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Russischer Frachter Waffentransport nach Syrien verliert Versicherungsschutz

Ein möglicher russischer Waffenfrachter verliert wegen des Verstoß gegen die EU-Sanktion seinen Versicherungsschutz: Auf dem Schiff befindet sich offenbar Kriegsgerät für das syrische Regime.
19.06.2012 - 12:29 Uhr Kommentieren
Angriff auf die syrische Stadt Homs: Durch die internationalen Sanktionen soll dem Regime die Waffenzufuhr abgeschnitten werden. Quelle: dapd

Angriff auf die syrische Stadt Homs: Durch die internationalen Sanktionen soll dem Regime die Waffenzufuhr abgeschnitten werden.

(Foto: dapd)

London Eine britische Versicherungsgesellschaft hat einem russischen Frachtschiff die Versicherung gekündigt, weil es eine Waffenlieferung für Syrien an Bord haben soll. Es sei die Information eingegangen, dass die "Alaed" Waffen für Syrien transportiere, teilte die Gesellschaft Standard Club am Dienstag mit. Nach Angaben der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" reagierte die Versicherung damit auf Behördenhinweise, wonach ein solcher Waffentransport nach Syrien gegen bestehende EU-Sanktionen verstoße.

Laut der Zeitung ist die "Alaed" für die russische Reederei Femco unterwegs. Sie kam demnach aus Kaliningrad, durchquerte die Ostsee und liegt nun vor Schottland. An Bord des Schiffs sollen sich auch Kampfhubschrauber befinden. Die USA hatten Russland in der vergangenen Woche die Lieferung solcher Helikopter nach Syrien vorgeworfen.

Moskau wies dies jedoch zurück und beschuldigte seinerseits Washington, die syrischen Rebellen mit Waffen zu versorgen. In Syrien lässt Präsident Baschar al-Assad seit Mitte März 2011 einen Aufstand gegen seine Regierung blutig niederschlagen. Bislang wurden dabei nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 14.000 Menschen getötet.

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