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Saudi-Arabien Wirtschaftsreformen sollen Ölpreisverfall auffangen

Der Ölpreissturz belastet die Staatskasse von Saudi-Arabien schwer. Das jährliche Haushaltsdefizit beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar. Nun will sich das weltgrößte Erdölexportland unabhängiger machen.
23.12.2015 - 15:28 Uhr
Das jährliche Haushaltsdefizit Saudi-Arabiens beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
König Salman

Das jährliche Haushaltsdefizit Saudi-Arabiens beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

Riad Als Reaktion auf den Ölpreisverfall plant Saudi-Arabien Wirtschaftsreformen. Das weltgrößte Erdölexportland wolle sich unabhängiger von dem Rohstoff machen, sagte König Salman am Mittwoch. Dazu sollten die staatlichen Einnahmequellen auf eine breitere Basis gestellt werden. Zudem sollten Investitionen einheimischer und ausländischer Unternehmen erleichtert und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gefördert werden. Konkrete Vorhaben nannte der König nicht.

Die Einzelheiten dürfte sein Sohn, Vize-Kronprinz Mohammed bin Salman, im Januar vorstellen. Wie von Insidern kürzlich verlautete, sind neben einer strengeren Ausgabenpolitik auch Privatisierungen geplant. Auch könnten Steuern, wie etwa auf Tabakimporte, erhöht werden. Derzeit sorgt nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) das Erdöl-Geschäft für 80 Prozent der Staatseinnahmen.

Der Ölpreissturz belastet allerdings die Staatskasse schwer. Das jährliche Haushaltsdefizit beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar. Ein Überangebot wegen geringerer Nachfrage im Zuge der mauen Weltkonjunktur und des Fracking-Förderbooms in den USA ließ den Ölpreis zuletzt auf den tiefsten Stand seit elf Jahren sinken. Die Probleme sind aber auch hausgemacht: Denn Saudi-Arabien und andere Länder des Förderkartells Opec fluten den Weltmarkt weiter mit Öl. Damit wollen sie Konkurrenten mit höheren Förderkosten – vor allem die Schieferöl-Produzenten aus den USA – aus dem Markt drängen.

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