Kremlchef Wladimir Putin hat die Abschaffung von Steuerparadiesen gefordert.
Moskau Mit Nachdruck hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem G8-Gipfel in Nordirland die Abschaffung von Steuerparadiesen gefordert. „Es ist kein Geheimnis, dass eben in Offshores sich beträchtliche Summen spekulativen und kriminellen Kapitals ansammeln“, sagte Putin in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview der Staatsagentur Ria Nowosti.
Zudem verringere der Kapitalabfluss in Offshore-Oasen die Steuereinnahmen, wodurch der Verlust der Steuerhoheit drohe. „Die Abschaffung der Offshores ist eine wichtige Voraussetzung für die Beseitigung struktureller Ungleichgewichte der Weltwirtschaft“, sagte der russische Präsident.
Er hatte auch mit Blick auf heimische Geschäftsleute, die ihre Einnahmen in Ländern mit niedrigen Steuern investierten, wiederholt eine „De-Offshorisierung“ gefordert.
„Die Bekämpfung der Steuerflucht ist ein sehr kompliziertes und kraftraubendes Problem“, sagte Putin. Er schlug bilaterale Abkommen vor, mit denen Steuerparadiese verpflichtet würden, Daten auszutauschen.
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