Russland handelt eigenmächtig Lkw fahren ohne Erlaubnis aus Kiew über die Grenze

Ehrliche Hilfe für die Ostukraine oder bereitet Russland eine Invasion vor? Seit Tagen streiten Kiew und Moskau über den Hilfskonvoi. Jetzt hat das russische Außenministerium genug – und schickt die Lkw auf die Reise.
Update: 22.08.2014 - 11:39 Uhr 26 Kommentare

"Wir betrachten dies als eine direkte Invasion Russlands"

MoskauDie russische Regierung schickt ihren seit Tagen an der Grenze festsitzenden Hilfskonvoi ohne das Einverständnis Kiews in Richtung der umkämpften ostukrainischen Region Lugansk. Die 280 Lkw – mit denen rund 2000 Tonnen Hilfsgüter in die Krisenregion transportiert werden sollen – stehen seit Tagen an der russisch-ukrainischen Grenze fest.

„Die Kolonne hat eigenmächtig mit der Fahrt begonnen, ohne Erlaubnis der ukrainischen Seite und ohne Begleitung des Roten Kreuzes“, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der ukrainischen Regierung. Die Lastwagen stünden derzeit auf ukrainischem Territorium am Grenzübergang Iswarino, der von prorussischen Separatisten kontrolliert werde. Eine Sprecherin des Roten Kreuzes sagte der Agentur Interfax, die Organisation sei „kein Teil dieser Fahrzeugkolonne“.

„Wir ertragen die offenen Lügen und die Weigerung, eine Einigung zu erzielen, nicht länger – Russland hat beschlossen, zu handeln“, erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag. „Unser humanitärer Hilfskonvoi startet in Richtung Lugansk“, hieß es weiter.

Die Regierung in Kiew hatte den Konvoi am vergangenen Wochenende nach langem Streit als humanitären Einsatz für die notleidende Bevölkerung in der Ostukraine anerkannt. Am Donnerstag begann der Grenzschutz mit der Abfertigung der seit mehr als einer Woche wartenden fast 300 Lastwagen. Der Konvoi wird von 35 Mitarbeitern des Roten Kreuzes begleitet, die für die Verteilung der Hilfsgüter sorgen sollen. Nach russischen Angaben haben die Lkw Wasser, Babynahrung und andere humanitäre Güter geladen.

Viele Entscheidungsträger in der Ukraine fürchten jedoch, dass mit dem Konvoi in Wirklichkeit eine russische Invasion vorbereitet werden soll. Die Gefechte zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Separatisten dauern seit Wochen an. Zuletzt gelangen der ukrainischen Armee einige Vorstöße. Ein Lkw-Konvoi durch die Region könnte die Lage ändern – ein Beschuss wäre fatal.

Wegen der Kämpfe zwischen der Armee und prorussischen Separatisten sind die umkämpften Gebiete von der Versorgung abgeschnitten. So gibt es zum Beispiel in der Provinzmetropole Luhansk mit einstmals gut 400.000 Einwohnern seit drei Wochen kein Wasser mehr und nur noch unregelmäßig Strom. Täglich versuchen Hunderte Flüchtlinge, die Stadt zu verlassen.

Gibt es einen „Merkel-Plan“?
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26 Kommentare zu "Russland handelt eigenmächtig: Lkw fahren ohne Erlaubnis aus Kiew über die Grenze"

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  • Herr Ronald Bernard
    Hoffentlich passiert es nicht. Sonst möglishe Weise treffe ich meine ukrainische Verwandten in den Schützengräben gegenüber. Und ich weiss net was ich tun würde.

