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Schicksalswahl in Italien Ein gespaltenes Land

Am Sonntag stimmt Italien über eine Verfassungsreform ab. Matteo Renzi droht eine Niederlage, dem Land eine schmerzliche Neuwahl – und Europa ein weiteres Erstarken rechter Populisten. Die Wirtschaft ist alarmiert.
30.11.2016 - 08:00 Uhr
Die Stimmung in der Hauptstadt ist vor dem Verfassungsreferendum gereizt. Quelle: dpa
Kolosseum in Rom

Die Stimmung in der Hauptstadt ist vor dem Verfassungsreferendum gereizt.

(Foto: dpa)

Rom Eigentlich geht es nur um eine Reform der italienischen Verfassung. Eigentlich. Aber das Referendum am Sonntag spaltet die Bevölkerung des drittgrößten Euro-Landes, weil eben auch über die Zukunft des Landes, ja: Europas abgestimmt wird: „Wer dagegen ist, ist gegen Italien“, verschärft Premier Matteo Renzi den Ton. Doch obwohl beide Parlamentskammern die Reform verabschiedet haben, wird die Bevölkerung sie laut Umfragen womöglich ablehnen – und damit auch gegen ihren jungen Premier votieren. Renzi hatte im Fall eines „Neins“ bereits mit seinem Rücktritt gedroht.

Mit der Verfassungsreform will Renzi seine Umbaustrategie absichern, die zuletzt ins Stocken geraten ist. Ziele sind schlankere Strukturen, schnellere Entscheidungen und politische Stabilität. Italiens Wirtschaft stagniert, das Land hat hohe Schulden und kämpft mit einer Krise des Bankensektors.

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