Sanktionen gegen Russland Wie der Westen Putin treffen kann

Die EU-Außenminister haben über neue Sanktionen gegen Russland beraten, denn bisher lässt sich Wladimir Putin von den Handelssanktionen wenig beeindrucken. Doch mit einem Mittel könnte der Westen den Kreml hart treffen.
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Der Westen hat noch ein Mittel parat, mit dem er Kreml-Chef Putin unter Druck setzen könnte. Quelle: ap
Russlands Kreml-Chef Wladimir Putin zeigt sich wenig beeindruckt

Der Westen hat noch ein Mittel parat, mit dem er Kreml-Chef Putin unter Druck setzen könnte.

(Foto: ap)

StockholmEs ist keine angenehme Lektüre für Russlands Politiker: Der Bericht des CMASF, des russischen Think Tanks Center for Macroeconomic Analysis and Short-Term Forecasting, malt ein düsteres Bild des russischen Bankensektors. Ein Fünftel aller Banken des Landes könnte in diesem Jahr aufgrund fauler Kredite und eines rekordschwachen Rubels kollabieren. Die Auswirkungen der vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen wegen der Krim-Annexion und der weiteren Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine treffen das Land hart. Vor allem die Banken leiden unter der Rubelkrise, haben sie doch rund 134 Milliarden an Dollar-Schulden angehäuft – ein Betrag, der bei einem weiteren Rubel-Fall immer weiter steigt.

Die französische Bank BNP Paribas hat ausgerechnet, dass die russische Regierung den Banken eine Finanzspritze von mehr als 40 Milliarden Dollar verpassen muss, um einen Zusammenbruch zu vermeiden. Das ist immerhin rund ein Fünftel der geplanten Haushaltsausgaben in diesem Jahr.

Und es könnte noch deutlich schlimmer kommen: Denn seit dem erneuten Aufflammen von schweren Kämpfen zwischen den von Moskau unterstützten prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee in der Ostukraine spricht die Europäische Union erstmals seit längerer Zeit wieder offen über eine Ausweitung der Sanktionen. Da die bisher verhängten Handelssanktionen den Kreml nicht zu einem Einlenken bewegt haben, wird möglicherweise der ursprünglich von Großbritannien aufgebrachte Vorschlag nach einem Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen Zahlungssystem Swift aufgegriffen.

Das System der „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“, kurz Swift, sorgt dafür, dass Banken schnell und unkompliziert Überweisungen und andere finanzielle Transaktionen, aber auch Kontostände über Landesgrenzen hinaus elektronisch übermitteln können. Mehr als 10.000 Banken, Unternehmen und Institutionen in 210 Ländern sind in dem Kommunikationsnetz zusammengeschlossen. Wird ein Land aus dem System des in Belgien ansässigen Unternehmens ausgeschlossen, können dessen Banken finanzielle Transaktionen nicht mehr verfolgen.

„Nach meiner persönlichen Ansicht würde es Krieg bedeuten, wenn diese Art von Sanktionen eingeführt würde“, erklärte Andrej Kostin, Chef der russischen VTB-Bank, vor kurzem in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

Ein Ausschluss von Swift käme einer Isolierung gleich
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67 Kommentare zu "Sanktionen gegen Russland: Wie der Westen Putin treffen kann"

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  • Naja, jeder der Putin was schlechtes will, wird bald sehen was der eigentliche Sinn des aktuellen weltweiten Chaos ist! Der Westen und seine Lebensart sind eben nicht Arterhaltend! Alle die jetzt noch wie die Maden im Speck sitzen, lasst euch eins gesagt sein: Die Ukraine will vielleicht den westlichen Standard, nur jedes BRICS-Land und 3.Weltland weiss wo das Problem liegt. In der westlichen Lebensart. Wir müssen runter, da 7 Mrd. Menschen unsere Lebenssweise wahrscheinlich nicht mal 20 Jahre überleben. Also Ihr Maden im Speck, ihr werdet verlieren, entweder aufgrund des fehlenden Arterhaltungstrieb, dann wird der Mensch sich selbst vernichten oder aber Ihr verliert euren Reichtum. Dann möchte ich aber nicht wissen, was die, die Ihr ausgebeutet habt mit euch machen werden. Viel Spass, der Westen wird verlieren so oder so.

  • Ich hätte da mal eine Frage ! Wer ist eigentlich dieser... “Westen“ ?

  • Wenn sich zwei streiten, lacht der Dritte. Besonders dann, wenn er den Streit angezettelt hat.

  • Wenn Putins verbrecherische Bande dort angekommen ist wo Putin seine Gegner hinzuschicken pflegt, dann kann der Umgang mit Russland wieder freundlicher werden.

  • @Frau Andrea Merker
    Dass man käuflich ist, überrascht mich nicht wirklich und "Putin Troll" braucht man nicht zu werden, man ist es schon. Judas weiß schon, wo er seine dreißig Silberstücken abholen muss. Und die hysterischen Antworten bestätigen nur, dass man mit den kremltreuen Troll-Adepten recht hat.

  • Putin ist eine Gefahr für uns alle in Russland

  • Jetzt hatte ich gerade in Erwägung gezogen das Handelsblatt als noch relativ objektives Qualitätsmedium zu abonnieren, nachdem die FAZ die letzte Ausgewogenheitsprüfung nicht mehr bestanden hatte... Warum muss es denn jetzt schon wieder darum gehen Putin zu treffen? Die russischen Politiker machen im Wesentlichen doch auch nichts anderes als wir bzw. unsere "Schutzmacht" in einem vergleichbaren Fall machen würden. Wollen WIR wirklich jetzt wissen wo seine Schmerzgrenze liegt? Und können und wollen wir das dann auch wirklich aushalten wenn er dann endlich die Nase voll hat? Wofur soll das denn gut sein ?

  • Könnte das "wollen" auch nur von den korrupten Nutznießern eines westlichen Einflusses herstammen?

    Wem gehört eigentlich die Presse in der West-Ukranie?

  • @Herr Otto Pankrath
    Sie sollten mal das Buch von Herrn "Zbineniew Brzezinski" "Die einzige Weltmacht" lesen.
    Vielleicht geht ihnen dann ein Licht auf warum die Situation heute so ist wie sie ist.
    Sie würden schnell ihres Irrglaubens beraubt.
    Nicht immer nur das nach plappern was einem vor gekaut wurde.
    Auch einfach mal die Blödzeitung ab bestellen, schadet wirklich und ist nicht geeignet für Bildung.

  • @Joker
    Also mir fällt immer wieder auf, wie viel einfach denkende Menschen es doch gibt oder sind es doch nur Träumer ?
    Träume weiter deinen AMI Traum > Gott erhalte deine einfache "Denke".

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