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Sanktionen gegen Russland Wirtschaft kritisiert Kurs Deutschlands und der EU

Die Wirtschaft ist enttäuscht, dass die Sanktionen gegen Russland um sechs Monate verlängert wurden. Russland habe Signale der Deeskalation gesandt, Deutschland und die EU hätten aber nicht ausreichend debattiert.
29.12.2015 - 02:12 Uhr
Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, bemängelt die ausgebliebene Diskussion vor der Verlängerung der Sanktionen gegen Russland. (Archivbild) Quelle: dpa
Eckhard Cordes

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, bemängelt die ausgebliebene Diskussion vor der Verlängerung der Sanktionen gegen Russland. (Archivbild)

(Foto: dpa)

Berlin Die deutsche Wirtschaft kritisiert die Sanktionspolitik von Bundesregierung und Europäischer Union gegenüber Russland. Die Art und Weise, wie die Sanktionen ohne große Debatte um sechs Monate verlängert worden seien, sei enttäuschend, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag. Nachdem die russische Regierung in den vergangenen Monaten Signale der Deeskalation ausgesandt habe, hätte die Wirtschaft sich "von den EU-Regierungschefs deutlich mehr Mut gewünscht, auf Russland zuzugehen", kritisierte Cordes. Damit werde erneut die Chance verpasst, "wieder zu einer positiven Dynamik in den gegenseitigen Beziehungen zu kommen."

Die Europäische Union hatte die Sanktionen gegen Russland vor Weihnachten um weitere sechs Monate verlängert. Die im Zuge der Ukraine-Krise verhängten Strafmaßnahmen gegen Russland wären ohne den Ratsbeschluss Ende Januar ausgelaufen.

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