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Richard Grenell Dokumentiert – Der Drohbrief des US-Botschafters wegen Nord Stream 2

Anfang des Jahres hat der US-Botschafter in Deutschland deutschen Firmen einen Drohbrief wegen eines Gaspipeline-Projekts geschickt. Wir dokumentieren den Brief.
3 Kommentare

As you are aware, the United States strongly opposes Nord Stream 2. We support, and have supported for decades, the European goal of protecting its energy security through diversification. The Nord Stream 2 project hinders that effort. In addition, the pipeline poses serious geostrategic consequences to our European allies and partners. Our concerns are widely shared. Eastern European members of the EU, many governments in Western Europe, and Canada are all opposed to the project. These partners share our deep concerns about Russia's increasingly aggressive behavior, especially Moscow's use of energy resources for political and economic leverage.

Russia's ongoing aggression against Ukraine entered a new stage with the unprovoked attack on three Ukrainian vessels near the Kerch Strait on November 25. As of today, 24 Ukrainian soldiers are still in a Russian prison. This Russian attack underscores the urgent need to stop projects that provide the Russian Federation with additional tools it can use to undermine Ukrainian security, such as Nord Stream 2.

If completed, Nord Stream 2 and the second line of TurkStream would facilitate Russian efforts to bypass Ukraine as a gas transit route to Europe. If this occurs, it could well mean the removal of a key strategic deterrent against Russian aggressive behavior in Ukraine. As a result, companies who support the building of these pipelines are actively undermining Ukraine and Europe's security.

On December 12, the European Parliament passed a resolution by overwhelming majority supporting Ukraine's reform efforts, denouncing Russian aggression near the Sea of Azov, and calling for Nord Stream 2's cancellation. This vote symbolizes the highly divisive nature of this pipeline within the European Union.

Pressure to take action to stop Nord Stream 2 in Washington is mounting. On December 11, the U.S. House of Representatives passed a non-binding, bipartisan resolution supporting sanctions with respect to Nord Stream 2 under section 232 of the Countering America's Adversaries through Sanctions Act (22 U.S.C 9526). There are also draft bills under consideration in Congress that, if passed, could impose sanctions.

While the United States does not comment on specific future sanctions actions, we continue to stress that firms operating in the Russian energy export pipeline sector are engaging in activities that carry significant sanctions risk.

I therefore request on behalf of my government that your company consider the danger this project represents to European energy security, as well as the reputational costs and sanctions risks associated with it.

Sincerley,

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3 Kommentare zu "Richard Grenell: Dokumentiert – Der Drohbrief des US-Botschafters wegen Nord Stream 2"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Konrad Bilski 14.01.2019, 11:45 Uhr

    Sie machen es sich aber auch ein bisschen einfach, nicht wahr. Sie übernehmen bedingunglos die Meinung der Amerikaner.

    Ja, Nordstream 2 bringt Deutschland was. Und es ist wichtig, dass diese Pipeline gebaut wird. Diese Pipeline macht uns unabhängig von Polen und der Ukraine. Wir sind nicht mehr davon abhängig einen durch und durch korrupten Staat mit seinen militärischen rechtsradikalen SS-Divisionen auf Gedeih und Verderb zu unterstützen.
    Aber letztlich will die USA nur ihr teurere Fracking-Gas hier bei uns verkaufen, sonst wäre es ihnen egal. Wenn Russland doch so böse ist, warum treibt die USA überhaupt Handel mit Russland? Oh, Entschuldigung, da hat die USA ja was davon, unterstützt also selbst Russland durch Handel. Scheinheilig nennt man sowas.

    Ja, Russland hat die Krim annektiert und es gibt Krieg im Donbass, aber muss man sich die Zusammenhänge genau anschauen. Die Ukraine sollte eigentlich neutral bleiben, das hatte die USA und die EU zugesichert. Komischerweise wurde die ukrainische Regierung weggeputscht, als sie ein für Russland vorteilhaftes und für die EU/USA nachteiliges Abkommen abschließen wollte,
    Welche Supermacht lässt sich das vor seiner Haustüre gefallen, Nicht Russland, nicht China und erst recht nicht die Amerikaner, oder haben sie schon vergessen, was die USA in Kuba veranstaltet hat.
    Letztendlich haben dieses ganze Drama wieder mal die Amerikaner auslöst, weil ihnen ein Konflikt in Europa ganz gelegen kommt. Denn seit 100 Jahren verfolgt die USA die Politik, strikt, Deutschland von Russland getrennt zu halten.

    Die USA ist genausowenig unser Freund, wie Russland oder China. Es gibt nur Interessen. Die USA ist auf dem absteigenden AST, China ist die kommende Weltmacht, daran beißt die Maus keinen Faden ab.
    Jeder läßt China gewähren, verdient man doch dort momentan allzugut. Die Gier der Konzerne und iherre Lenker/Eigentümer kennt eben keine Grenzen und keine Moral.

  • Herr Schröer, ich nehme an, Sie haben den Brief aufmerksam gelesen und sind sich bewusst, dass aus der EU selbst Widerstand zu diesem Projekt vorhanden ist. Deutschland macht mit diesem Projekt einen Alleingang, weil es vor allem Deutschland Nutzen bringt. In anderen Themen - sei es z.B. die Flüchtlingthematik - wird im Gegenzug dann gerne die Solidaritätskarte gespielt - weil es ebenso Deutschland dient. Ich erkenne hier eine Art Opportunismus. Dass sich die USA in diese Thematik einmischen macht aus meiner sowie geopolitischer Perspektive durchaus Sinn. Europa hat es scheinbar nach Jahren des Wohlstandes und nach dem Fall der Sowjetunion immer noch nicht Begriffen, dass Ivan keine andere Sprache als die der Kraft sowie des Widerstandes versteht.

  • Unverfroren wie so oft mischen sich die USA überall ein, gern auch da wo es ausschließlich um die Entscheidungshoheit anderer geht. Sehr billig und einfach scheinen die direkten Wirtschaftsinteressen durch. Mal wieder nichts mit Einhalten von internationalen Regeln, wenn man selbst keinen direkten Vorteil davon hat. "Pacta sunt servanda" ist für andere da und natürlich für die USA, wenn es zu deren Vorteil ist.

    Vielleicht kommt ein großer Rest des Planeten irgendwann mal dazu, sich zu fragen, ob wir die Erpressung leid sind und es doch auch zur Not ohne die USA geht im Welthandel.

    Schade um so ein wichtiges großes Land, langfristig werden sie auf dem jetzigen Weg immer schwächer werden. Hoffen wir, dass dieser Abstieg nicht über das letzte Mittel von Kriegen gestoppt werden soll. Große Mächte verschwinden selten ohne großen Knall.

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