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Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre Rückschlag für Waffenhändler Schreiber

Karlheinz Schreiber hat bei seinem Kampf gegen die Auslieferung nach Deutschland einen Rückschlag erlitten: Das höchste Berufungsgericht der kanadischen Provinz Ontario hat die Auslieferung des Waffenhändlers an Deutschland erlaubt. Wie das Gericht in Toronto am Mittwoch mitteilte, lehnte es die Berufung des 71-Jährigen gegen die Auslieferungsentscheidung des kanadischen Justizministeriums vom Oktober 2004 ab. Doch Schreiber gibt sich noch nicht geschlagen.
Karlheinz Schreiber hat den Kampf gegen seine Auslieferung verloren. Foto: ap

Karlheinz Schreiber hat den Kampf gegen seine Auslieferung verloren. Foto: ap

HB TORONTO. Der 71-Jährige will in Kanada nochmals Berufung gegen seine geplante Auslieferung an Deutschland einlegen. Sein Anwalt Edward Greenspan sagte der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“, Schreiber habe ihn angewiesen, sofort ein Berufungsverfahren vor dem dem höchsten Gericht Kanadas, dem Obersten Gericht in der Hauptstadt Ottawa, anzustrengen. Nach Informationen der „Globe and Mail“ wies das Gericht ausdrücklich auf die Möglichkeit einer Berufung am Obersten Gericht des Landes hin.

Die Augsburger Justiz rechnet denn auch nicht mit einer schnellen Auslieferung, da der Rüstungslobbyist noch diese letzte Instanz zur Verfügung habe. „Wir gehen davon aus, dass Schreiber den Supreme Court in Kanada anrufen wird“, sagte der Augsburger Gerichtssprecher. Die Augsburger Justiz sei von den kanadischen Behörden nicht offiziell über das Verfahren informiert worden.

Der Sprecher der Augsburger Staatsanwaltschaft, Thomas Weidt, erklärte, die Entscheidung des Gerichts aus Ontario sei jedoch Anfang der Woche im Internet veröffentlicht worden.

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