vom Export und neu gewonnener Wettbewerbsfähigkeit, sagte Regling weiter. Das Staatsdefizit sinke schneller als im Anpassungsprogramm vorgegeben. Auch die Restrukturierung des Bankensektors erfolge rascher als gefordert.

Private Investoren hätten sich zuletzt an der Bank of Ireland beteiligt. Ferner seien die Fusionen - Allied Banks und EBS Building Society sowie Anglo Irish Bank und INBS - vorzeitig umgesetzt worden. Die Märkte hätten das mit einem deutlichen Rückgang der Zinsen von 14 Prozent auf rund 8,5 Prozent während der vergangenen zwei Monate honoriert.

Auch Portugal hätten die internationalen Kreditgeber einen erfolgreichen Kurs zur Sanierung der öffentlichen Finanzen bescheinigt, fügte Regling hinzu. Das Defizit solle im laufenden Jahr auf 5,9 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung von zuvor 9,1 Prozent sinken. Bis 2013 solle die Neuverschuldung die Maastricht-Obergrenze von drei Prozent unterschreiten.

Zugleich sei deutlich, dass Portugal den Reformkurs fortsetzen müsse, um die Wirtschaft offener und wettbewerbsfähiger aufzustellen. Dazu seien weitere Strukturanpassungen nötig. Das Reformprogramm werde aber von der neu gewählten Regierung und der Opposition unterstützt.

Anders als Irland und Portugal sei Griechenland „ein Sonderfall. Das Land hat nicht nur kurzfristige Liquiditätsprobleme. Deshalb werden im geplanten zweiten Rettungspaket für Griechenland private Gläubiger auf freiwilliger Basis mit einbezogen, um die Schuldenlast zu verringern“.

Dieses Vorgehen orientiere sich am Ansatz der Hilfen des Internationalen Währungsfonds. In solchen Fällen werde die Gewährung öffentlicher Hilfen an eine Lastenteilung geknüpft. Private Gläubiger müssten einen teilweisen Forderungsverzicht hinnehmen. Die Einführung standardisierter Umschuldungsklauseln ab 2013 in Schuldverschreibungen der Euro-Staaten werde die Restrukturierung im Währungsraum erleichtern.

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3 Kommentare zu "Rettungsschirm-Debatte: Dublin wird Musterschüler, Athen muss nachsitzen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dublin, der Musterschüler nagt am Hungertuch.
    Irland ist erledigt. Der Hunger hält Einzug. Wie soll so ein kleines Agrarland für hunderte von Milliarden geradestehen, und warum überhaupt?

  • "...Dagegen ging er mit Griechenland scharf ins Gericht. "

    Inwiefern bitte? dazu steht im Artikel rein gar nichts, ausser das Greichenland eine Sonderfall sei. Der Verfasser der unterüberschrift hat den Artikel wohl selbst nicht gelesen. Für das HB leider mittlerweile typischer Bildzeitungsstil.

  • Musterschüler, nachsitzen, hausaufgaben..

    warum würden ganzen staaten...erwachsene leute...wie kinder..schulkinder behandelt?

    diesen ganzen 'hausaufgaben' gelaber geht mir richtig auf die nerven und ich glaube es ist absicht...wir sollen wie kinder behandelt werden

    ...bitte erwachsene uber dinge schreiben..und fordere auch das von der politiker die sie zitieren und interviewen..

    wir sind sind keinen kinder...und wollen auch nicht so behandelt werden..

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