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Russland-Affäre Mueller-Mitarbeiter: Die Ermittlungen belasten Trump stärker als bekannt

Der US-Präsident wähnt sich in der Russland-Affäre als „komplett entlastet“. Mitarbeiter des Sonderermittlers widersprechen dieser Interpretation.
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Die US-Demokraten wollen erreichen, dass der Mueller-Bericht vollständig veröffentlicht wird. Quelle: Reuters
Proteste für eine Veröffentlichung des Mueller-Reports

Die US-Demokraten wollen erreichen, dass der Mueller-Bericht vollständig veröffentlicht wird.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Abschlussbericht von Sonderermittler Robert Mueller soll US-Präsident Donald Trump in Sachen Wahlkampfhilfe aus Russland und Behinderung der Justiz weder be- noch entlastet haben. Das hat US-Justizminister William Barr in seiner Zusammenfassung dem US-Kongress mitgeteilt. Die Krux: Barr und sein Ministerium sind bisher die einzigen, die den Bericht in Gänze zu sehen bekommen haben. Doch nun erheben Mitarbeiter Muellers Protest gegen die Lesart der Republikaner, wie die „New York Times“ und die „Washington Post“ übereinstimmend berichten.

Die Ergebnisse des Abschlussberichts sollen nicht korrekt dargestellt worden sein, die Vorwürfe gegen Trump seien doch stärker, als bisher bekannt. „Das Team war sofort unzufrieden, als sie sahen wie der Justizminister ihre Arbeit beschrieben hat“, sagte eine anonyme Quelle der „Washington Post“. Die Mitarbeiter äußern auch die Sorge, dass in der Öffentlichkeit ein falscher Eindruck der Ermittlungsergebnisse entstehen könnte.

Justizminister Barr hatte angekündigt bis Mitte April den kompletten Bericht Kongressabgeordneten und Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Unklar ist aber, wie viele Seiten aus dem Bericht aus rechtlichen Gründen geschwärzt werden.

Die US-Demokraten wollen derweil erreichen, dass der Mueller-Bericht vollständig und ohne Schwärzungen veröffentlicht wird. Der Justizausschuss, der von den Demokraten dominiert wird, hat bereits für eine komplette Vorlage gestimmt. Durch den Beschluss kann das Justizministerium zu einer Veröffentlichung gezwungen werden, allerdings solle das Ministerium zunächst Zeit bekommen, seine Haltung zu überdenken.

Mueller hatte ermittelt, ob Trumps Wahlkampfteam oder Trump selbst 2016 mit Russland kooperierten. Er verneinte dies, überließ aber Barr die Entscheidung, ob es von Seiten Trumps während der Ermittlungen eine Behinderung der Justiz gegeben habe. Barr verneinte auch das.

Trump hatte erklärt, er betrachte den Mueller-Bericht als „komplette Entlastung“. Er hatte auch erklärt, er habe nichts dagegen, den Bericht komplett zu veröffentlichen. Von dieser Position rückte er inzwischen ab.

Mit Agenturmaterial.

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