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Gerhard Schröder und Wladimir Putin

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) begrüßt im April 2004 den russischen Präsidenten Wladimir Putin (r).

(Foto: dpa)

Russland-Konflikt Ukraine fordert Sanktionen gegen Altkanzler Schröder

Für den ukrainischen Außenminister ist Gerhard Schröder der „wichtigste Lobbyist Putins“. Er fordert deshalb Sanktionen gegen den Altkanzler.
Update: 19.03.2018 - 11:01 Uhr 7 Kommentare

Berlin Angesichts der heftigen Spannungen zwischen dem Westen und Russland unter Präsident Wladimir Putin hat der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ins Spiel gebracht. „Es ist wichtig, dass es Sanktionen nicht nur gegen russische Regierungsmitglieder und russische Staatsunternehmen gibt, sondern auch gegen diejenigen, die im Ausland Putins Projekte vorantreiben“, sagte Klimkin der „Bild-Zeitung“ . „Gerhard Schröder ist für Putin weltweit der wichtigste Lobbyist. Es sollte deshalb geprüft werden, wie die EU hier handeln kann.“

Schröder war nach Ende seiner Kanzlerschaft 2005 zu dem Unternehmen Nord Stream gewechselt, das eine Gasfernleitung von Russland durch die Ostsee direkt nach Deutschland plant. Nord Stream gehört mehrheitlich dem russischen Energiekonzern Gazprom.

Das Projekt wird von Kiew heftig kritisiert, weil es Russland ermöglichen soll, Gas direkt nach Westeuropa zu exportieren, ohne dass die Ukraine als Transitland darauf Zugriff hat. 2017 wurde Schröder zum Chef des Aufsichtsrates des russischen Energiekonzerns Rosneft gewählt.

Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 der siebte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Quelle: dpa
Altkanzler

Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 der siebte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.

(Foto: dpa)

Der CDU-Außenexperte Elmar Brok sagte der „Bild“, es sei „ein Skandal, dass ein ehemaliger Bundeskanzler jetzt die Interessen von Putin“ vertrete. „Und es ist erstaunlich, dass das bislang noch ohne Konsequenzen in der öffentlichen Diskussion geblieben ist.“

Auch der Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir kritisierte, dass Schröder „zum Propagandisten von Putin mutiert“ sei, und erklärte: „Wer Schröder bucht, muss wissen, dass er ein Putin-Sprachrohr bekommt.“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußerte sich zu etwaigen Sanktionen für Schröder vorsichtiger. Dies sei „nach einschlägiger Prüfung mit großer Vorsicht zu erwägen“, sagte von der Leyen auf eine entsprechende Frage.

  • dpa
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7 Kommentare zu "Russland-Konflikt: Ukraine fordert Sanktionen gegen Altkanzler Schröder"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir dürfen doch ein großes Interesse daran haben, direkt mit Gas beliefert zu werden.
    Damit entfallen viele Hebel und Kassiermöglichkeiten von Drittstaaten (und darum geht es denen eigentlich).
    Rußland hat im übrigen auch während des "kalten Krieges" immer seine Verträge eingehalten.

    Ps. Danke Herr Moser für die Steilvorlage

  • Zum ersten hat die Ukraine als eines der korruptesten Länder der näheren östlichen Nachbarschaft überhaupt keine Reputation so etwas zu verlangen.
    Desweiteren haben wir hier ein großes Interesse, direkt mit Gas beliefert zu werden. Damit entfallen nämlich alle Hebel von Drittstaaten (und darum geht es denen eigentlich).
    Rußland hat im übrigen auch während des "kalten Krieges" immer seine Verträge eingehalten.

