Rohingya-Krise Indonesische Außenministerin will vermitteln

Zehntausende Rohingya in Myanmar sind auf der Flucht, weil das Militär nach einem Angriff muslimischer Extremisten Vergeltungsangriffe verübte. Die indonesische Außenministerin Retno Marsudi will nun vermitteln.
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Hunderttausende Angehörige muslimischer Minderheit auf der Flucht

JakartaDie indonesische Außenministerin Retno Marsudi will in Myanmar im Konflikt mit der muslimischen Minderheit der Rohingya vermitteln. Marsurdi reiste am Sonntag nach Myanmar und will dort unter anderem die regierende Staatsministerin Aung San Suu Kyi treffen, wie das Außenministerium mitteilte.

Zehntausende Rohingya sind seit vergangener Woche ins Nachbarland Bangladesch geflohen, weil das Militär nach einem Angriff muslimischer Extremisten Vergeltungsangriffe verübte. Ganze Dörfer wurden niedergebrannt und Hunderte Menschen kamen ums Leben. Das Militär und Vertreter der Rohingya machten sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich.

„Wenn wir in unser Land gehen, wird die Armee uns töten“

Indonesien hat als größte muslimische Nation der Welt besondere Sorge über das Schicksal der Minderheit in dem mehrheitlich buddhistischen Land geäußert. Außenministerin Marsudi traf sich vor ihrer Abreise mit Vertretern muslimischer Organisationen in Indonesien, die ein sofortiges Ende der Gewalt in Rakhine in Myanmar forderten.

In der Hauptstadt Jakarta wurde am Sonntag ein Molotowcocktail auf die Botschaft von Myanmar geworfen. Das Gebäude wurde unter Polizeischutz gestellt.

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