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Rücktritt des Reformministers Bossi bringt Berlusconi in Bredouille

Mit der Nominierung von Domenico Siniscalo zum neuen Superminister für Firtschaft und Finanzen, hatte Italiens Regierungschef Berlusconi gerade seinen Kopf aus der Schlinge gezogen. Nur drei Tage später sitzt er wieder in der Klemme.

HB ROM. Der schwer kranke Liga-Chef und Reformenminister Umberto Bossi erklärte heute morgen seinen Rücktritt. Vergeblich hatte Berlusconi noch am Wochenende versucht, den 62-Jährigen bei einem Besuch in Lugano, wo er nach seinem schweren Herzinfarkt vom 11. März behandelt wird, zum Bleiben zu bewegen.

Bossi war erst vor kurzem förmlich aus der Versenkung wieder aufgetaucht. Monatelang war nicht einmal bekannt gewesen, wo er behandelt wird. Ärzten war es damals gelungen, ihn nach einem Herzstillstand wieder ins Leben zurück zu holen. Sie sprachen damals von einem „kleinen Wunder“, dass Bossi überlebt habe. Aus Sorge, Bossis Gehirn könnte schwer geschädigt worden sein, versetzten sie ihn in ein wochenlanges künstliches Koma. Dann wurde er in eine Spezialklinik in Lugano gebracht, wo er vermutlich noch einige Wochen bleiben muss. Erst seit kurzem kann er wieder sprechen.

Wie es genau um ihn steht, wissen aber nur die Familie und engste Mitarbeiter. International hatte Bossi wiederholt mit ausländerfeindlichen Parolen und Schimpftirade gegen Rom Aufsehen erregt. In den 90er Jahren erklärte er sogar die „Unabhängigkeit“ Padaniens, seines imaginären norditalienischen Staates. Seine Äußerung, er verwende die italienische Tricolore, „um mir damit den Hintern abzuputzen“, brachte ihm eine Bewährungsstrafe von 16 Monaten ein. Die Gründe für den jetzigen Schritt Bossis waren zunächst unklar.

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