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Russland Kreml beschuldigt Chodorkowski des Mordes

Der Fall um den erschossenen Bürgermeister der sibirischen Stadt Neftejugansk galt eigentlich als abgeschlossen. Im Juni wurde er überraschend wieder aufgenommen. Nun bezichtigt Moskau einen Kremlkritiker des Mordes.
11.12.2015 - 13:55 Uhr
Moskau lässt den Kreml-Kritiker zur Fahndung ausschreiben. Quelle: dpa
Michail Chodorkowski

Moskau lässt den Kreml-Kritiker zur Fahndung ausschreiben.

(Foto: dpa)

Moskau Die russische Justiz beschuldigt den Kremlkritiker Michail Chodorkowski offiziell des Mordes. Die Ermittlungsbehörde in Moskau warf dem im Exil lebenden Ex-Ölmanager am Freitag vor, 1998 die Ermordung des Bürgermeisters der sibirischen Stadt Neftejugansk organisiert zu haben. „Michail Borissowitsch hält die Anschuldigungen für eine Farce“, sagte Chodorkowskis Sprecherin der Agentur Interfax.

Eine Vorladung der Ermittler in Moskau hatte der frühere Besitzer des Ölkonzerns Yukos ignoriert. Nach fast zehn Jahren Lagerhaft war Chodorkowski Ende 2013 begnadigt worden. Seitdem lebt der 52-jährige politische Gegner von Präsident Wladimir Putin in der Schweiz.

Putin, der Poster-Boy
Damaskus, Syrien
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Hunderte Syrer protestierten nach der Ankündigung Russlands, sich im Syrien-Konflikt engagieren zu wollen, vor der russischen Botschaft in Damaskus. Sie wollen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für die militärische Intervention in Syrien danken, die sich nach Angaben Moskaus gegen den Islamischen Staat und andere „terroristische Vereinigungen“ richten soll. Vor allem die westlichen Staaten beobachten allerdings verstärkte Kampfhandlungen nicht nur gegen Extremisten, sondern auch gegen gemäßigte syrische Rebellen, die gegen das Assad-Regime kämpfen. Darum...

(Foto: dpa)
Sydney, Australien
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...wird Russlands Einsatz nicht überall willkommen geheißen. Nur wenige Tage zuvor protestierten zahlreiche Demonstranten im australischen Sydney genau gegen die Pläne Moskaus. Dabei hielten sie neben Putin-Plakaten, auf denen der russische Präsident als Mörder bezeichnet wurde, auch Flaggen der Freien Syrischen Armee in die Luft – die Flagge jener gemäßigten Rebellen also, die Moskau derzeit ebenfalls bekämpft, um den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Region zu stützen.

(Foto: AFP)
Washington, USA
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Ebenso in der US-Hauptstadt Washington: Dort fanden sich rund 100 in den USA lebende Syrer vor der russischen Botschaft zusammen, um mit Fahnen von USA und der Freien Syrischen Armee gegen einen russischen Einsatz in Syrien zu demonstrieren. Mit dabei: Zahlreiche T-Shirts mit dem Konterfei Putins, übermalt mit einer blutigen Hand und der roten Aufschrift: „Killer“.

(Foto: AFP)
Kafranbel, Syrien
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Schon 2012 wehrten sich Teile Syriens gegen einen Einsatz Russlands im eigenen Land, darunter diese Demonstranten im syrischen Kafranbel nahe Idlib, das sich nach „Spiegel“-Informationen derzeit in der Hand syrischer Rebellen-Milizen befindet. Auch hier nutzten die Demonstranten das rot-weiß-schwarze Banner der Freien Syrischen Armee.

(Foto: Reuters)
Beirut, Libanon
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Im Libanon wiederum zeigten sich syrische Flüchtlinge vor der russischen Botschaft in Beirut zuletzt dankbar. Einer küsste bei einer Demonstration am Sonntag gar eine Flagge, die ein montiertes Gruppenbild mit dem libanesischen Parlamentssprecher Nabih Berri, Syriens Präsidenten Assad (beide nicht im Bild), Putin und dem Hisbollah-Führer Sheikh Hassan Nasrallah zeigt.

(Foto: ap)
Jakarta, Indonesien
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Einige muslimische Hardliner stellten sich indes gegen das Engagement Russlands. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta riefen sie zum Protest vor der russischen Botschaft auf. Hunderte beteiligen sich daran mit Bannern und anti-russischen Gesängen. Klar ist: ...

(Foto: dpa)
Jalta, Krim (Ostukraine)
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Russlands Präsident polarisiert, nicht nur in der Syrien-Frage. Zuletzt spaltete Putin die Gemüter mit der Annektierung der Krim. Während beispielsweise in dem Kur- und Badeort Jalta zahlreiche bunte Graffiti von der vermeintlichen Heldentat kündigen, die Krim befreit zu haben, sehen zahlreiche Beobachter die Situation anders. Vor allem...

(Foto: AFP)

Der Fall um den erschossenen Bürgermeister Wladimir Petuchow galt eigentlich als abgeschlossen. Der Funktionär soll damals mit Chodorkowskis Yukos-Konzern im Streit um Steuerzahlungen gelegen haben. Neftejugansk galt als wichtiger Standort von Yukos.

Der Fall war im Juni überraschend wieder aufgenommen worden. Nun gebe es neue Beweise gegen Chodorkowski, sagte Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde. Zudem werde Chodorkowski vorgeworfen, auch 1999 einen Anschlag auf einen Manager von einem Öl-Unternehmen in Auftrag gegeben zu haben. Dabei war ein Sicherheitsmann getötet worden. Chodorkowski werde zur Fahndung ausgeschrieben, sagte Markin.

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