Russland und die USA Lawrow und Kerry beraten über IS

Zwischen den USA und Russland sind die Gespräche immer seltener geworden: Am Rande der Atomgespräche sollen sich US-Außenminister Kerry und sein russischer Amtskollege Lawrow am Dienstag treffen. Im Fokus steht der IS.
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US-Außenminister John Kerry (links) und der russische Außenminister Sergej Lawrow. Quelle: dpa
Sahen sich zuletzt etwas seltener

US-Außenminister John Kerry (links) und der russische Außenminister Sergej Lawrow.

(Foto: dpa)

MoskauDer russische Außenminister Sergej Lawrow trifft seinen US-Kollegen John Kerry am Dienstag in Wien zu Gesprächen über den Kampf gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS). Die Gespräche finden am Rande der Atomverhandlungen mit dem Iran statt, wie Lawrow am Montag im Beisein des syrischen Außenministers Walid Muallim in Moskau sagte. Ob es bei dem Treffen auch um das Atomdossier gehen werde, sagte Lawrow nicht.

Lawrow verwies darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama in der vergangenen Woche wegen der Lage in Syrien und im Irak, wo der IS große Gebiete kontrolliert, telefoniert hätten.

Kerry und er seien beauftragt worden, bei einem Treffen die Frage zu erörtern, „wie wir die Kräfte unserer Länder und anderer in der Region" im Kampf gegen den IS "so wirksam wie möglich bündeln können“. Das Treffen sei „nicht improvisiert“.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

In Wien verhandeln der Iran und die Mitglieder der 5+1-Gruppe der UN-Vetomächte plus Deutschland über ein vollständiges Abkommen zur Beilegung des jahrelangen Streits über Teherans Atomprogramm. Der Fahrplan sieht als Stichtag den 30. Juni für eine Einigung vor. Nach Angaben der iranischen Delegation werden die Verhandlungen jedoch über diese Frist hinaus verlängert, weil noch in einigen schwierigen Punkten Differenzen bestehen.

  • afp
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