  • Zitat:
    „Deutschland führt die Bemühungen für eine Stabilisierung, auch in Donezk und Lugansk, damit die Ukraine weiter einen europäischen Weg gehen kann.“

    Da muss mir etwas entgangen sein.
    a) Deutschland bemüht sich nicht im Sinne eines ‚demokratischen, humanitären Rechtsstaat‘ für eine Beilegung des Konflikts.

    b) Deutschland führt auch nicht die Bemühungen für eine Stabilisierung.
    Im Verständnis der ‚ukrainischen Regierung‘, die sich ja hoffentlich auch für eine Stabilisierung bemühen.
    In diesem Falle müsste Deutschland ja: Waffen liefern, Hilfskonvois blockieren, Untersuchungen durch militärischen Großoffensiven stören, Energierechnungen nicht bezahlen,……. Halt all die Bemühungen intensivieren und führen, die von der ‚ukrainischen Regierung‘ als Beitrag zur De-eskalation durchgeführt werden.

  • Die Ukraine nannte die Abfahrt eine "direkte Invasion Russlands
    -----------
    [i]"Wir ertragen die offenen Lügen und die Weigerung, eine Einigung zu erzielen, nicht länger - Russland hat beschlossen, zu handeln", erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag.[i]

    Das Internationale Rote Kreuz beklagte fehlende Sicherheitsgarantien für seine Mitarbeiter.
    Aber das ist typisch für Russland/Putin.
    Deshalb sind sie ja auch zu einem Grenzübergang gefahren, der von den sogenannten "Separatisten" kontrolliert wird.
    Und dazu noch mit 287 weiß angestrichenen Militärtransporter, welche nur halb oder zu einem Viertel beladen sind.
    Aber die können die Separatisten gut gebrauchen.

  • Eugen Bard

    Die Hilfsgüter können nicht ewig blockiert werden. 1 Woche für die Kontrolle, das ist Zeit genug. Es handelt sich hier nicht um Sandkastenspiele!

    Es kann eskalieren, muss aber nicht. Das hängt in allererster Linie von Kiew ab.

    Sollten allerdings einige LKWs hochgehen, dann ist alles möglich.

  • Ein Hilfskonvoi der bereits kontrolliert wurde(?) und deren Hilfsgüter bewegungslos im Grenzgebiet vor sich hingammeln?. Zum Stillstand gekommen, obwohl diese dringend gebraucht werden ?.
    Dies ist ein aus humanitärer Sicht untragbarer Zustand. Auffällig hierbei ist die Bewegungslosigkeit unserer „ach so humanen Wertegemeinschaft“. Während es man im Stundentakt schafft Hilfsgüter in die Kurdengebiete zu entsenden um die Vertriebenen zu versorgen, spielt man anscheinend im ‚Osten der Ukraine‘ mit der Zeit.
    Es ist zu vermuten, dass dies Verzögerung bewusst instrumentalisiert wird um eine Entvölkerung der ‚Prorussischen-ukrainischen Bevölkerung‘ zu sichern.
    Die einen hauen ab, Richtung Russland und die Anderen (ob nun zu schwach oder zu doof ) verrecken halt. Von den ‚ukrainischen Hilfskonvoi‘ redet mittlerweile niemand mehr und keiner weiß ob da überhaupt was bei den Bedürftigen angekommen ist. Ich nehme an, wenn man einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter der ukrainischen Regierung fragt erhält man sicherlich eine schlüssige Antwort.

  • @Thomas Melber

    Wollen uns die Lügenmedien mit solcher Anti-Russland Propaganda auf einen Krieg gegen Russland einstimmen?

    Stell dir vor, es gibt Krieg und keiner geht hin.

    Feindbilder schaffen Projektionsflächen und erlauben es, dass man sich selbst "stark" und "besser" fühlen kann. Die Lügenmedien schaffen ständig solche Feindbilder:

    "Putin", "Schurkenstaaten", "Terroristen", "Verschwörungstheoretiker"...

    Aktuelle Beispiele aus der Ukraine zeigen, wie durch journalistische Manipulation die "Massen" gegen ausgewählte Minderheiten und Andersdenkende aufgehetzt werden.

    Sie kennen sicher das Zitat des US-Politikers Hiram Johnson: "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit." Und manchmal bleibt die Wahrheit eben schon im Vorfeld auf der Strecke – damit überhaupt Gründe für einen gewollten Krieg vorliegen.

    Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Und mit gezielt gestreuten Falschmeldungen in den Lügenmedien ist schon so mancher Konflikt gewollt eskaliert.

    Da war doch was in den Lügenmedien mit "Irak hat Massenvernichtungswaffen", oder?

    Habe ich das 2002 und 2003 nur geträumt, dass jeden Tag Politikgangster und "Experten" im Fernsehen auftraten und erklärten, wir müssten gegen den Irak in den Krieg ziehen, weil Saddams Arsenal an tödlichen Waffen so bedrohlich ist?

    Sollen wir jetzt von den gleichen Lügenmedien gegen unsere Freunde in Russland gehetzt werden?

    Speziell heute in unserem Medienzeitalter sorgen immer wieder Bilder von Unruhen für massive Stimmungsmache – und dann stellt sich oft heraus, dass es sich um komplett gestellte Bilder handelte.

    Deshalb empfiehlt es sich, bei solchen "Nachrichten" skeptisch zu sein, da niemand von uns die Wahrheit wirklich überprüfen kann.

    Aus diesem Grund, sollten Sie sich bei "Nachrichten" immer fragen:

    Kann man alles glauben, was in den gleichgeschalteten Lügenmedien steht?

    Wie man die Massen auf Krieg einstimmt.

    http://www.youtube.com/watch?v=kkpHpwaMWwo#t=440

  • Hat die heimliche Weltregierung ( Die Bilderberger ) ihr Ziel in der Ukraine erreicht?

    Ukraine: EU-Assoziierung im September?

    EU-Großmachtträume werden wahr: Die Ukraine wird im September das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union ratifizieren!

    Die Ukraine wird im September das Assoziierungsabkommen mit der EU ratifizieren.
    Das kündigte der neue westliche Marionettenpräsident Pjotr Poroschenko am Mittwoch bei einem Treffen mit Vertretern der Batkiwschtschyna-Partei der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko an.

    Laut Poroschenko wird das Abkommen im September ratifiziert“, teilte das Presseamt des ukrainischen Staatschefs am Mittwoch in Kiew mit.

    Die von der ukrainischen Opposition gebildete Übergangsregierung hatte im März den politischen Teil des Assoziierungsabkommens mit der EU unterschrieben. Der wirtschaftliche Teil, der den Wegfall der Zölle im Handel mit den EU-Ländern vorsieht, wurde am 27. Juni signiert.

    Die frühere, vom Westen gestürzte ukrainische Regierung hatte im November den Assoziierungsprozess mit der EU ausgesetzt.

    Zur Begründung hieß es, dass die Assoziierung der Ukraine bedeutende Wirtschaftsprobleme bringen würde. Vor allem drohte der Verlust der traditionellen Märkte wie des russischen.

    Daraufhin begannen in Kiew heftige Anti-Regierungs-Ausschreitungen, die im Februar mit einem Umsturz der demokratisch gewählten Regierung endeten.

    Hat die heimliche Weltregierung ( Die Bilderberger ) ihr Ziel in der Ukraine erreicht?

    Welches Hauptziel verfolgen die Bilderberger?

    Eine Weltregierung?
    Eine Weltzentralbank? ( Privat wie die FED )
    Eine Weltwährung ohne Bargeld? ( Gläserne Bürger bzw. Steuersklave )
    Eine Weltarme? ( Gegen Freiheitskämpfer bzw. "Terroristen" )
    Eine Weltpolizei?

  • Warum Sanktionen gegen Russland?

    Der immer noch ungeklärte Flugzeugabsturz der MH17, wofür die Separatisten und Russland vom Westen und ihren Propagandamedien verantwortlich gemacht werden, war der Auslöser der Wirtschaftsanktionen gegen Russland.

    Ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass das gezielte Putin-Bashing schon systematischer Bestandteil der Westmedien ist und dies möglichweise sogar von langer Hand geplant war.
    Russland soll als Schuldiger des Ukraine-Desasters dargestellt werden.

