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Saudi-Arabien und Katar Mission im Morgenland

Außenminister Gabriel reist in die Golfregion inmitten einer heftigen Krise zwischen vier arabischen Staaten unter Führung Saudi-Arabiens und Katar. Ein Ultimatum gegen das Emirat ist um zwei Tage verlängert, doch ein Einlenken nicht in Sicht.
03.07.2017 Update: 03.07.2017 - 08:03 Uhr 2 Kommentare
Der Bundesaußenminister reist auf die Arabische Halbinsel – auch nach Katar. Quelle: dpa
Sigmar Gabriel am Flughafen Tegel

Der Bundesaußenminister reist auf die Arabische Halbinsel – auch nach Katar.

(Foto: dpa)

Dubai Inmitten der Katar-Krise besucht Außenminister Sigmar Gabriel für drei Tage die Golf-Region. Zuerst geht es am Montag nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die beiden Länder zählen zu den vier arabischen Staaten, die die diplomatischen Beziehungen zu dem kleinen, aber sehr reichen Emirat abgebrochen und die Grenzen geschlossen haben.

Am Dienstag besucht Gabriel Katar selbst und am Mittwoch dann Kuwait, das in der Krise vermittelt und am frühen Montagmorgen die Verlängerung eines Ultimatums der vier Nachbarn um 48 Stunden erreichte. Die Staaten um Saudi-Arabien werfen Katar Förderung des islamischen Extremismus vor und haben 13 Forderungen gestellt, darunter die Schließung des TV-Kanals Al Dschasira und das Zurückfahren der diplomatischen Beziehungen zum Iran. Auch türkische Soldaten sollen den Wüstenstaat verlassen.

Katar hat die Forderungen bislang zurückgewiesen. Nach Auslaufen des Ultimatums sind daher neue Sanktionen möglich. Gabriel will sich bei seiner Reise neutral verhalten. „Wir ergreifen nicht Partei“, sagte er vor seiner Abreise. „Aber: Der Konflikt am Golf geht nicht nur die an, die dort miteinander im Zwist liegen, sondern betrifft auch uns und unsere Interessen.“

Das gelte für den Kampf gegen IS, aber auch für die Stabilität einer Region, die von Krisen, Spannungen und Krieg schwer gezeichnet sei. „Wir unterstützen mit Nachdruck die Vermittlungsbemühungen des Emirs von Kuwait. Denn was es jetzt braucht, ist ein ernsthafter Dialog zwischen den Beteiligten, um konstruktive Lösungsansätze durch Verhandlungen zu entwickeln“, betonte Gabriel.

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    Um die Verlängerung des Ultimatums gegen Katar hatte der in der Krise vermittelnde Emir von Kuwait gebeten, hieß es am Montagmorgen in einer gemeinsam von Bahrain, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten veröffentlichten Stellungnahme. Die neue Frist würde damit am späten Dienstag oder am frühen Mittwochmorgen auslaufen, wie aus der Mitteilung der arabischen Länder herzuleiten war.

    Katar zeigt sich extrem selbstbewusst
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    2 Kommentare zu "Saudi-Arabien und Katar: Mission im Morgenland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In der Vergangenheit (2006 - 2010) schien es mir, dass die Golfstaaten einigermassen gedeihlich zusammenarbeiten.

      Beispielsweise hatte man ein relativ stabiles gemeinsames Stromnetz geschaffen. Mit den 4 neuen, umweltfreundlichen Kernkraftwerken in Abu Dhabi hätte dies noch an Stabilität gewinnen können. Auch eine Verbindung zum ägyptischen Netz war geplant (realisiert?).

      Es ist schade wenn sich die Länder der arabischen Halbinsel jetzt zerstreiten.

    • Das neue Junggesellen Leben, scheint Gabriel immer mehr zu gefallen. Obwohl er in Katar nicht viel erreichen kannn , möchte er mit den großen Player mitspielen. Die Türken die regelmässig Deutschlands Bürger zeigen, dass sie nur Hilflose Politiker
      in Berlin haben , werden nicht aus Katar abziehen. Sie unterstützen die Muslimbrüder wie auch weiterhin die IS und das Ziel ein neues Osmanisches Reich unter ihrer Führung. Dafür schützen sie Katar und wenn es zum Krieg kommt , dann
      wird hoffentlich die Nato nicht angegriffen, auch wenn das die Türken so sehen.

      Die WM in Katar wird auch interessant. Katar und die Türken die also alle gefährlichen Terrororganisationen unterstützen und schützen , sitzen alle mit auf den Rängen.

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