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Schiffbruch vor Libyen Knapp hundert Flüchtlinge vermisst

Die Küstenwache Libyens meldet, 23 Schiffbrüchige gerettet zu haben. Weitere 97 Menschen wurde nicht gefunden. Ihr Boot war auseinandergebrochen.
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Viele Boote, die von Libyen starten, sind nicht seetüchtig. Quelle: AP
Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

Viele Boote, die von Libyen starten, sind nicht seetüchtig.

(Foto: AP)

KairoVor der Küste Libyens werden 97 Menschen vermisst. Ihr Flüchtlingsboot sei auseinandergefallen, teilte die libysche Küstenwache am Donnerstag mit. Das Boot habe einen Notruf abgesetzt, sagte Sprecher Ajub Gassim. Etwa zehn Kilometer vor der Küste seien 23 Menschen gerettet worden. Unter den Vermissten seien 15 Frauen und fünf Kinder.

Libyen gilt als eines der Hauptdurchgangsländer für Menschen, die auf der Flucht vor Armut, Hunger und Krieg aus Afrika nach Europa wollen. Schlepper setzen sie in oft kaum seetüchtige Boote, die sie dann meist nach Sizilien oder Malta bringen sollen. Viele Schiffe verunglücken jedoch. Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex kamen im vergangenen Jahr mindestens 4597 Menschen ums Leben. Die tatsächliche Zahl könne wesentlich höher sein.

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