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Salisbury Ex-Spion Skripal wurde laut Ermittlungen wohl zuhause vergiftet

Der ehemalige russische Agent und seine Tochter sind offenbar an ihrer Haustüre mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt gekommen.
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„Höchste Gift-Konzentration" – Hier soll es passiert sein

London/Washington Nach dem Giftanschlag von Salisbury geht es der Tochter des russischen Ex-Spions Sergej Skripal dem Krankenhaus zufolge besser. Julia Skripal befinde sich nicht mehr in einem kritischen Zustand, teilte die behandelnde Klinik am Donnerstag mit. Die Patientin spreche gut auf die Behandlung an und erhole sich rasch. Der Zustand ihres Vaters sei weiter kritisch, aber stabil.

Sergej Skripal und seine Tochter sind offenbar an ihrem Londoner Wohnsitz vergiftet worden. Laut Erkenntnissen britischer Ermittler sind die beiden wahrscheinlich an der Eingangstür ihres Hauses mit dem Nervengift Nowitschok in Berührung gekommen.

Polizeikommissar Dean Haydon sagte am Mittwoch, dass die höchste Konzentration des Gifts dort gefunden wurde. Die Ermittler konzentrierten ihre Arbeit deshalb jetzt auf den Wohnsitz und dessen Umfeld.

Bislang hatten sich die Behörden nicht dazu geäußert, wo die Skripals vergiftet worden sein könnten. Untersucht wurden unter anderem ein Pub, ein Restaurant und ein Friedhof in Salisbury. Laut einer Verwandten haben Vater und Tochter nur eine sehr geringe Überlebenschance.

Großbritannien macht Russland für den Anschlag mit dem noch in der Sowjetunion entwickelten Gift verantwortlich. Als Reaktion haben neben der Insel mehr als 20 weitere westliche Staaten und die Nato in einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion über 140 russische Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen. Darunter auch Deutschland. Allein die USA schickten 60 russische Geheimdienstleute zurück in ihr Land.

Die britische Premierministerin Theresa May begrüßte am Mittwoch in einem Gespräch mit US-Präsident Donald die Aktion der Amerikaner. „Die Premierministerin hat betont, dass die USA eine sehr starke Antwort gegeben hätten und dass sie die breite internationale Antwort von 26 Staaten begrüße“, teilte die Downing Street in London mit. Das Weiße Haus bestätigte das Gespräch ebenfalls.

Den Angaben aus Washington zufolge gaben beide Politiker als wichtiges Ziel aus, „russische Spionagenetzwerke“ in den USA und Großbritannien zu zerschlagen, „um geheime russische Aktivitäten einzudämmen und weitere Angriffe mit Chemiewaffen auf dem Boden beider Staaten zu verhindern“.

Moskau bestreitet jede Verwicklung in den Anschlag und will „zur rechten Zeit“ auf die ausgewiesenen Diplomaten reagieren.

Der Handelsblatt Expertencall
  • ap
  • dpa
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