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Schulden bei Deutsche Bank & Co. Trump veröffentlicht Finanzen

Donald Trump bleibt den US-Amerikanern weiterhin den Einblick in seine Steuerunterlagen schuldig. Statt detailreicher Unterlagen veröffentlicht er vage Angaben. Herauslesen kann man alles oder nichts.
Update: 17.06.2017 - 10:35 Uhr Kommentieren
Donald Trump kommt von einem Wochenende in seinem Ressort in Florida zurück ins Weiße Haus. Die Umsätze des mondänen Golfclub steigen jetzt rasant. Quelle: AP
Rückkehr aus Florida.

Donald Trump kommt von einem Wochenende in seinem Ressort in Florida zurück ins Weiße Haus. Die Umsätze des mondänen Golfclub steigen jetzt rasant.

(Foto: AP)

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat etwas mehr Einblick in seine Finanzen und dabei auch in seine Schulden bei der Deutschen Bank und anderen Kreditinstituten gewährt. Wie aus am Freitag vom Office for Government Ethics veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, lagen diese Verbindlichkeiten zur Jahresmitte bei mindestens 315,6 Millionen Dollar, der Großteil davon bei dem Frankfurter Geldhaus. Die Schulden des Immobilienmilliardärs bei der US-Tochter Deutsche Bank Trust Company America beliefen sich demnach auf mindestens 130 Millionen Dollar, davon alleine mehr als 50 Millionen für das historische Old Post Office in der Nähe des Weißen Hauses in Washington, das kürzlich in ein Hotel umgewandelt wurde.

Den Verbindlichkeiten stehen dem Dokument zufolge Einkünfte für 2016 und Anfang 2017 von mindestens 594 Millionen Dollar und Vermögenswerte von mindestens 1,4 Milliarden Dollar gegenüber.

Trump begrüße die Gelegenheit, freiwillig seine persönlichen Finanzen offenzulegen, erklärte das Präsidialamt. Die Vorlage wesentlich umfangreicherer Steuerunterlagen, wie es in den vergangenen Jahrzehnten von US-Präsidenten üblich war, verweigert Trump bislang. Insbesondere die Schulden bei der Deutschen Bank waren zuletzt im Zusammenhang mit der Russland-Affäre um Trump verstärkt in den Fokus geraten. Kongressabgeordnete der oppositionellen Demokraten forderten von dem Institut umfassende Angaben zu seinem republikanischen Kunden. Sie beklagten, dass das US-Parlament im Unklaren darüber gelassen werde, ob Kredite der Bank an Trump von der russischen Regierung garantiert worden seien oder ob sie anderweitig in Verbindung zu Russland gestanden hätten. Die Bank lehnte dies unter Verweis auf Datenschutzgründe ab.

Eine „Wolke“ über Trumps Präsidentschaft
Clinton-E-Mails
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Clinton-E-Mails: Im Sommer 2016 tauchten öffentlich Tausende E-Mails auf, die unter anderem brisante Details über das Innenleben der US-Demokraten offenbarten. Schnell kam der Verdacht auf: Die Computer der Clinton-Partei wurden im Auftrag Russlands gehackt.

(Foto: AP)
Kreml in Moskau
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US-Geheimdienste kamen zu dem Schluss, dass Russland tatsächlich dahinterstecke. Sie halten es für möglich, dass der Kreml damit Donald Trump ins Weiße Haus verhelfen wollte.

(Foto: dpa-tmn)
Verbindungen zum Botschafter
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Mehrere führende Trump-Leute hatten noch vor der Amtseinführung, teilweise auch vor der Wahl, Kontakt zu Russlands Botschafter Sergej Kisljak (r.): Schwiegersohn Jared Kushner, Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn und und Justizminister Jeff Sessions. Flynn ist inzwischen entlassen, Sessions hält sich aus dem Russland-Thema wegen möglicher Befangenheit heraus. Kushner ist weiter im Amt.

(Foto: dpa)
FBI-Untersuchung
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Schon während des Wahlkampfes hatte es möglicherweise Kontakte von Trump-Leuten zu russischen Regierungsstellen gegeben. Für das FBI untersucht inzwischen dessen ehemaliger Chef und Comey-Vorgänger Robert Mueller die Angelegenheit.

(Foto: dpa)
Was weiß Comey?
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James Comey hatte das ebenfalls getan. Präsident Trump forderte von Comey Loyalität und, dass er die Ermittlungen gegen Michael Flynn fallenlasse. Als Comey sich darauf nicht einließ, wurde er entlassen. Trump-Gegner sehen dies als mögliche Einflussnahme auf die Justiz. Dies nährte den Verdacht, dass Trump eigene oder politische Interessen in der Russland-Affäre hat.

(Foto: AFP)

Die Russland-Ermittlungen haben in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen und setzen Trump zunehmend unter Druck. Das Justizministerium, mehrere Kongressausschüsse und ein Sonderermittler sollen klären, ob die Präsidentenwahl von Russland beeinflusst wurde und ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Team und Vertretern der Regierung in Moskau gab. Russland hat entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen. Auch Trump hat bestritten, dass es Absprachen gab.

Aus dem 98 Seiten umfassenden Dokument des Büros für Regierungsethik geht zudem hervor, dass sich Trumps Schulden beim Gewerbeimmobilien-Kreditgeber Ladder Capital auf mindestens 110 Millionen Dollar summieren. Auf der Einnahmenseite war zuletzt das Golf-Resort Trump National Doral in Miami mit mehr als 100 Millionen Dollar der wichtigste Posten.

Trump hatte vor seinem Amtsantritt Führungspositionen in 565 Firmen und anderen Einrichtungen inne, die sich zumeist in den USA, einige aber auch in Schottland, Irland, Kanada, Brasilien, auf den Bermudas und anderswo befinden. Die meisten Posten gab er kurz vor seiner Vereidigung im Januar ab, andere 2015 und 2016.

Brexit 2019
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