Riesige Flächen China kauft Ackerland in der Ukraine auf

Die Ukraine verfügt über riesige Ackerflächen. In einem einzigartigen Deal will sich China den Zugriff auf dieses Land sichern. Es geht um eine Fläche so groß wie Brandenburg. Und das ist erst der Anfang.
21 Kommentare
Abgeerntete Felder: China sichert sich den Zugriff auf Ackerland in der Ukraine. Quelle: dpa

Abgeerntete Felder: China sichert sich den Zugriff auf Ackerland in der Ukraine.

(Foto: dpa)

ShanghaiChina will einem Zeitungsbericht zufolge in der Ukraine Ackerland in Größe der Fläche Brandenburgs kaufen. Das Staatsunternehmen Xinjiang Production and Construction Corps (XPCC) habe mit dem ukrainischen Agrarkonzern KSG Agro eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben, berichtete die "South China Morning Post" am Sonntag. In einem ersten Schritt erhalte China Zugriff auf 100.000 Hektar Land, letztlich sollten es dann drei Millionen Hektar werden. Diese Fläche entspräche etwa einem Viertel des gesamten Ackerlandes in Deutschland: Hierzulande bewirtschaften Landwirte Äcker mit einer Fläche von fast zwölf Millionen Hektar.

In der Ukraine sollen in den kommenden 50 Jahren für den chinesischen Markt Feldfrüchte angebaut und Schweine gezüchtet werden. Ein XPCC-Sprecher lehnte zunächst eine Stellungnahme ab.

China kauft schon seit längerem Ackerland im Ausland zu, um die Versorgung seiner Bevölkerung zu sichern. In China lebt etwa ein Fünftel aller Menschen weltweit, der Staat verfügt aber nur über neun Prozent des fruchtbaren Landes. 2009 verfügte China über zwei Millionen Hektar Land im Ausland, das entspricht etwa der Fläche Hessens. Zuletzt war aber Kritik an der Einkaufstour laut geworden. So forderten australische Politiker eine stärkere Aufsicht, wenn Ackerland an ausländische Investoren abgegeben wird, nachdem China die größte Baumwoll-Farm des Landes erworben hatte.

  • rtr
Startseite

21 Kommentare zu "Riesige Flächen: China kauft Ackerland in der Ukraine auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • China bereitet schön langsam den Exit aus dem USD vor.
    Und da sie den grössten Teil ihrer Währungsreserven in USD halten und obendrein noch der größte Gläubiger der USA sind wird dieser Schritt sehr schmerzvoll werden. Deshalb sichern sich die Chinesen anderwärtig ab. Dieses Modell währe auch fuer Europa empfehlenswert. Aber Europa ist leider politisch wie ökonomisch in amerikanischer Geiselhaft.In den kommenden Wochen wird sich Obama im Kongress mit den Republikanern herumschlagen muessen Zecks Anhebung der Schuldenobergrenze des Staatshaushaltes. Dabei wird Obamacare nebenbei den Bach runtergehen.Ist halt schon blöd so einen teuren Militärapparat zu finanzieren um damit den USD als Weltleitwährung weiter zu etablieren. Aber macht ja nichts, der Goldstandard wurde aufgehoben die Druckerpresse läuft, Schuldengrenze wird nach oben geschraubt, USD wird immer weniger wert. Da kann mans den Chinesen nicht fuer Miese nehmen das sie nach einen Ausweg suchen um nicht mit in den ökonomischen Kollaps hineinstrudeln.

  • @savarez03,
    falls Du mit mir einer Meinung bist das es sich lohnt in Chinas Agrarwirtschaft zu investieren, dann besuche bitte meine Blogs zu AGRIA und CGA auf wallstreetonline.

  • @ Ihr

    Sie sollten Ihre planwirtschaftlichen Ergüsse und Größenwahn für sich behalten, vor allem wenn Sie nicht wissen, wovon Sie labern.

  • Eines Tages wird auch der letzte Gierige wissen, dass 5 Häuser und mehr, Millionen auf dem Konto und Freiheit dadurch in Übermaß nicht Glücklich und zufrieden machen, sondern die Erkenntnis tritt ein, dass Glück und Zufriedenheit kein Vermögen braucht, sondern ein Vermögen im Kopf, dass zu erkennen.

    Die Chinesen haben es zugelassen, eine Zwitter- Marktwirtschaft zu errichten, aber nur um Bedürfnisse zu erfüllen, die CHinesen Jahrhunderte lang nicht kannten und um Devisen zu sammeln.

    Gleichzeitig weis die Führung, dass Hunger Aufstände verursachen und sie wissen, dass bei 1,4 Milliarden Chinesen das schnell gehen kann. Darum sichern sie weltweit Ressorcen und werden sie militärisch wenn es
    sein muss einfordern.

    Deutschland im Vergleich zu China, ist nur eine Provinz
    und so handelt Deutschland seit Jahrzehnten.

    Man düngt hier den Acker Deutschland solange, bis nur noch Dünger wächst.

  • Die Chinesen haben die besten klassischen Nachwuchsmusiker,
    bei internationalen Wettbewerben sind fast nur noch Asiaten.
    Bach, Beethoven, Mozart werden in China gespielt.
    Welche Kulturleistungen erbringen eigentlich noch die einst gerühmten Dichter und Denker?

  • Ein sehr treffender Vergleich!

  • @ Vicario
    Immer weiter so mit der deutschen Arroganz. Uns kann ja keiner. Wi wachen erst auf, wenn die Chinesen uns im Sack haben.Dann merken wir, dass der Euro oder DM oder wie auch imer nichts wert ist.
    Die Chinesen gehen planwirtschaftlich vor, strategisch. Das können wir nicht ansatzweise!

  • Der Dollar, der Euro, der Yuan werden einfach nur gedruckt, ohne realen Gegenwert. Aus "dem Nichts", Fiat Money (Fiat= Es werde; Money=Geld) eben. Damit kaufen sich die Amis, Europäer und Chinesen reale Waren und Dienstleistungen. Wann kapiert der "normale" Mensch endlich, dass das ein riesen Betrug ist? Ist doch nicht so schwer.,

  • Die Chinesen sitzen auf gigantischen Währungsreserven (insbesondere USD). Statt diese in Staatsanleihen rumliegen zu lassen, die heute schon keine Rendite abwerfen und eines Tages vielleicht gar nichts mehr wert sind, investiert China in Minen, Firmen und Ackerland. Eine absolut vorausschauende Strategie, die auch zeigt, dass das zerstrittene kleinstaatliche Europa im Konzert der geopolitischen Mächte immer weiter zurückfällt.

  • Ist doch keine Ueberraschung, Chinesen sind einfach klueger.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%