Russland und Großbritannien May und Putin wollen Beziehungen verbessern

Theresa May und Wladimir Putin sind nicht immer einer Meinung. Dass bei dem Verhältnis zwischen Großbritannien und Russland noch Luft nach oben ist, finden aber beide. Nun wollen die Politiker nachbessern.
Einig sind sich Theresa May und der russische Präsident darin, dass die Bürger ihrer Länder den gleichen Bedrohungen durch Terrorismus ausgesetzt sind. Quelle: AP
Wladimir Putin

Einig sind sich Theresa May und der russische Präsident darin, dass die Bürger ihrer Länder den gleichen Bedrohungen durch Terrorismus ausgesetzt sind.

(Foto: AP)

LondonDie britische Premierministern Theresa May und der russische Präsident Wladimir Putin wollen die Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern verbessern. Das vereinbarten May und Putin bei einem Telefongespräch am Dienstag, wie die Downing Street mitteilte.

May habe bei dem Gespräch die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass man „trotz Meinungsverschiedenheiten in bestimmten Bereichen, in einer offenen und ehrlichen Weise kommunizieren“ könnte, hieß es in der Pressemitteilung.

May trifft Merkel
May besucht Merkel
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Seit gut einem Monat ist Theresa May die neue Ministerpräsidentin Großbritanniens, die zweite nach Margaret Thatcher. Nun absolviert die 59-Jährige ihren ersten Auslandsbesuch – und hat sich dafür Berlin ausgesucht. Wer ist die Frau, die am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel trifft – und welche politischen Positionen vertritt sie?

May will den Brexit zu einem „Erfolg“ machen
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Die künftige Premierministerin hält am EU-Austritt fest. „Brexit bedeutet Brexit – und wir werden einen Erfolg daraus machen“, betonte sie. May plädierte während des Brexit-Wahlkampfs für den Verbleib in der EU – aber das tat sie derart diplomatisch geschickt, dass es kaum auffiel. Das Foto zeigt, wie eine britische Flagge vor der EU-Kommission in Brüssel heruntergeholt wird.

Die „Neue“ gilt als kompetent und erfahren
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May ist seit 2010 Innenministerin unter Cameron. Damit verantwortete sie schwierige Themen wie Einwanderung und Terrorabwehr. Der Job des Innenministers gilt als der unbequemste Posten in der britischen Regierung – seit fast 100 Jahren hat sich dort niemand mehr so lange gehalten. In den Oppositions-Jahren davor war May für etliche andere Ressorts „Schatten“-Ministerin und damit direkte Gegenspielerin der Amtsinhaber. Ihre eigene Partei kennt sie aus dem Effeff, 2002 war sie Generalsekretärin der Konservativen. Mitarbeiter beschreiben sie als kompetent, freundlich und sehr ehrgeizig. Die 59-Jährige gilt zudem als unnachgiebig.

Strikte Position bei der Einwanderung
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Polnische Migranten bei Protesten in London: May vertritt in der Einwanderungspolitik eine harte Position. Im Sommer 2013 ließ ihr Innenministerium zwei Lastwagen mit der Aufschrift „Illegal in Großbritannien? - Gehen Sie nach Hause oder ins Gefängnis“ durch multikulturelle Gegenden Londons fahren. Um die Wahlaussagen der Konservativen durchzusetzen, die Zahl der Einwanderer zu reduzieren, spielte sie gar mit dem Gedanken, die Europäische Menschenrechtskonvention zu kündigen.

Verheiratet mit einem Banker
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Theresa May ist mit einem Banker, Philip John May, verheiratet. Das Paar konnte keine Kinder bekommen – wie die künftige Premierministerin offen einräumte.

Das Paar heiratet im Jahr 1980
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Theresa May und ihr Mann Philip May heirateten vor 36 Jahren. Das Foto zeigt sie mit ihren Schwiegereltern (l), ihren Eltern und ihrer Großmutter.

Studium in Oxford
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Theresa May studierte Geographie an der Elite-Universität Oxford – an der auch die frühere Premierministerin Margaret Thatcher und Noch-Premier Cameron gewesen waren. Später arbeitete sie für die englische Notenbank. Noch bevor sie 30 Jahre alt war, stieg May in die Lokalpolitik ein. 1986 wurde sie in den Londoner Stadtrat gewählt. Seit 1997 sitzt sie als Abgeordnete im Unterhaus.

Einig seien sich May und Putin darin, dass britische und russische Bürger den gleichen Bedrohungen durch Terrorismus ausgesetzt seien. Daher sei vor allem bei der Sicherheit im Luftverkehr die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern von großer Bedeutung. „Die beiden freuen sich, sich beim G20-Gipfel in China nächsten Monat zu sehen“, hieß es weiter.

  • dpa
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