Rüstungswettlauf "Künstliches Erdbeben" in Nordkorea registriert

Das kommunistische Nordkorea hat am Dienstag möglicherweise einen Atomtest durchgeführt. Nach Angaben von US-Geologen ereignete sich in der Nähe einer Atomanlage ein Erdbeben der Stärke 4,9.
Update: 12.02.2013 - 04:58 Uhr Kommentieren
Nord Koreas Machthaber Kim Jong Un. Quelle: ap

Nord Koreas Machthaber Kim Jong Un.

(Foto: ap)

SeoulSüdkoreanische Experten haben laut einem Medienbericht in Nordkorea ein "künstliches Erdbeben" registriert, was ein Hinweis auf einen möglichen Atomwaffentest des kommunistischen Landes sein könnte. "Ein künstliches Erdbeben ist in Nordkorea entdeckt worden", berichtete am Dienstag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die Erschütterung sei in der Region registriert worden, in der das nordkoreanische Testgelände Punggye Ri liege.

Ob wirklich ein Atomtest stattfand, blieb zunächst unklar. Sowohl das südkoreanische Verteidigungsministerium als auch das Präsidentenbüro erklärten, sie versuchten herauszufinden, ob eine Atomexplosion stattgefunden habe.

Nur wenige Stunden vor dem "künstlichen Erdbeben" hatte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA eine "Aktion hoher Intensität" angekündigt. Auch wenn der KCNA-Bericht einen Atomtest nicht explizit erwähnte, so heizte er doch Spekulationen über einen baldigen Test an. Verbunden mit Drohungen gegen die USA hatte Nordkorea Ende Januar offiziell einen neuen Atomwaffentest angekündigt, jedoch kein konkretes Datum genannt.

  • afp
  • rtr
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