Russland-Krise Großbritannien pocht auf Fortbestand der Sanktionen

Keine Lockerung der Sanktionen: In der Frage nach dem Umgang mit Russland bleibt Großbritannien hart. Erst müsse der Kreml sich bewegen und die Einhaltung einer Waffenruhe in der Ostukraine durchsetzen.
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Setzt weiter auf Sanktionen gegen Russland: Großbritanniens Außenminister Philip Hammond. Quelle: AFP

Setzt weiter auf Sanktionen gegen Russland: Großbritanniens Außenminister Philip Hammond.

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SofiaRussland muss für ein Ende der Sanktionen nach Worten des britischen Außenministers Philip Hammond erst seine Verpflichtungen aus dem Abkommen von Minsk zur Umsetzung einer Waffenruhe für die Ostukraine erfüllen. Dafür werde sich London in der EU einsetzen, betonte Hammond am Mittwoch bei einem Besuch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Allerdings brechen sowohl die von Russland unterstützten Separatisten als auch die ukrainischen Regierungstruppen die schon im September in der weißrussischen Hauptstadt vereinbarte Waffenruhe immer wieder.

Mit seinem bulgarischen Kollegen Daniel Mitow sprach Hammond auch über Terrorismusbekämpfung sowie Sicherheitsfragen. „Die Nato bleibt das wichtigste Instrument unserer gemeinsamen Verteidigung gegen Angriffe“, betonte Hammond. Großbritannien werde sich weiter jedem russischen Fehlverhalten wie etwa der Annexion der Krim entgegenstellen, fügte er hinzu.

Bulgariens Außenminister bekräftigte im Namen der neuen Mitte-Rechts-Regierung in Sofia, dass sein Land die Zusammenarbeit sowohl bilateral mit Großbritannien als auch auf EU- und Nato-Ebene vertiefen wolle. Hammond wollte in Sofia noch mit Staatschef Rossen Plewneliew und Regierungschef Boiko Borissow zusammentreffen.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Russland-Krise: Großbritannien pocht auf Fortbestand der Sanktionen"

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  • "Erst müsse der Kreml sich bewegen und die Einhaltung einer Waffenruhe in der Ostukraine durchsetzen"

    "Allerdings brechen sowohl die von Russland unterstützten Separatisten als auch die ukrainischen Regierungstruppen die schon im September in der weißrussischen Hauptstadt vereinbarte Waffenruhe immer wieder."

    Ich meine ja, das könnte schwierig werden. Russland hat ja offensichtlich keinen Einfluss auf die Kiewer Truppen. Was bei einem einseitigen Waffenstillstand der Separatisten passieren würde, will ich gar nicht wissen. Wieso versucht Cameron denn nicht endlich mal einen Waffenstillstand durchzusetzen anstelle ständig die Russen in die Pflicht zu nehmen? Was hat denn der Westen für Frieden in der Region getan außer aufzuheizen und die Ukrainische Armee mit Geld und Waffen zu unterstützen?

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