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  3. Ukraine-Krieg: Nur noch Rubel will Russlands Präsident Wladimir Putin für Gaslieferungen von Gazprom in die USA und EU akzeptieren

RusslandExperten fürchten drastische Folgen durch Putins Rubel-Entscheidung

Nach Anordnung des russischen Präsidenten darf der Westen Gas nur noch in Rubel bezahlen. Deutschland stellt das womöglich vor ein Dilemma.Julian Olk 24.03.2022 - 16:52 Uhr Artikel anhören

Wladimir Putin will, dass der Westen die Gas-Lieferanten gleich in Rubel bezahlt.

Foto: dpa

Berlin. Die Anordnung von Russlands Präsident Wladimir Putin, dass die EU-Staaten und die USA ihre Gasrechnungen nur noch in Rubel zahlen dürfen, könnte erhebliche Auswirkungen haben. Nähere Details zu Putins Plan sind noch nicht bekannt, die Umsetzung soll innerhalb einer Woche erarbeitet werden.

Grundsätzlich könnte die Ansage den Westen aber indirekt zu einer Entscheidung zwingen, entweder die eigenen Sanktionen zu umgehen oder russisches Gas zu boykottieren. Gerade für Deutschland würde dies erhebliche Auswirkungen mit sich bringen.

Bislang werden russische Gaslieferanten wie Gazprom vor allem in Dollar bezahlt. Der russische Lieferant muss im Anschluss den Großteil der Zahlung bei der russischen Zentralbank gegen Rubel eintauschen.

Putin will jetzt, dass der Westen die Lieferanten gleich in Rubel bezahlt. Auf den internationalen Finanzmärkten gebe es aber nicht genug der russischen Währung, schreibt der Ökonom Jens Südekum bei Twitter.

Sebastian Dullien, Direktor am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), widerspricht. Solange die Hausbank des Gasimporteurs das Geschäft mit einer nicht-sanktionierten russischen Bank abwickelt, könne diese einfach Dollar gegen Rubel eintauschen. Die Gazprom-Bank ist nicht sanktioniert.

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