  • Sanktionen? Warum und wofür? Sanktionen gegen Frau Merkel sind angesagt. Sie persönlich führt doch einen Krieg gegen Russland zu Lasten Deutschlands. Warum ist die Gaspipeline von Russland nach Deutschland noch nicht in Betrieb? Verhinderung druch Frau Merkel? Wann macht diese Person endlich etwas für Deutschland ?? Durch Islamisierung, wie sie betreibt, schadet sie uns nur: Jetzt muß man schon sein Haus nur mit einem Messer verlassen. Aber unsere Frauen sollen froh sein über die Behandlung durch Merkels Gäste!

  • Schroeder IST de wichtigste Lobbyist Russlands - und das ist gut so! Und wenn wir Sanktionen verhaengen wollen, dann eher gegen die Ukraine. Da gibt es einen ganzen
    Katalog.

  • Das Schröder nichts mit Deutschland zu tun hat , war schon bei seinem Amtsantritt zu erkennen. Er ist wie Gabriel,Maas und Co nur in eigner Sache und Interesse unterwegs.
    Die Datscha Abende mit Putin wo reichlich Wodka geflossen sind , allerdings nur bei Schröder , weil Putin nicht trinkt und als Geheimdiensoffizier immer die richtigen Fragen stellen konnte, sind legendär. Ob ein US Präsident oder Franzose oder Engländer jemals für den Feind arbeiten würde ist voll auszuschliessen. Aber die SPD ist Geburtsstätte solcher
    Typen , die auf Grund der Vergangenheit hier schalten und walten konnten. Das ist vorbei und nun bricht ein neues Zeitalter an. Als Geheinnisträger hat Schröder ausgedient, heute weiß man , dass die neue Geheimdienstzentrale BND in Berlin , vorher schon verwanzt wurde und Mitarbeiter vorher eingeschleust wurden , die man nicht so einfach entarnen kann. Alles Gute Schröder, vielleicht demnächst auch bei Kim Jong als Berater.

  • IoI Ukraine fordert Sanktionen vs Altkanzler Schröder :-))))))

    EInfach Geil

  • Es ist gar keine Nachricht, allerdings, würden nun die Deutschen die Vermittlung Schröders für die Befreiung von Peter Steudtner vergessen, um dem ukrainischen Außenminister in die Hände zu spielen? Übrigens, warum kann man heute die anderen Beiträge inklusive Morning-Briefing nicht kommentieren? Die aktuellen heute veröffentlichten Beiträge können doch von registrierten Nutzern kommentiert werden, oder?) Man glaubt ja für modernen digitalen Meinungsaustausch gezahlt zu haben, es erweist sich aber als Seifenblase. Der Informationsstrom wird gesteuert und geschützt, Handelsblatt schaltet den Knopf der Bewertung aus, es hat sich doch alles an Steingart gehalten. Nanu. An Herrn Jakobs: Liebes Morning Briefing Team, offenbar läuft es schlecht mit der offenen Bewertung des Morning Briefing seit Gabor Steingart gegangen ist. Es hat nun wirklich keinen Sinn, dem SPIEGEL die Schuld zu geben, wenn das Handelsblatt entstellt ist. In diesem Sinn wäre das von Ihnen gewählte Zitat richtig angebracht. Den abgeschmackten Auftakt über den Schein vergessen wir mal, allein mit Schein wäre es unmöglich gewesen, den Wiederaufbau der vergangenen Jahre zu leisten, das kriegt man einfach nicht hin. Das hätten Sie auch gesehen, wenn Sie hinter das Powerplay tiefer geschaut hätten. Man wählt nicht das Powerplay, man kann es auch nicht mögen. Würden Sie Ihren BND alle 4 oder 6 Jahre komplett umstrukturieren, zum Zweck der demokratischen Erneuerung? Wenn das funktionieren wird und sich dann die Deutschen in Deutschland sicherer fühlen, dann wird man vielleicht was von Ihnen über Demokratie lernen können. Jedenfalls nicht von der Merkel-GroKo. Von Dirk Pohlmann lernt man aber beides, Demokratie und Professionalismus. Mit freundlichen Grüßen.

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