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Schärferes Klimaziel 2030 Großbritannien will Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen

Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt für dieses Jahrzehnt eine Reduzierung der Emissionen um mindestens 68 Prozent an. Das Ziel ist eines der höchsten weltweit.
03.12.2020 - 23:30 Uhr 1 Kommentar
Die Klimaziele des britischen Premiers setzen die EU unter Zugzwang. Quelle: AFP
Boris Johnson im britischen Unterhaus

Die Klimaziele des britischen Premiers setzen die EU unter Zugzwang.

(Foto: AFP)

Berlin Noch sind es nur Ankündigungen, aber die sind ehrgeizig: Großbritannien will bis Ende 2030 seine klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um mindestens 68 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren und damit eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen.

Großbritannien verpflichte sich, die Emissionen so schnell wie keine andere große Volkswirtschaft zu reduzieren, heißt es in einer Mitteilung der britischen Regierung am Donnerstag. Zuletzt lag der Anteil der Briten am EU-Klimaziel für 2030 bei 53 Prozent. Durch den Austritt der Briten aus der EU verfolgt das Land jetzt eigene Ziele. 

Die britische Ankündigung erfolgt im Vorfeld des EU-Gipfels in der kommenden Woche, auf dem sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf ein neues Klimaziel einigen wollen. Im Gespräch ist eine Verschärfung des Klimaziels für 2030 im Vergleich zu 1990 von heute 40 auf 55 Prozent. Bis Mitte des Jahrhunderts will die EU als erster Kontinent der Welt klimaneutral wirtschaften. Dazu hatte sich Großbritannien bereits 2019 bekannt.

Am 12. Dezember, dem Jahrestag des Pariser Klimaabkommens, findet zudem ein globaler Klimagipfel statt, den Großbritannien gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, ausrichtet.

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    Vor fünf Jahren, am 12. Dezember 2015, hatte sich die Weltgemeinschaft in der französischen Hauptstadt darauf geeinigt, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius – besser 1,5 Grad – im Vergleich zu 1990 begrenzen zu wollen. Derzeit ist allerdings kein Land auf diesem Kurs.

    Als Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow im kommenden Jahr will der konservative Premierminister Boris Johnson nun offenbar mit gutem Beispiel vorangehen. Er sprach am Donnerstag von einer „globalen Anstrengung“. Großbritannien werde deswegen die Staats- und Regierungschefs nächste Woche dazu drängen, „eigene ehrgeizige Pläne zur Senkung der Emissionen vorzulegen“. Erst Mitte November hatte Johnson angekündigt, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2030 verbieten zu wollen

    Das neue Klimaziel folge dem Zehn-Punkte-Plan des Premierministers für eine „grüne industrielle Revolution“, der bis 2030 bis zu 250.000 britische Arbeitsplätze schaffen soll, hieß es jetzt.

    Die „Netto-Null“ soll bis 2050 kommen

    Alok Sharma, Minister für Wirtschaft und Energie sowie Präsident der COP26, erklärte die Bekämpfung des Klimawandels zu einer der „dringendsten gemeinsamen Anstrengungen unseres Lebens“. Es seien „mutige Maßnahmen“ erforderlich, um eine „katastrophale globale Erwärmung zu verhindern“. Bis 2050 will Großbritannien seine Emissionen auf Netto-Null reduzieren. Das bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt noch ausgestoßene Emissionen aus der Atmosphäre entfernt werden müssen, entweder durch natürliche Kohlenstoffsenken wie Wälder oder durch den Einsatz von Technik.

    Umweltexperten lobten die Ankündigung, auch wenn sie noch mit weiteren konkreten Plänen zu untermauern seien. „Großbritannien hat die Gelegenheit ergriffen, unmissverständlich die Marschrichtung vorzugeben, und inspiriert hoffentlich andere Länder, ehrgeizige Klimaziele zu setzen, um die 1,5-Grad-Lücke zu schließen“, sagte Nick Mabey, Chef des Thinktanks E3G. Ein Scheitern der EU kommende Woche wäre international äußerst peinlich und ein ziemlicher Rückschlag für die Bestrebungen der EU nach ihrem Green Deal, sagte er weiter.

    Die internationale Aufmerksamkeit richte sich nun auf die Vereinigten Staaten, China und andere große Volkswirtschaften, um bis zur nächsten Klimakonferenz ähnlich ehrgeizige Schritte zu unternehmen, erklärte die französische Ökonomin Laurence Tubiana, Verhandlungsführerin bei der Klimakonferenz 2015 in Paris. Heute leitet sie die European Climate Foundation, eine internationale Stiftung mit dem Ziel, eine Klima- und Energiepolitik zu fördern, die die europäischen Treibhausgasemissionen deutlich senkt. 

    Mehr:Gift für die Wirtschaft“ – Union warnt vor zu hohen Klimazielen.

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    1 Kommentar zu "Schärferes Klimaziel 2030: Großbritannien will Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen"

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