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Ronna McDaniel Wie sich die Nichte von Mitt Romney für Trump unverzichtbar gemacht hat

Die 45-jährige Ronna McDaniel hält die Republikaner als Vorsitzende zusammen. Dabei ist ihr Onkel, Mitt Romney, einer der größten Kritiker Trumps.
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Gilt als loyal und gut vernetzt, außerdem beherrscht sie die „Abteilung Attacke“ exzellent. Quelle: picture alliance/AP Images
Ronna McDaniel

Gilt als loyal und gut vernetzt, außerdem beherrscht sie die „Abteilung Attacke“ exzellent.

(Foto: picture alliance/AP Images)

WashingtonDie 45-jährige Ronna McDaniel gehört zum engen Zirkel von Frauen, auf die US-Präsident Donald Trump nicht verzichten kann. McDaniel, Vorsitzende der Republikaner-Zentrale Republican National Committee (RNC), hält die Partei bislang gegen Fliehkräfte und Sinnkrisen zusammen.

Außerdem umwirbt die zweifache Mutter mit steiler Karriere eine Zielgruppe, mit der Trump Schwierigkeiten hat: moderat konservative, gebildete Wählerinnen. Nicht umsonst hat Trump McDaniel gebeten, dass sie die Parteizentrale in den Präsidentschaftswahlkampf 2020 führt.

Mit nur 24 Jahren war sie Abteilungsleiterin einer Werbeagentur, später Republikaner-Chefin in Michigan, seit 2017 treibt sie im RNC so viele Spenden ein wie keiner ihrer Vorgänger. McDaniel gilt als loyal und gut vernetzt, außerdem beherrscht sie die „Abteilung Attacke“ exzellent. Letzteres sogar gegen die eigene Familie. McDaniels zweiter Nachname, den sie öffentlich kaum benutzt, lautet Romney.

Sie ist die Tochter von Scott Romney, dem älteren Bruder des Ex-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Dieser sitzt neuerdings im US-Senat und etabliert sich als Trump-Kritiker. Gerade bescheinigte er dem US-Präsidenten „Charakterschwäche“. Trump bringe Unruhe in die Welt, er versage im Amt. Sofort verurteilte McDaniel den Angriff ihres Onkels als „enttäuschend und unproduktiv“. Romney erfülle nur das, „was Demokraten und Medien wollen“.

Die Spaltung zeichnete sich 2016 ab, als Trump Präsidentschaftskandidat wurde. Während Mitt Romney auf Distanz blieb, stürzte sich McDaniel begeistert in die Kampagne. Gerüchte, nach denen sie auf Drängen Trumps den Namen Romney fallen ließ, weist McDaniel als „lächerlich“ zurück. Sie nutze ihren angeheirateten Familiennamen, wie üblich.

So oder so legte die Familie Romney ein Meisterstück der Öffentlichkeitsarbeit hin. McDaniel bestand mit pragmatischer Professionalität darauf, dass es kein Zerwürfnis gebe. „Ich liebe meinen Onkel. Ich arbeite als Parteichefin, er als Senator.“ Auch Mitt Romney wehrte sich gegen den Verdacht eines Bruchs. Thanksgiving gebe es mehr Streit, witzelte er.

Beide sind einigermaßen unbeschadet aus dem Disput herausgekommen. Dass unter Trumps Präsidentschaft trotzdem ein Riss durch die Republikanische Partei geht, kann auch die beste Kommunikationsstrategie nicht kaschieren.

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