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Saakaschwili vs. Poroschenko Partnerkrieg in Kiew

Der frühere georgische Präsident Michail Saakaschwili wurde zunächst auf dem Dach eines Hauses in Kiew festgenommen. Anschließend befreiten ihn seine Anhänger. Der Machtkampf in der Ukraine eskaliert.
05.12.2017 - 19:48 Uhr Kommentieren
Der ehemalige georgische Präsident und jetzige ukrainische Oppositionspolitiker nach seiner Befreiung aus einem Gefangenentransporter durch Demonstranten. Quelle: dpa
Michail Saakaschwili

Der ehemalige georgische Präsident und jetzige ukrainische Oppositionspolitiker nach seiner Befreiung aus einem Gefangenentransporter durch Demonstranten.

(Foto: dpa)

Moskau Der Machtkampf zwischen Petro Poroschenko und seinem einstigen Mitstreiter Michail Saakaschwili ist eskaliert: Am Dienstag stürmten Beamte der Sondereinheit „Alfa“ die Kiewer Wohnung des georgischen Ex-Präsidenten.

Saakaschwili flüchtete auf das Dach, wo er von der Polizei festgenommen wurde. Generalstaatsanwalt Juri Luzenko erklärte, Saakaschwili habe im Auftrag von Ex-Präsident Viktor Janukowitsch einen Staatsstreich versucht. Aus Audio- und Videoaufzeichnungen gehe hervor, dass er dafür vom Geschäftsmann Sergej Kurtschenko 500.000 Dollar bekommen habe, sagte Luzenko.

Saakaschwili nannte die Anschuldigungen „Fake“. Seine Anhänger boxten ihn wieder aus der misslichen Lage – im wahrsten Sinne des Wortes. Als die Polizei Saakaschwili abtransportieren wollte, schlugen sie die Türen des Streifenwagens ein und befreiten ihren Anführer. Saakaschwili forderte nun Poroschenkos Amtsenthebung und leitete eine Demonstration vor das Parlament. Die Protestler haben Ausdauer. Sie bauten Barrikaden; ein Zeltlager steht ohnehin seit geraumer Zeit wieder auf dem Maidan.

Das Kräftemessen ist nur vorläufiger Höhepunkt des Konflikts zwischen den beiden Ex-Partnern. 2015 als Gouverneur in Odessa eingesetzt, hielt sich Saakaschwili nur etwas mehr als ein Jahr auf dem Posten. Bei seinem Rücktritt kritisierte er die anhaltende Korruption in der Ukraine und gründete eine neue Protestbewegung. Trotz Entzugs der Staatsbürgerschaft gelang Saakaschwili im September die Rückkehr in die Ukraine – auch da mittels Gewalt. Nun droht diese in Kiew weiter zu eskalieren.

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