Roamaing-Gebühren Werden Telefonate im Ausland bald günstiger?

Günter Oettinger, EU-Kommissar für Digitales, rechnet laut Medienbericht mit einem Wegfall der sogenannten Roaming-Gebühren. Bis zum Ende der Zusatzkosten für Telefonate im Ausland wird es allerdings noch etwas dauern.
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Telefonieren im Ausland könnte bald günstiger werden. Laut einem Medienbericht könnten die sogenannten Roaming-Gebühren 2017 wegfallen. Quelle: dpa
Roaming-Gebühren

Telefonieren im Ausland könnte bald günstiger werden. Laut einem Medienbericht könnten die sogenannten Roaming-Gebühren 2017 wegfallen.

(Foto: dpa)

BerlinEU-Digitalkommissar Günter Oettinger rechnet einem Zeitungsbericht zufolge für 2017 mit der Abschaffung der Zusatzkosten für Telefonate und Internetsurfen mit dem Handy im EU-Ausland.

„Ab dem zweiten Quartal 2017 werden die Roaming-Gebühren in der EU wahrscheinlich wegfallen“, sagte Oettinger laut der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe) zu Journalisten. Darauf würden sich die EU-Kommission, die Regierungen der 28 Mitgliedsländer und das EU-Parlament wahrscheinlich schon sehr bald einigen.

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Roaming-Gebühren sinken erneut

Pünktlich zum Sommerurlaub: Ab dem 1. Juli 2014 müssen Verbraucher europaweit im Ausland noch weniger fürs Telefonieren und Surfen bezahlen. Dies haben die Handynutzer der „Roaming-Verordnung“ zu verdanken, die auch schon im Sommer 2013 eine Senkung der Roaming-Gebühren anordnete.

Weitere Neuerung zum 1. Juli: Nutzer können ihren Anbieter im Ausland frei wählen – unabhängig von ihrem Anbieter in Deutschland. Die eigene Nummer kann man im Ausland dabei behalten. Was telefonieren im Ausland ab 1. Juli kostet, lesen Sie unter dem nächsten Bild.

Telefonieren im Ausland
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Die neuen Preise (ab 1. Juli 2014):

Eigene Anrufe pro Minute: 0,19 Euro
Angenommene Anrufe pro Minute: 0,05 Euro
Datendienste pro MB: 0,20 Euro
SMS (ausgehend): 0,06 Euro
SMS (eingehend): kostenlos

(Die Tabelle zeigt die in der Verordnung beschlossenen Obergrenzen für die jeweiligen Dienste. Netto-Angaben ohne Mehrwertsteuer)

Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland

Senioren
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Mehr Geld für Rentner

Die Altersbezüge der mehr als 20 Millionen deutschen Rentner steigen ab dem 1. Juli 2014. Damit erhalten Rentner in den alten Bundesländern 1,67 Prozent und Rentner in den neuen Bundesländern 2,53 Prozent mehr Rente. Die unterschiedliche Anhebung der Rente erklärt sich wie folgt: Die Renten sind an die Löhne gekoppelt. Diese sind im Osten schneller gestiegen als im Westen. Damit fällt auch die Anpassung im Osten höher aus.

Die Rente der neuen Bundesländer liegt allerdings absolut betrachtet immer noch deutlich unter der, der alten Bundesländer. Im Osten werden Rentner nun 92,2 Prozent des Westwerts erhalten. Zuvor waren es 91,5 Prozent.

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Bessere Rentenbedingungen für Eltern

Die Erziehungsleistung von Eltern wird nun durch das neue Rentenpaket belohnt: Mütter oder Väter bekommen für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, einen Entgeltpunkt in der Rente mehr. Für Menschen, die bereits im Ruhestand sind, tritt diese Änderung automatisch in Kraft; ein Antrag ist nicht nötig.

Warum man keine Rentenerhöhung für Kinder bekomme, die nach 1992 geboren wurden, erklärte die Bundesregierung damit, dass Eltern derzeit deutlich weniger Unterstützung durch Kinderbetreuungseinrichtungen bekamen als heute.

Die Rentenverbesserung betreffe laut Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ungefähr 9,5 Millionen Mütter und Väter.

Bürohaus in Frankfurt
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Abschlagsfreie Rente mit 63

Wer lange gearbeitet hat, kann nun auch früher in Rente gehen. Angestellte, die 45 Beitragsjahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen.

Zudem können diejenigen über das Rentenalter hinaus arbeiten, die es möchten. Arbeitsverhältnisse können künftig problemlos fortgesetzt werden, wenn eine entsprechende Vereinbarung während des Beschäftigungsverhältnisses getroffen wurde.

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Höhere Rente für Erwerbsgeminderte

Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, wird die Erwerbsminderungsrente neu berechnet. Sie werden nun so gestellt, als ob sie zwei Jahre länger gearbeitet hätten. Das bringt im Schnitt eine Rentenerhöhung um monatlich 40 Euro.

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Höhere Energieeffizienz bei Kühlschränken und Gefriergeräten

Für jeden Kühlschrank und jedes Gefriergerät, das ab dem 1. Juli in den Handel kommt, gilt nun die Mindesteffizienzklasse A+. Kühlschränke mit einer geringeren Klasse dürfen demnach nicht mehr verkauft werden. Hersteller sind außerdem verpflichtet die Energieeffizienz auf den Geräten und der Verpackung abzudrucken.

Allerdings gibt es auch ein paar Ausnahmen: Die Regelung gilt nicht für Weinkühlschränke und Kühlschränke in Wohnmobilen oder Hotelzimmern.

Für die europäische Telekomkonzerne wie die Deutsche Telekom, die mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen haben, wäre eine Abschaffung der Roaming-Gebühren ein schwerer Schlag.

Seit 2007 wurden die Kosten von der EU-Kommission schrittweise reduziert.

  • rtr
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