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Russische Einflussnahme Ehemaliger FBI-Vize wirft Trump Untergrabung von Geheimdienst vor

In seinem neuen Buch beschreibt McCabe seine Erfahrung als FBI-Vize mit dem US-Präsidenten. Er hält eine Manipulation durch den Kreml für möglich.
Update: 21.02.2019 - 06:45 Uhr Kommentieren
„Dieser Präsident untergräbt die Rolle der Strafverfolgung“, warnt der ehemalige FBI-Vize. Quelle: dpa
Andrew McCabe

„Dieser Präsident untergräbt die Rolle der Strafverfolgung“, warnt der ehemalige FBI-Vize.

(Foto: dpa)

WashingtonDer von ehemalige FBI-Vize Andrew McCabe hat bei seiner Kritik an dem US-Präsidenten nachgelegt. „Dieser Präsident untergräbt die Rolle der Strafverfolgung, die Rolle unserer Geheimdienstinfrastruktur“, sagte McCabe in einem CNN-Interview am Dienstag. Damit beeinträchtige Trump die Arbeit der FBI-Mitarbeiter und deren Fähigkeit, das Land zu schützen.

Auf die Frage des Interviewers, ob er Trump für einen „Gewinn“ für Russland halte, antwortete der Ex-FBI-Vize: „Ich denke, das ist möglich. Ich denke, deshalb haben wir unsere Ermittlung begonnen“, sagte McCabe mit Bezug auf die Untersuchung mutmaßlicher russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016. Er sei sehr gespannt darauf, was FBI-Sonderermittler Robert Mueller dazu sagen werde.

Als stellvertretender Direktor der Bundespolizei war McCabe auch in die Russland-Ermittlungen stark eingebunden. Er gehörte zu den Ersten in den Reihen des FBI, die eine mögliche Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam mit Russland zur Beeinflussung der Wahl untersuchten. Der Agent war im März kurz vor seiner Pensionierung von Trump gefeuert worden.

Bereits in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders CBS hatte McCabe Trump heftig kritisiert. Er untermauerte unter anderem Berichte, wonach Vize-Justizminister Rod Rosenstein 2017 eine Art administrativen Putschversuch gegen Trump geplant habe – mithilfe des 25. Zusatzartikels der US-Verfassung. Dieser sieht vor, dass der Vizepräsident und eine Mehrheit der Minister eine vorzeitige Absetzung des amtierenden Präsidenten in Gang setzen können. Dafür müssen sie der Meinung sein, dass dieser unfähig ist, die Rechte und Pflichten seines Amtes auszuüben.

McCabe hat gerade ein Buch mit dem Titel „The Threat“ (Die Bedrohung) herausgebracht. In den Memoiren berichtet der Ex-FBI-Vize über seine Geheimdienstkarriere unter Trump. Der Untertitel des Buches lautet übersetzt: „Wie das FBI Amerika im Zeitalter von Terrorismus und Trump beschützt“.

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  • dpa
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