    Was ist mit Flug MH17?

    Warum veröffentlicht Kiew nicht die Fluglotsengespräche?

    Der russische UN-Gesandte fordert von Kiew die Veröffentlichung der Fluglotsen-Gespräche und bemängelt das mangelnde Aufklärungsinteresse der ICAO.

    Kiew soll endlich die Fluglotsengespräche veröffentlichen. Das forderte der russische UN-Gesandte Vitaly Churkin vor dem Sicherheitsrat. Die Ukraine hatte die Gespräche sofort nach dem Abschuss von MH17 konfisziert, ohne dafür Gründe zu nennen.

    Beobachter gehen davon aus, dass diese Gespräche wertvolle Hinweise liefern, was in den letzten Minuten vor dem Absturz passiert ist.

    Zum Vergleich: Bei MH370 waren die entsprechenden Gespräche schon nach 3 Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich!

    Churkin bemängelt außerdem, dass die ICAO (eine Unterabteilung der UN für Flugsicherheit) kaum Interesse bekundet, die Absturzursache wirklich aufzuklären.

    Bis heute gibt es vom Westen keine Bemühungen, die Wrackteile zusammenzutragen, welche wichtige Hinweise auf die Art und Weise des Abschusses geben könnten.

    Warum nicht?

    Ein Monat ist vergangen seit dem Absturz und es gibt keine offiziellen Untersuchungsergebnisse. Das ist außergewöhnlich. Bereits wenige Tage nach dem Absturz gab es eine kurze Meldung, dass in diesem Fall darauf verzichtet werden soll, die Trümmer des Wracks einzusammeln und wie ein Puzzle zusammenzusetzen!

    Das aber wäre das normale Verfahren, wenn ein ernsthaftes Interesse bestünde, die Unfallursache objektiv zu ermitteln.

  • Wollen die USA und ihre Propagandamedien einen Krieg in Europa?

    Putin Berater Sergej Glazjew zu den Hintergründen rund um den Ukraine-Konflikt.

    "Die USA wollen einen neuen Weltkrieg anzetteln, weil es für sie von Vorteil ist. Europa soll von einem Krieg verschlungen werden."

    Glazjew, der in der Ukraine geboren und selbst Ökonom ist, kennt sich bestens aus mit den Machtspielen hinter der Bühne, in der Ukraine wie auch in Russland.

    Seine Aussage: Die USA wollen wieder Krieg in Europa. Dabei wäre es besser, wenn die EU mit Russland zusammenarbeiten würde und eine neue Wirtschaftszone von Lissabon bis Wladiwostok gründen würde.

    Dies jedoch will Washington mit allen Mitteln verhindern und ganz Europa von einem Krieg verschlingen lassen. Die Schwächung Europas und Russlands sei im Interesse der USA, die bereits aus den vergangenen Weltkriegen gestärkt hervorgegangen sind.

    Dies sei auch dieses Mal wieder strategisches Ziel der USA. Auf diese Weise könnte sich Washington besser gegenüber China behaupten, von dem für den US-Dollar zunehmend eine Gefahr ausgehe.

    Mit Anspielung an den ersten Weltkrieg wirft Glazjew den USA vor, dass Spiel Englands im vergangenen Jahrhundert zu spielen. "Man stelle die Nationen gegeneinander, verwickele sie in Konflikte und beginne einen Weltkrieg".

    Glazjew weiter: "Russland wurde zum Opfer dieser Politik erkoren, während die Ukraine die Waffe der Wahl und das Kanonenfutter für den neuen Weltkrieg darstellt".

  • Die Ukraine hat die Strecke bestimmt auf der der Konvoi fahren soll. Es wurde schon versucht Panzerminen auszulegen. Glücklicherweise wurden 4 solcher Gruppen von denen eine 7 Panzerminen geladen hatte, bereits geschnappt.

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