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Ruth Bader Ginsburg Wie aus einer Richterin am Supreme Court eine kämpferische Ikone wurde

Über der liberalen Richterin des Obersten Gerichts der USA schwebt seit Jahren das Damoklesschwert, ausgetauscht zu werden. Doch sie zeigt Kampfgeist.
30.07.2020 - 15:48 Uhr Kommentieren
In den vergangenen 20 Jahren hat die liberale Richterin vier Krebserkrankungen besiegt. Quelle: AP
Ruth Bader Ginsburg

In den vergangenen 20 Jahren hat die liberale Richterin vier Krebserkrankungen besiegt.

(Foto: AP)

Düsseldorf Fast genau ein Jahr ist es her, da sagte Ruth Bader Ginsburg in einem Radiointerview: „Ich bin sehr wohl am Leben.“ Es war eine Art trotziges Statement für all die US-Politiker, vor allem republikanische, die die 87-Jährige Richterin am US-Supreme Court gern gegen einen konservativen Richter ausgetauscht sähen.

Seit Jahren debattieren Politiker beider Seiten darüber, wie lange die bekannteste der neun Richter am Supreme Court ihr Amt noch ausüben kann. In den vergangenen 20 Jahren hat die liberale Richterin vier Krebserkrankungen besiegt. Doch seit Mai muss sie nun wieder behandelt werden, sich alle zwei Wochen einer Chemotherapie unterziehen.

Aktuell musste sie sich nach Mitteilung des Obersten Gerichts einem Eingriff unterziehen, das Krankenhaus wolle sie aber bis zum Wochenende verlassen. Vielen Demokraten im Land ist auch aus anderem Grunde unwohl bei dem Gedanken, dass Ginsburg nicht bis zu den Präsidentschaftswahlen im November durchhält. Bis dahin ist es für Amtsinhaber Donald Trump leicht, einen neuen Richter vom republikanisch besetzten US-Senat bestätigen zu lassen.

Die Demokraten hoffen, dass ihr Kandidat Joe Biden die Wahl gewinnt. Dann könnte Biden bei seinem Amtsantritt einen eigenen Kandidaten für den Supreme Court nominieren.

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    Schon 2018 ernannte Trump einen umstrittenen konservativen Richter für das Oberste Gericht. Brett Kavanaugh ist vor allem als Gegner legaler Schwangerschaftsabbrüche bekannt, außerdem wurden ihm sexuelle Übergriffe von Frauen vorgeworfen. Ruth Bader Ginsburg ist in wohl fast jeder Hinsicht das genaue Gegenteil eines von Trump ernannten Richters. Sie wurde 1993 von Bill Clinton in den Supreme Court berufen, als erst zweite Frau überhaupt in diesem Amt.

    Sie gilt als Vorreiterin für Frauenrechte. Und Ginsburg saß auch im Court, als 2013 die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert wurde. In den 1970er-Jahren hatte sie bereits Urteile zur Gleichstellung der Geschlechter erstritten. Unter den Demokraten gilt sie längst als kämpferische Ikone.

    Richter des Supreme Court werden auf Lebenszeit eingesetzt – oder bleiben, bis sie gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage sind. Egal wie lange Bader Ginsburg jedoch wirklich noch in ihrem Amt bleibt: Aus den Köpfen der Menschen in Amerika und der Welt wird sie so schnell nicht verschwinden. Über die Richterin wurde bereits eine Dokumentation gedreht, die 2018 erschien – und sogar für zwei Oscars nominiert wurde. Ihr selbst scheint es ohnehin ein Anliegen zu sein, möglichst lange im Job bleiben zu können. Fit genug fühlt sie sich: „Ich bin in der Lage“, sagt Ruth Bader Ginsburg, „eine aktive Tagesroutine zu haben.“

    Mehr: Donald Trump kann die Machtverhältnisse am Supreme Court auf den Kopf stellen.

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