Sarkozy und Holland Bis dass der Tod uns verbindet

Die Widersacher vereint: Nicolas Sarkozy darf Francois Hollande nach Südafrika zur Trauerfeier für Mandela begleiten. Das bringt den Ex-Präsident zurück unter die Großen. Allzu nahe kommen sich beide dennoch nicht.
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Zwei, die sich nicht leiden können: Nicolas Sarkozy und Francois Hollande in Paris. Quelle: dpa

Zwei, die sich nicht leiden können: Nicolas Sarkozy und Francois Hollande in Paris.

(Foto: dpa)

ParisEr hat es geschafft: Sarko ist zurück im Rampenlicht, tummelt sich auf dem Parkett der großen Entscheider dieser Welt: in der Präsidentenklasse. Bei der Trauerfeier für Nelson Mandela wird er gemeinsam mit Francois Hollande Frankreich vertreten. Kleiner Wermutstropfen: Das Comeback ist nur für einen Tag. Und Sarko hat lediglich die Rolle des Ex. Aber das schmälert den Glanz nur ein wenig. Beim Empfang wird er dabei sein. Auf den Bildern wird man ihn sehen. Angela kommt zwar nicht, aber Barack, es wird ein wenig sein wie früher. Und schließlich trägt er ja kein Schild um den Hals: „Begleitperson, gehöre nicht mehr dazu“.

Der Anruf aus dem Elysée kam am vergangenen Samstag. Völlig überraschend meldete sich Pierre-René Lemas in Sarkozys Büro und teilte mit, der Präsident würde den Ex gerne einladen, mit ihm nach Südafrika zu fliegen. Was in anderen Ländern selbstverständlich wäre, ist für Frankreich eine kleine Sensation. Denn das Verhältnis der beiden ist zerrüttet.

Bei der Amtsübergabe im Mai 2012 hatte Hollande seinen Vorgänger nicht einmal bis zum Auto begleitet und auf der Treppe verabschiedet, wie einen x-beliebigen Besucher, der sich aus dem Staube machen muss. Die Konservativen schäumten vor Wut und sprachen von beispielloser Stillosigkeit. Bis der Hintergrund heraus kam: Bei einem Gespräch unter vier Augen hatte Sarkozy seinem Nachfolger eröffnet, dass er alle Post vernichtet habe, die bereits für ihn eingetroffen sei.

Später machte Hollande auch in der Öffentlichkeit Witze über seinen Vorgänger. Bei einem Ausstellungsbesuch fragte er ein Kind, das ihn begeistert begrüßte, welche Politiker es denn noch kenne. „Nicolas Sarkozy“ sagte das Mädchen, und Hollande antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Nun meine Kleine, den wirst Du wohl nicht mehr wiedersehen.“

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1 Kommentar zu "Sarkozy und Holland: Bis dass der Tod uns verbindet "

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  • " Das bringt den Ex-Präsident zurück unter die Großen."


    in wahrsten Sinne des Wortes

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