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Sanktionen Iran bestreitet Stopp von Ölausfuhren

Iran hat den Stopp von Ölausfuhren an mehrere EU-Länder bestritten. Bisher treffe dies nur Frankreich und Großbritannien, erklärte Ölminister Ghassemi. Allerdings: Schon jetzt wollen viele Länder kein iranisches Öl mehr.
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Ein iranischer Wachmann vor dem Komplex Mahshahr in Iran. Quelle: dpa

Ein iranischer Wachmann vor dem Komplex Mahshahr in Iran.

(Foto: dpa)

Teheran Der Iran hat den Stopp von Ölausfuhren nach Deutschland, Griechenland und Spanien bestritten. Ölminister Rostam Ghassemi sagte am Donnerstag vor Journalisten in Teheran, sein Land liefere Öl an ganz Europa - mit Ausnahme von Frankreich und Großbritannien. Wenn die Europäische Union ihre Ölsanktionen jedoch nicht zurücknehme, werde der Iran ihr kein Öl mehr verkaufen.

Die englisch- und arabischsprachigen staatlichen Fernsehsender Press-TV und Al-Alam hatten vergangene Woche gemeldet, der im Februar angekündigte Lieferstopp für Rohöl an Frankreich und Großbritannien sei auf Deutschland, Griechenland und Spanien ausgeweitet worden.

Die EU-Staaten hatten im Januar wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms beschlossen, schrittweise bis zum 1. Juli ein Ölembargo gegen den Iran durchzusetzen. Daraufhin hatte Teheran seinerseits einen Lieferstopp angekündigt. Innerhalb der EU waren Italien, Spanien und Griechenland die größten Abnehmer von iranischem Rohöl. Im Zusammenhang mit dem geplanten Embargo haben viele EU-Staaten ihre Öleinfuhren aus dem Iran aber bereits seit einiger Zeit massiv heruntergefahren. 2011 machten die Ölexporte nach Europa noch rund ein Fünftel der iranischen Ausfuhren aus.

Der Anteil iranischen Öls an den deutschen Importen ist gering. Im vergangenen Jahr bezog Deutschland nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen (BAFA) 821.000 Tonnen Rohöl aus dem Iran, das waren 0,9 Prozent der Gesamteinfuhren.

Im Dezember 2011 lag der Anteil demnach sogar nur noch bei 0,6 Prozent, im Januar/Februar bei gerade einmal 0,2 Prozent.

  • afp
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