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Ruf nach Unabhängigkeit Das Europa der Separatisten

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Südtirol (Italien): Weitgehende Autonomie
Vilnöss in Südtirol: Ein Bild wie aus einem Heimatfilm. Quelle: gms

Vilnöss in Südtirol: Ein Bild wie aus einem Heimatfilm.

(Foto: gms)

Wenn man durch das Pustertal in Südtirol fährt, kann man gar nicht glauben, dass das noch Italien ist. Auf grünen Hügeln stehen Berghütten, wie man sie aus Heimatfilmen mit Heidi kennt – fast jeder hier spricht deutsch: 96 Prozent sind „deutschsprachige Italiener“, wie es heute heißt. Silvio Magnago, Landeshauptmann der Region von 1960-1989, bezeichnete diese noch als „Deutsche in Italien“. Je weiter südlich man jedoch gen Italien reist, desto öfter hört man italienisch. In der Landeshauptstadt Bozen etwa macht die deutsche Sprachgruppe nur ein Viertel der Bevölkerung aus.

Südtirol wurde nach dem Ersten Weltkrieg von Italien annektiert. Seitdem stritt die Region für mehr und mehr Autonomie: In der sogenannten „Feuernacht“ im Jahr 1961 sprengte eine Untergrundgruppe 37 Strommasten, um den Bewohnern mehr Gehör in Rom zu verschaffen. Für einige Menschen im Pustertal gelten sie noch heute als Freiheitskämpfer.

Heute hat die Region weitgehende Autonomie vom Staat Italien: 90 Prozent der Steuereinnahmen verwaltet sie selbst, nur in wenigen Bereichen liegen die Zuständigkeitsrechte beim italienischen Staat. Wie in den anderen norditalienischen Regionen liegt das Bruttosozialprodukt in Südtirol nach Angaben der dortigen Handelskammer mit jährlich rund 36.000 Euro pro Einwohner deutlich über dem italienischen Durchschnitt.

In der Finanzkrise aber griff der damalige Ministerpräsident Mario Monti mit seinen Sparmaßnahmen in diese Autonomie ein - und weckte damit alte Geister. Die Partei „Die Freiheitlichen“ gewann an Popularität. Ihr größtes Ziel: ein Freistaat Südtirol. Sie ließen gar eine Verfassung für ihren Traum ausarbeiten. Der Autor ist Professor an der Universität Innsbruck.

Die Freiheitlichen sind mit sechs von 35 Sitzen mittlerweile zweitstärkste Partei im Landtag. Gegen die seit 1952 ungebrochene Mehrheit der Südtiroler Volkspartei - derzeit 17 Sitze - kommt sie jedoch nicht an.

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10 Kommentare zu "Ruf nach Unabhängigkeit: Das Europa der Separatisten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • das ist die Idee - Bayern wird ein eigener Staat - damit fällt nicht nur die Finanzierung des BER, der Elbvilamonie und der Olympiade flach, sondern wir sind dann auch raus aus dem Euro und müssen da nix mehr zahlen.

    Wäre wirklich vorteilhaft.

    Gäbe es dann hier die BM - Bayerische Mark.

  • Go Scotland, go!

  • Die Europ. Unon ist aus dem Ruder gelaufen.
    Heute ist die EU nur noch Brüssel und das ist für mich eine hochkriminelle Vereinigung.
    Davor ahben die Leute Angst. Sie wollen die Gängelei aus Brüssel nicht mehr

  • Die EU ist kein stabiles Gebilde und auf Grund der vielen Tätigkeiten in der Vergangenheit aber für die Zukunft wird es besser sein diese EU den Bach runter zu gehen lassen.
    Die EU ein totes Pferd immer wurder immer wieder neu geschmückt und mit Hafer bespickt, aber tot ist tot und reiten kann man diese EU-Pferd nicht mehr.
    Das EU-Pferd wird jetzt ausgeschlachtet und das wars dann.

  • "Damit wird offenkundig: Bei der Europäischen Union handelt es sich keineswegs um ein so stabiles Gebilde, wie nach außen gerne demonstriert."
    Ob das die EU schwächt, das muss erst mal bewiesen werden.
    Sicher wäre nur, dass es die Dominanz verschiedener Staaten in in der gemeinschaft ändert.

  • Denken Sie an die Freihandelsabkommen wie TTIP,
    da wird Ihnen das Krankenhaus, Wasser, Staßen und überhaupt das ganze Rechtssystem geklaut. Der völligen Entrechtung entkommt man doch nur noch mit EU-Austritt.

  • Joah die Bayern wollen ja och gerne unabhängig von der BRD werden.

    Allerdings führt Separatismus zu noch mehr Bürokratie und Overhead
    in der Regierung. Kleinstaaterei macht die Sache nicht besser.
    Im Gegenteil sie werden sich noch mehr Interessengruppen
    unterwerfen müssen wenn sie in unser globalen Welt Bestand haben
    wollen. Kein Land dieser Erde kann so ganz alleine für sich sein.

    Es dauert so noch länger bis sich wirklich
    etwas ändert. Und was soll sich überhaupt ändern?

    Wenn die Leute mehr Mitbestimmung wollen sollten sie mal mehr über
    Föderalismus als Separatismus nachdenken.

  • Die EU-Schergen tüfteln bestimmt schon an Bestimmungen, jegliche Form von Abtrünnigkeit zu unterbinden. Das Volk hat dem Kapital zu dienen. Zu diesem Zweck wurde das Brüsseler Polittheater inklusive der regierenden Lobbyistenbüros geschaffen. Diese Diktatur im Demokratiepelz ist zu gut geworden, die wird man sich nicht von ein paar aufmüpfigen Spinnern kaputtmachen lassen.

  • Nach einem Europa der Groß -Staaten wird es ein Europa der Kleinstaaten geben in naher Zukunft. Die Menschen haben Angst vor Europa und ihren Zentralregierungen und wollen Übersicht. Kein Lügen mehr keine falschen Statistiken und
    keine jährliche Zuwanderung von 500 000 Tausend Menschen gefordert
    bei 8 Millionen Arbeitslosen mit Hartz IV z.B bei uns.

    Da wird gelogen und das sogar ganz offen im Bundestag.

    Da wird im Bundestag bei der Haushaltsaussprache gesagt die meisten Zuwanderer auch Sinti und Roma sind gut ausgebildet und es nur Einzelne gibt die
    Hilfe brauchen. Das ist Unverfroren oder in Hundert Städten und Gemeinden sitzen Volksverhetzer die nach Geld schreien , weil sie angeblich überlaufen werden, aber in Wirklichkeit nur Hetze betreiben wollen.

    Entweder man setzt diese Leute ab oder Leute wie Roth,Özdemir Gabriel,Volker Beck ,Gysi, etc tun etwas dagegen und klagen diese Lügner an die meist aus ihren eigenen Reihen stammen.





  • Zersplitterung scheint normal zu sein/werden. Die Wirtschaft machte es vor. Jede Abteilung ist eine Firma. Nur bei der Staatenteilung wird wahrscheinlich nur der Deutsche alles bezahlen müssen. Also noch weniger geld für Deutsche und fafür mehr Geld ins Ausland!

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