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Richard Grenell Der unbeliebte US-Botschafter verlässt Berlin – aber nicht für immer

Der umstrittene Diplomat Richard Grenell kehrt als Geheimdienstkoordinator zurück in sein Heimatland. In Berlin freut sich so mancher, aber vielleicht zu früh.
20.02.2020 - 19:33 Uhr Kommentieren
Der umstrittene US-Botschafter soll kommissarisch die Koordination der US-Geheimdienste übernehmen. Quelle: imago images/Stefan Zeitz
Richard Grenell

Der umstrittene US-Botschafter soll kommissarisch die Koordination der US-Geheimdienste übernehmen.

(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

Berlin Die Erleichterung in Berlin war deutlich spürbar. Fabio de Masi von der Partei Die Linke sprach auf Twitter von einer „großartigen Entscheidung“: Richard Grenell, der umstrittene US-Botschafter in Deutschland, soll auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump kommissarisch die Koordination der amerikanischen Geheimdienste in Washington übernehmen. Grenell löst damit Joseph Maguire ab, der den Posten ebenfalls nur temporär ausgefüllt hatte.

Wer nun aber hofft, der wegen seiner ruppigen Art oft gescholtene Grenell würde sich für immer davonmachen, könnte eine Überraschung erleben. „Die neue Aufgabe in Washington wird vermutlich nicht länger als ein paar Monate dauern“, sagte ein Mitarbeiter der US-Regierung dem Handelsblatt, „in dieser Zeit werden sich die politischen Positionen, die der Botschafter hier in Berlin vertreten hat, nicht verändern.“

Auch wenn er nicht in Berlin sei. „Richard Grenell bleibt Botschafter in Deutschland und schätzt diese Aufgabe sehr.“ Gut möglich also, dass die klammheimliche Freude bei vielen in Berlin über den Abgang des undiplomatischen Botschafters zu früh kommt.

Bereits kurz nach seiner Berufung im Mai 2018 hatte Grenell deutlich gemacht, dass ihm die Hauptstadt des größten EU-Landes zu klein ist. Kaum in Berlin angekommen, lud der Hardliner den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, der damals noch mit der rechtspopulistischen FPÖ koalierte und als Merkel-Kritiker in der Flüchtlingspolitik galt, zu einem Essen in die Botschaft ein.

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    Das Essen fiel zwar aus, aber der Ton war gesetzt. Zumal der loyale Trump-Anhänger zuvor in einem Interview mit der ultrarechten US-Plattform „Breitbart“ angekündigt hatte, dass er „andere Konservative in Europa definitiv stärken“ möchte.

    Seitdem hat Grenell in Berlin häufig für Irritationen gesorgt. Bei allen transatlantischen Streitthemen – von Huawei über Nordstream 2 – verzichtete er zugunsten der Provokation auf Diplomatie. Dauerhaft wird ihn das politische Berlin wohl nur dann los, wenn Trump seinem „Laut-Sprecher“ das Außenministerium anbietet.

    Mehr: US-Botschafter in Deutschland Trump macht Richard Grenell zum Geheimdienstkoordinator

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