Schuldenkrise EU-Beamte nehmen Arbeit in Griechenland auf

Griechenland kriegt Korruption, Steuerhinterziehung und schlechte Verwaltung nicht allein in den Griff: Nun greifen Experten aus Brüssel greifen Athen beim Steuereintreiben und bei Konjunkturprojekten unter die Arme.
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Horst Reichenbach leitet die Griechenland-Taskforce. Quelle: dpa

Horst Reichenbach leitet die Griechenland-Taskforce.

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Brüssel/AthenAllen Pleitedebatten zum Trotz hat am Dienstag eine EU-Taskforce in Athen die Unterstützung der griechischen Behörden im Kampf gegen den Schuldensumpf und den Konjunktureinbruch gestartet. Das rund 30-köpfige Expertenteam unter Leitung des Deutschen „Katastrophenhelfers“ Horst Reichenbach soll dem pleitebedrohten Staat wieder auf die Beine helfen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos beriet mit Reichenbach über die ersten Schritte.

EU-Kommissionssprecher Olivier Bailly sprach am Dienstag von einer doppelten Mission: Zu einen muss die Taskforce die Verwaltung modernisieren, etwa beim Aufbau des bislang fehlenden Katasteramtes und bei der mangelhaften Steuererhebung. Die rückständige Verwaltung gilt als einer der Gründe, warum Griechenland die Auflagen aus dem Notkreditprogramm der Europartner bislang nicht erfüllt.

Fast acht Milliarden Euro geparkt

Zum zweiten soll das Reichenbach-Team der Regierung helfen, Konjunkturprojekte zu starten und dafür das bereitstehende Fördergeld aus Brüssel einzusetzen. Rund 14 Milliarden Euro stehen bis 2013 aus verschiedenen EU-Töpfen zur Verfügung. Wegen fehlender Projekte und fehlenden Geldes zur Gegenfinanzierung konnten die Behörden bislang nur 30 Prozent der Mittel abrufen.

7,7 Milliarden Euro sei in „schlafenden Projekten“ geparkt, sagte Kommissionssprecher Bailly. Geht es nach der Kommission, sollen Griechenland und andere Länder unter einem Kreditprogramm künftig nur noch fünf Prozent der Hilfe gegenfinanzieren müssen. Der Absenkung der Quote haben die Mitgliedsstaaten und das Parlament aber noch nicht zugestimmt.

Brüsseler Vormundschaft wächst
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11 Kommentare zu "Schuldenkrise: EU-Beamte nehmen Arbeit in Griechenland auf"

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  • Sind die Griechen selbst zu blöd, oder was? Das denke ich nicht.

    Es ist schlimm zu sehen, wie ein ganzes Volk gequält und gedemütigt wird, nur damit Großkonzerne und Euro-Fanatiker ihre Träume weiter ausleben können.

    Irgendwie pervers wie die linken Heilsbringer die Menschheit quälen. Bald hat die EUdSSR das Level von Stalin erreicht.

  • Pendler, dahinter steckt garantiert kein weiser Plan! Verschone mich mit irgendwelchen NWO-Geschichten. Es passiert Vieles auf der Welt mit viel viel Zufall im Spiel. Das hier ist nicht geplant. Glaub jetzt mir mal!

  • Das ist die Geburtsstunde der Brüsseler Finanzpolizei! Wenn einige hier denken, das geschieht den Griechen recht, dann denkt mal weiter.Die gleiche Finanzpolizei wird künftig bei den (noch) wohlhabenden "Nord-Staaten" die erforderlichen Mittel für die Transferunion und für die Brüsseler Beamtenschaft eintreiben.

  • --@ Blinse

    schon mal dran gedacht, dass dahin ein sehr weiser Plan stehen könnte?

  • Wenn man sowas liest, da fragt man sich: Was haben wir uns da nur für einen Schlampladen ans Bein gebunden? Du meine Güte, dieses Land bekommt tatsächlich Nachhilfe in den grundsätzlichsten Dingen. Unvorstellbar!

  • Brüssler Beamte als Experten zu verkuafen die die Verwaltung auf Vordermann bringen ist doch ein Witz?

    Wer hat denn Erfahrung mit dem realen Leben gemacht, von denen die da antreten um die Griechen zu retten?
    Die können froh sein wenn die Griechen ihre Wut nicht an ihnen auslassen und sie werden sich sicherlich ganz schnell aus Griechenland "verabschieden"

  • Und was ist mit einer EU-Polizei die griechische Steuersünder verhaftet und einsperrt?
    Wo werden die eingesperrt? In Griechenland?Bei Wein,Weib und Gesang?

  • Wo haben die auf einmal schätzungsweise 20 000 Finanzbeamte hergeholt,und fehlen die jetzt nicht woanders?
    Und erlauben die Griechen das überhaupt?

  • Sicherheitsdienste vor Ort verdienen jetzt bestimmt sehr gut, denn die neuen "Beamten" sind unbeliebt.

    Für kein Geld der Welt würde ich diese Jobs aufnehmen und Steuergelder einpfänden in Griechenland.

  • Na toll, dann wird ja alles gut! Damit gehören die EU Probleme bald der Vergangenheit an. Der DAX steigt wieder und alles ist wie's war, BESTENS!
    Natürlich haben die Taskforce Mitglieder schon zig mal gezeigt wie man Probleme löst und ausreichend Erfahrung im Vertuschen und Kleinreden von Problemen. Nein, natülich haben sie keinerlei praktische Erfahrungen in Betriebs- und Volkswirtschaft, sie haben auch noch nichts konkretes bewegt, außer ihre Stühle und Stuhlgänge, hätte ich fast vergessen.
    Genau solche hochbezahlten Theoretiker und wirtschaftliche Taugenichtse brauchen die Griechen. Alleine können sie ihre ausweglose Situation nicht mehr klein reden, da gehören schon Profis ans Werk!

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