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Sanktionsstreit Iran fordert sofortige Tanker-Freigabe – Großbritannien schickt Kriegsschiff

Großbritannien hält einen iranischen Tanker vor Gibraltar fest. Die Führung in Teheran fordert die Freigabe. Das antwortet mit der Sendung eines Kriegsschiffes.
Update: 12.07.2019 - 14:42 Uhr Kommentieren
Die britische Marine hatte die „Grace 1“ am Donnerstag vergangener Woche vor der Küste von Gibraltar festgesetzt. Quelle: dpa
Iranischer Supertanker „Grace 1“

Die britische Marine hatte die „Grace 1“ am Donnerstag vergangener Woche vor der Küste von Gibraltar festgesetzt.

(Foto: dpa)

Dubai Die Führung in Teheran verlangt von Großbritannien die sofortige Freigabe des vor Gibraltar festgesetzten iranischen Tankers. „Das ist ein gefährliches Spiel und hat Konsequenzen“, sagte der Sprecher des Teheraner Außenministeriums, Abbas Mussawi, am Freitag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Die angeführten juristischen Gründe für die Festsetzung seien vorgeschoben und nicht gerechtfertigt.

„Die Freigabe des Tankers ist im Interesse aller Länder.“ Die britische Marine hatte die „Grace 1“ am Donnerstag vergangener Woche vor dem britischen Überseegebiet an der Südspitze Spaniens festgesetzt. Der Tanker habe 2,1 Millionen Barrel leichtes Rohöl an Bord gehabt, sagte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo am Freitag vor dem Parlament.

Wer den Supertanker und dessen Fracht für sich beanspruche, könne das vor Gericht tun. Das Schiff und seine Ladung verstießen vermutlich gegen Sanktionen der Europäischen Union gegen die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, erklärte Picardo.

Großbritannien hat auf die iranische Drohung reagiert und ein Kriegsschiff in den Persischen Golf geschickt. Der Zerstörer „HMS Duncan“ solle dort die Fregatte „HMS Montrose“ ablösen, die für bereits länger geplante Wartungsarbeiten außer Dienst genommen werde, teilte die britische Regierung am Freitag mit.

Der Zerstörer werde eine kontinuierliche Präsenz zur Wahrung des freien Schiffsverkehrs aufrechterhalten. Nach britischer Darstellung hatte die Fregatte „HMS Montrose“ am Donnerstag einen Überfall iranischer Schnellboote auf einen britischen Tanker verhindert, was Iran jedoch zurückwies.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt erklärte, Großbritannien wolle eine Eskalation vermeiden. Weder Großbritannien noch seine Verbündeten wollten einen Konflikt. Es gelte, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Der Iran hat bereits mehrfach mit Gegenmaßnahmen gedroht. Am Donnerstag wies die Führung in Teheran Vorwürfe Großbritanniens zurück, nach denen Mitglieder ihrer Revolutionsgarden einen britischen Öltanker an der Passage durch die Straße von Hormus behindern wollten.

Die Wasserstraße im Persischen Golf ist einer der wichtigsten Schifffahrtswege weltweit. Die Vorfälle um die Tanker tragen zu den Spannungen rund um die Uran-Produktion des Iran und das auf der Kippe stehende Atomabkommen bei.

Mehr: Im östlichen Mittelmeer boomt die Suche nach Erdgas. Die Türkei fürchtet, leer auszugehen – und setzt auf Konfrontation mit Zypern und Griechenland.

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