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Schlafkabine im Flugzeug Netanjahu und das Luxus-Bett

Wie man sich bettet, so ruht man. Im Falle des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu heißt das: unruhige Nächte. Denn eine spezielle Schlafkabine für Auslandsreisen war so teuer, dass ein Aufschrei durchs Land geht.
12.05.2013 - 18:16 Uhr
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss sich für eine teure Schlafstätte rechtfertigen. Quelle: dpa

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu muss sich für eine teure Schlafstätte rechtfertigen.

(Foto: dpa)

Jerusalem Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich für eine Dienstreise ein maßgefertigtes Bett in seinem Flugzeug installieren lassen und damit den Unmut seiner Landsleute auf sich gezogen. Der Fernsehsender Channel 10 berichtete, Netanjahu habe für eine spezielle Schlafkabine auf einem fünfstündigen Flug nach London 127 000 Dollar (etwa 98 000 Euro) an staatlichen Mitteln ausgegeben. Aus Kreisen des Ministerpräsidenten verlautete am Samstagabend, Netanjahu sei sich der Kosten nicht bewusst gewesen. Nachdem er darüber aufgeklärt worden sei, habe er aber angeordnet, das Bett auf künftigen Flügen nicht mehr einzusetzen.

Netanjahu hatte sich das Bett vergangenen Monat für seine Reise zur Trauerfeier für die verstorbene britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher installieren lassen. Sein Büro hatte die Entscheidung zunächst verteidigt und erklärt, der Ministerpräsident habe vor seiner Abreise nach London einen vollen Terminkalender gehabt und sich für wichtige Treffen in Großbritannien erholen müssen.

Micky Rosenthal von der oppositionellen Arbeiterpartei kritisierte das Verhalten des Ministerpräsidenten als „skandalös“. Er forderte eine Untersuchung zu der Angelegenheit, wie die Zeitung „Maariv“ am Sonntag berichtete. Die politische Kommentatorin Sima Kadmon schrieb in der Zeitung „Jediot Ahronot“: „Wir dachten, dass uns an Netanjahus persönlichem Verhalten nichts mehr überraschen könnte. Nun, da lagen wir falsch.“

Es ist nicht das erste Mal, dass der israelische Regierungschef mit seinem Hang zu Luxus für Aufsehen sorgt. Nachdem eine israelische Zeitung aufgedeckt hatte, dass Netanjahus Büro jährlich 2700 Dollar für Eiscreme ausgab, verzichtete der Ministerpräsident darauf, Eis von seiner Lieblingseisdiele in Jerusalem zu kaufen.

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    Für Israel kommt die kostspielige Aktion mit dem Flugzeug-Bett zur Unzeit: Die Regierung von Netanjahu bereitet derzeit einen neuen Haushalt vor, um das wachsende Defizit einzudämmen. Der Entwurf dürfte schmerzhafte Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen beinhalten. Mehrere Tausend Menschen gingen am Samstagabend in Tel Aviv und anderen Städten des Landes auf die Straßen, um ihrem Ärger über die drohenden Haushaltskürzungen Luft zu machen.

    • ap
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