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Russland und Iran Putin und Ruhani festigen ihre Allianz

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Israel ist skeptisch

Doch nicht nur in den USA schaut man genau hin: Auch Israels Regierung verfolgt den Besuch Ruhanis in Moskau mit größtem Interesse. Sie betrachtet den Iran als Erzfeind und erwartet von Putin, dass er den zunehmend wachsenden Einfluss des Irans in Syrien unterbinde. Syrien könnte eine iranische Plattform für Angriffe auf Israel werden, warnt Premier Benjamin Netanjahu. 

Militärkreise in Tel Aviv schätzen, dass der Iran in Syrien mindestens 25.000 Soldaten kontrolliert, darunter auch Angehörige der iranischen Revolutionsgarden sowie schiitische Milizen aus dem Irak, aus Afghanistan und Pakistan. Zudem unterstützt Teheran die libanesische Hisbollah.

Die syrisch-iranische Allianz werde zunehmend intensiver, sagte in der vergangenen Woche Chagai Tzuriel, der ranghöchste Beamte im israelischen Geheimdienstministerium. Mit Russlands Einverständnis strebe Teheran in Syrien eine Verstärkung iranischer Stützpunkte am Mittelmeer und auf Militärflughäfen an. Russland „und andere Mächte“ müssten verhindern, dass der Iran seinen militärischen Zugriff in Syrien verstärke, so Tzuriel. In Jerusalem hofft man, dass eine Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen dem Ausbau iranischer Stellungen in Syrien entgegenwirken könnte. US-Präsident Donald Trump tritt gegenüber Teheran militanter auf als sein Vorgänger Barack Obama.

Seit Herbst 2015 war Netanjahu bereits fünf Mal in Moskau, um vor der iranischen Aufrüstung zu warnen. Russland hat in den vergangenen sechs Jahren sowohl die politische als auch die militärische Zusammenarbeit mit dem Iran verstärkt. So haben russische Jets in Syrien mit Luftangriffen wiederholt iranische und syrische Truppen unterstützt. Zudem hat Teheran von Moskau Luftabwehrsysteme erhalten, nachdem das Geschäft im Jahre 2010 auf Druck Washingtons und Jerusalems annulliert worden war.

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2 Kommentare zu "Russland und Iran: Putin und Ruhani festigen ihre Allianz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn Putin und Netanjahu das kritisch sehen, ist es sicher eine gute Sache!
    Genau, eine weiter Schlappe für die Freunde von Merkel.

  • Wenn Putin und Netanjahu das kritisch sehen, ist es sicher eine gute Sache!

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