Ruf nach Unabhängigkeit Das Europa der Separatisten

Schottland stimmt über seine Unabhängigkeit ab. Das Ergebnis wird weit über Großbritannien hinaus wirken. Separatisten auf dem gesamten Kontinent fühlen sich ermutigt – und könnten die Landkarte Europas verändern.
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Nackter Protest: Am Strand von Girona demonstrieren Menschen für ein unabhängiges Katalonien. Quelle: dpa

Nackter Protest: Am Strand von Girona demonstrieren Menschen für ein unabhängiges Katalonien.

(Foto: dpa)

Paris, Brüssel, Bozen, DüsseldorfIn sechs Tagen stimmen die Schotten ab. Wollen sie im Vereinigten Königreich bleiben oder die Unabhängigkeit wagen? Der Ausgang dieser historischen Abstimmung wird äußerst knapp, sagen jüngste Umfragen. Doch Schottland entscheidet nicht nur über sein eigenes Schicksal. Es geht um eine Frage, die die gesamte Landkarte Europas verändern könnten.

Schon jetzt fühlen Separatisten in Europa durch das Vorbild Schottland ermutigt. Es bröckelt an allen Ecken und Enden. Damit wird offenkundig: Bei der Europäischen Union handelt es sich keineswegs um ein so stabiles Gebilde, wie nach außen gerne demonstriert.

Ganzen Nationen droht der Zerfall. Die Katalanen fragen sich: Wenn die Schotten ihre Unabhängigkeit erreichen, warum wir dann nicht auch? In Barcelona gingen am Donnerstag die Menschen auf die Straße, um für eine Unabhängigkeit von Spanien zu demonstrieren. Nach Schätzungen der Polizei sollen es fast zwei Millionen gewesen sein. Die Zentralregierung in Madrid sprach von 500.000.

In Brüssel hält man sich in der Schotten-Frage auffällig zurück – zu viel Sprengstoff birgt das Thema. Die Devise lautet: Bloß keine Einmischung vor der Abstimmung. Bereits zu Beginn des Jahres hatte der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, allerdings klargemacht, dass Schottland bei einem Austritt aus dem Vereinigten Königreich die EU-Mitgliedschaft zunächst verlöre. Diese müsste ein unabhängiges Schottland neu beantragen.

Die Schotten gelten als europafreundlich, ganz im Gegensatz zu ihren englischen Nachbarn. Trotzdem oder gerade deshalb werden sie für die EU zum Problem. Denn ohne die schottischen Stimmen wäre Großbritannien nur noch schwer in der Staatengemeinschaft zu halten.

Auf den folgenden Seiten lesen Sie, welche Staaten durch Autonomiebewegungen bedroht sind und wie wahrscheinlich eine Abspaltung ist.

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10 Kommentare zu "Ruf nach Unabhängigkeit: Das Europa der Separatisten"

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  • das ist die Idee - Bayern wird ein eigener Staat - damit fällt nicht nur die Finanzierung des BER, der Elbvilamonie und der Olympiade flach, sondern wir sind dann auch raus aus dem Euro und müssen da nix mehr zahlen.

    Wäre wirklich vorteilhaft.

    Gäbe es dann hier die BM - Bayerische Mark.

  • Go Scotland, go!

  • Die Europ. Unon ist aus dem Ruder gelaufen.
    Heute ist die EU nur noch Brüssel und das ist für mich eine hochkriminelle Vereinigung.
    Davor ahben die Leute Angst. Sie wollen die Gängelei aus Brüssel nicht mehr

  • Die EU ist kein stabiles Gebilde und auf Grund der vielen Tätigkeiten in der Vergangenheit aber für die Zukunft wird es besser sein diese EU den Bach runter zu gehen lassen.
    Die EU ein totes Pferd immer wurder immer wieder neu geschmückt und mit Hafer bespickt, aber tot ist tot und reiten kann man diese EU-Pferd nicht mehr.
    Das EU-Pferd wird jetzt ausgeschlachtet und das wars dann.

  • "Damit wird offenkundig: Bei der Europäischen Union handelt es sich keineswegs um ein so stabiles Gebilde, wie nach außen gerne demonstriert."
    Ob das die EU schwächt, das muss erst mal bewiesen werden.
    Sicher wäre nur, dass es die Dominanz verschiedener Staaten in in der gemeinschaft ändert.

  • Denken Sie an die Freihandelsabkommen wie TTIP,
    da wird Ihnen das Krankenhaus, Wasser, Staßen und überhaupt das ganze Rechtssystem geklaut. Der völligen Entrechtung entkommt man doch nur noch mit EU-Austritt.

  • Joah die Bayern wollen ja och gerne unabhängig von der BRD werden.

    Allerdings führt Separatismus zu noch mehr Bürokratie und Overhead
    in der Regierung. Kleinstaaterei macht die Sache nicht besser.
    Im Gegenteil sie werden sich noch mehr Interessengruppen
    unterwerfen müssen wenn sie in unser globalen Welt Bestand haben
    wollen. Kein Land dieser Erde kann so ganz alleine für sich sein.

    Es dauert so noch länger bis sich wirklich
    etwas ändert. Und was soll sich überhaupt ändern?

    Wenn die Leute mehr Mitbestimmung wollen sollten sie mal mehr über
    Föderalismus als Separatismus nachdenken.

  • Die EU-Schergen tüfteln bestimmt schon an Bestimmungen, jegliche Form von Abtrünnigkeit zu unterbinden. Das Volk hat dem Kapital zu dienen. Zu diesem Zweck wurde das Brüsseler Polittheater inklusive der regierenden Lobbyistenbüros geschaffen. Diese Diktatur im Demokratiepelz ist zu gut geworden, die wird man sich nicht von ein paar aufmüpfigen Spinnern kaputtmachen lassen.

  • Nach einem Europa der Groß -Staaten wird es ein Europa der Kleinstaaten geben in naher Zukunft. Die Menschen haben Angst vor Europa und ihren Zentralregierungen und wollen Übersicht. Kein Lügen mehr keine falschen Statistiken und
    keine jährliche Zuwanderung von 500 000 Tausend Menschen gefordert
    bei 8 Millionen Arbeitslosen mit Hartz IV z.B bei uns.

    Da wird gelogen und das sogar ganz offen im Bundestag.

    Da wird im Bundestag bei der Haushaltsaussprache gesagt die meisten Zuwanderer auch Sinti und Roma sind gut ausgebildet und es nur Einzelne gibt die
    Hilfe brauchen. Das ist Unverfroren oder in Hundert Städten und Gemeinden sitzen Volksverhetzer die nach Geld schreien , weil sie angeblich überlaufen werden, aber in Wirklichkeit nur Hetze betreiben wollen.

    Entweder man setzt diese Leute ab oder Leute wie Roth,Özdemir Gabriel,Volker Beck ,Gysi, etc tun etwas dagegen und klagen diese Lügner an die meist aus ihren eigenen Reihen stammen.





  • Zersplitterung scheint normal zu sein/werden. Die Wirtschaft machte es vor. Jede Abteilung ist eine Firma. Nur bei der Staatenteilung wird wahrscheinlich nur der Deutsche alles bezahlen müssen. Also noch weniger geld für Deutsche und fafür mehr Geld ins Ausland!

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