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Russland-Ermittlungen Trump soll Ex-Anwalt Cohen zur Lüge im Kongress aufgefordert haben

Seine Pläne für ein Immobiliengroßprojekt in Russland holen Donald Trump ein. Sein Ex-Anwalt bekräftigt, für den US-Präsidenten gelogen zu haben.
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Trumps Ex-Anwalt Cohen will „vollständig“ aussagen

Düsseldorf Donald Trump steht wegen der Russland-Ermittlungen von Robert Mueller unter Druck – jetzt droht ihm durch ein Immobilienprojekt weiterer Ärger. Der US-Präsident soll seinen damaligen Anwalt Michael Cohen im Herbst 2016 angewiesen haben, den US-Kongress über seine Pläne für einen Trump Tower in Moskau anzulügen. Das berichtet das Medienportal „Buzzfeed“, das sich auf zwei namentlich nicht genannte Ermittler bezieht.

Trump plant seit vielen Jahren ein großes Immobilienprojekt in der russischen Hauptstadt. Anwalt Cohen hatte im Senat und dem Repräsentantenhaus unter Eid ausgesagt, dass das Immobilienprojekt im Januar 2016 abgebrochen worden sei – im November 2018 gab er zu, gelogen zu haben.

Cohen habe den Präsidenten, dessen Tochter Ivanka und seinen Sohn Donald Jr. auch während und nach dem Wahlkampfes regelmäßig und detailliert über den Fortschritt des Trump-Tower-Projekts unterrichtet. Jetzt soll Cohen gegenüber Sonderermittler Robert Mueller behauptet haben, der Präsident persönlich habe ihn nach den Wahlen angewiesen, Falschaussagen zu treffen. Das Weiße Haus gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Mueller untersucht derzeit, ob Trump im Wahlkampf um das Präsidentenamt mit Russland zusammengearbeitet hat. Auch das FBI beschäftigt sich in einer getrennten Ermittlung mit Trumps Russland-Kontakten. Der US-Präsident hatte stets bestritten, aktive Geschäftsbeziehungen nach Russland zu haben, die ihn anfällig für Einflussnahmen machen könnten.

Cohens Geständnis ist nicht das erste Indiz dafür, dass Trump die Justiz behindert haben könnte – dennoch ist es bahnbrechend. Denn zuvor hatte kein ehemaliger Mitarbeiter Trump direkt belastet, die Russland-Ermittlungen durch Lügen beeinflusst zu haben.

Wie „Buzzfeed“ weiter berichtet, soll Trump zudem ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während des Wahlkampfes geplant haben. Dort sollte über den Bau des großen Gebäudekomplexes gesprochen werden. „Sorg dafür, dass es klappt“, soll der heutige US-Präsident damals zu Cohen gesagt haben, als dieser ihm die Pläne für das Treffen vorlegte.

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1 Kommentar zu "Russland-Ermittlungen: Trump soll Ex-Anwalt Cohen zur Lüge im Kongress aufgefordert haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hat er nun oder hat er nicht? Zwei namentlich nicht genannte >Ermittler sollen irgendetwas behauptet haben.
    Warum kann man nicht abwarten, bis sich herausgestellt hat, was Sache ist?