Schuldenkrise Barroso glaubt Griechenlands Versprechungen

Während in Berlin die Frustration über Griechenland wächst, kommen aus Brüssel von EU-Kommissionschef Barroso andere Signale. Er versucht mit positiven Nachrichten aus Athen Vorbehalte zu entkräften.
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EU-Kommissionspräsident Barroso. Quelle: AFP

EU-Kommissionspräsident Barroso.

(Foto: AFP)

Brüssel/BerlinDas hoch verschuldete Griechenland steht nach den Worten von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu seinen Zusagen gegenüber den Europartnern. „Sie haben gerade einige wichtige Hinweise gemacht, dass sie ihre Verpflichtungen einhalten werden“, sagte Barroso ohne Nennung von Details. „Das ist sehr wichtig für Griechenland und auch wichtig für die Eurozone“, sagte Barroso. Die Kommission sei in Kontakt mit der griechischen Regierung.

Die „Troika“ von Experten der Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds hatte Ende vergangener Woche gefordert, dass Athen seinen Haushaltsplan des kommenden Jahres überarbeiten müsse. Die Überprüfungsmission ist derzeit unterbrochen, um den Druck auf Athen zu erhöhen.

Ohne ein positives Votum der Experten ist die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem „alten“ Hilfsprogramm von 110 Milliarden Euro akut gefährdet. Die Rate hat einem Umfang von rund zwölf Milliarden Euro, wobei zwei Drittel auf die Eurostaaten und ein Drittel auf den IWF entfallen. Diplomaten rechnen damit, dass die Euro-Finanzminister beim Treffen Ende nächster Woche in Polen über das Thema intensiv beraten werden. Die „Troika“ will ihre Arbeit Mitte September in Athen fortsetzen.

In der Berliner Koalition wächst derweil die Frustration über die schleppenden Fortschritte bei der Sanierung Griechenlands. Kanzlerin Angela Merkel klagte am Montag im CDU-Präsidium nach Angaben von Teilnehmern über den mangelnden Sparwillen der griechischen und der italienischen Regierung. Prominente Finanzexperten aus dem Regierungslager legten den Griechen nahe, die Währungsunion zu verlassen. Euroskeptische Ökonomen sehen darin den einzigen Weg, ihre Wirtschaft wieder auf stabile Füße zu stellen. Bis Dienstag sollen die deutschen Banken der Bundesbank melden, mit welchen Summen sie sich am zweiten Hellas-Hilfspaket beteiligen. Die griechische Regierung sagte erneut Reformen zu. Anlass für den Unmut sind neue Irritationen über die Fortschritte Griechenlands auf seinem Sparkurs.

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37 Kommentare zu "Schuldenkrise: Barroso glaubt Griechenlands Versprechungen"

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  • Klar glaubt Barroso den Griechen. Er hat ja gute Erfahrungen mit deren Wahrheitsliebe, wie seit den Beitrittsverhandlungen jeder weiß....

  • Dann soll er gleich mal mit gutem Beispiel vorangehen und statt dummes Zeug zu quatschen, so wie wir mit einem Jahresgehalt für die Drecksbanken bürgen, an die unser ehrlich erarbeitetes Geld fliesst.

  • Zitat:"Griechenland sagte erneut eine Beschleunigung der Reformen zu."

    So oft, wie Griechenland schon eine Beschleunigung zugesagt hat, müssten die längst schon bei Lichtgeschwindigkeit angekommen sein.

    Langsam ist es wirklich lächerlich und Barosso scheinbar so langsam auch kleinlaut. Vor ein paar Monaten hat er noch groß rumgeschriehen und wollte Geld ohne Forderungen in Griechenland verbrennen.

  • Dieser Nachfahre portugisischer Sklavenhändler glaubt auch an den Weihnachtsmann und Osterhasen. Einen blöderen konnte man wohl nicht mehr für den überflüssigen Job finden.

  • Super Idee.

  • Doch, es geht:
    "Vizekanzler und FDP-Chef Philipp Rösler nannte die Abreise der Inspektoren ein starkes Signal an das Land."

    Ich sehe schon wie dieser sympathisch aussehende Finanzminister Griechenlands zittert und ganz schnell seine Hausaufgaben macht.

  • "Die Geister die ich rief, werd ich nun nit wieder los"

    Goethe, der Zauberlehrling
    Und nachher will es keiner gewesen sein. Das sollten die DDR-(erzogenen) Teilnehmer in diesem HB Forum doch wissen.

  • Nein, das ist keine Strafe.
    Ich wüde alle diese Politheinis die uns derzeit Stück für Stück zerstören, unter Aufsicht in die Produktion tun. Und nur über eine Abzock-Leihfirma
    Jeden Tag!
    Da können die dann endlich einmal lernen was Arbeit ist
    Und ihre ganzen Gelder die sie angehäuft haben, wrden eingefroren, die haben von dem zu leben, was sie verdienen. Danach sieht Europa anders aus

  • ..."weil ich glaube, dass wir damit einen Dominoeffekt einleiten könnten, der außerordentlich gefährlich für unser Währungssystem ist“, zitierten Teilnehmer die Kanzlerin"....

    die Griechen halten nicht ein was sie versprechen, die Italiener auch nicht aber man stützt sie trotzdem, da man Angst vor einem Dominoeffekt hat?!
    Durch diese Hilfen werden die falschen Signale ausgesendet. "Entläßt" man die Griechen aus dem Euro werden sich die Italiener sehr sehr bemühen ob dies ausreicht ist fraglich)
    Stützt man diese undisziplinerten Länder weiter wird es in den nächsten 2 Jahren den großen "Knall" geben.

  • Was wir ganz dringend brauchen sit eien BadBank für nichtsnutzige Politiker.

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