Schuldenkrise EZB-Banker nimmt sich Griechenland zur Brust

Das Euro-Krisenmanagement der EU gerät zunehmend in die Kritik. Klar scheint: Schuldensünder Griechenland braucht weitere Unterstützung seiner Partner. Doch die EZB lehnt neue Geldspritzen ohne Gegenleistung ab.
Update: 10.05.2011 - 11:25 Uhr 10 Kommentare
Akropolis in Athen. Quelle: ap

Akropolis in Athen.

(Foto: ap)

Wien/BerlinEZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny knüpft weitere Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland an Bedingungen. "Der erste Schritt muss auf der griechischen Seite sein", sagte der Chef der Oesterreichischen Notenbank (OeNB) am Dienstag im "Ö1 Morgenjournal". "Erst wenn man hier eine klare Sicht hat, dann muss man überlegen, ob eventuell noch zusätzliche Ergänzungen zum bestehenden Programm notwendig sind." Das könne aber erst in den kommenden Wochen richtig beurteilt werden.

Ob Griechenland weitere Hilfskredite benötige, sei unklar. "Es muss nicht sein, dass es neue Kredite sind", sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). "Es kann auch eventuell eine Frage sein des Zeitraums, bis wann Dinge zurückzuzahlen sind." Griechenland hat vor einem Jahr nur dank einer Geldspritze von 110 Milliarden Euro durch Europäische Union und Internationalem Währungsfonds eine Staatspleite abwenden können.

EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark wies indes darauf hin, dass Griechenland zwar einen hohen Schuldenstand habe, aber nicht insolvent sei. Das Land habe jahrelang eine falsche Wirtschaftspolitik betrieben, sagte Stark im Bayerischen Rundfunk. Das müsse jetzt korrigiert werden. "Das geht nicht ohne Probleme ab", sagte das Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB). "Man ist in einer Anpassungsrezession."

Von einer Umschuldung hält Stark angesichts der damit verbundenen Probleme für das Land wenig. "Wenn man über Umschuldung redet, muss man über die Konsequenzen reden: auf das Bankensystem, auf die Refinanzierung durch die Europäische Zentralbank, die Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung.

Dass Griechenland die ehrgeizigen Ziele des mit EU und IWF vereinbarten Sanierungsprogramms verfehlen und 2012 neue Hilfen benötigen wird, ist für Clemens Fuest, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats im Finanzministerium und Ökonomie-Professor in Oxford, bereits ausgemacht. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt warnte er jedoch davor, abermals den Steuerzahler zu belasten. Er plädiert stattdessen für eine Beteiligung der privaten Gläubiger an den Kosten der Sanierung der griechischen Staatsfinanzen. "Ohne Schmerzen wird die griechische Verschuldungskrise sich nicht überwinden lassen", schreibt Fuest und betont: "Mit freiwilligen Vereinbarungen, bei denen die privaten

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10 Kommentare zu "Schuldenkrise: EZB-Banker nimmt sich Griechenland zur Brust"

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  • Geplant ist von den Eurotechnokraten (H. Schmidt, J.-C. Juncker, A. Merkel, etc. die Errichtung der Vereinigten Staaten von Europa - ein sozialistisches Projekt wie früher im Osten. Die Bevölkerung wird nicht gefragt. Deshalb soll GR in der €-Zone bleiben, deshalb wird die Transferunion gemeisselt - mit einem fortwährenden Belügen der eigenen Bevölkerung. So menschenverachtend sind eben diese gutmenschelnden Technokraten, die am Reissbrett meinen, die Zukunft zu entwerfen. Und die selbstverständlich nicht merken, dass sie die größte Katastrophe in Europa seit 1945 heraufbeschworen haben. Einsicht fehlt völlig - sie ist bei pathologischen Politikern auch nicht vorstellbar.
    Enden wird die Katastrophe im Bankrott aller europäischen Staaten - auf diesem Fundament soll dann der Sozialismus grüner Prägung entstehen. Wer das für Spökes hält, darf weiter im Wolkenkuckucksheim bleiben und sich wohlfühlen, bis der Verstand die vorsätzliche Leugnung der Realität nicht mehr mitmacht. Viel Erfolg!

  • "Man ist in einer Anpassungsrezession." Da klingt niedlich, ist aber trotzdem Unsinn. Griechenlands Produkte sind in Euro nicht konkurrenzfähig. Nur ein Austritt aus der Währungsunion mit anschließender Abwertung der Drachme könnte das Land wiederbeleben. Allein über den Arbeitsmarkt ist die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu erreichen. Die ständigen Dementis und Warnungen vor Umschuldung und Euro-Austritt sind m.E. ein sicheres Zeichen, dass genau dies geplant ist.

  • Griechenland wird in der EU bleiben. Die sollten aufgenommen werden und sie werden drinnen bleiben. Alles andere würde zu einem sofortigen Zerfall führen. Damals zur Aufnahme gab es auch schöne Zitate von deutschen Politikern: "..Griechenland ist zu unwichtig als das es den Europa/EUR in Bedrängnis bringen könnte..." Wenn wir uns weiter mit solch einem Politikerpak begnügen, tragen wir diese Entscheidungen mit, alles andere ist nur Palaver. Traurig nur das die EU schon einen Platz in der UNO hat!

  • Auch noch ein verlogener Euro. Das schlimmste ist nämlich, dass offen zugegeben wird, dass bezüglich des Treffens am Freitag, oder besser Nicht-Treffens, wieder einmal faustdick gelogen worden ist. Wenn das schon für Treffen angewandt werden muss, dann kann man sich leicht vorstellen, dass wir auch bei viel wichtigeren Fragen Lügen zur Antwort erhalten. Das Vertrauen ist nun mehr als angeknackst, es ist gestört. Und bei einer Währung bedeutet das den Anfang vom schnellen Ende.

  • Warum holen sich die Griechen nicht erstmal die Milliarden wieder, die Sie den USA geliehen haben ?

  • Egal wie die Lösung für Griechenland aussieht. Mittelfristig wird sich der grosse Absturz des heutigen, griechischen Wohlstandes nicht vermeiden lassen, wenn Griechenland in der EURO Zone bleibt.
    Tritt Griechenland nicht freiwillig kurzfristig aus der EURO Zone aus, wird Griechenland ausgetreten, indem Griechenland im wahrsten Sinne des Wortes der EURO ausgeht, da die Liquidität in dem Land immer schneller und immer stärker zurück geht.
    Das belegen allein die Target-2 Salden der Notenbanken. Irgendwann kommt auch aus dieser Geldschöpfungsquelle kein Geld mehr.
    Damit hat Griechenland faktisch nur noch einen internen Griechen-EURO, abgesehen von den Zwangskrediten der anderen EURO Länder und dem IWF. Den Internen EURO könnte man genauso gut mit der Drachme ersetzen.

  • Gibt es noch Lektoren oder Redakteure die ihre Texte durchlesen bevor sie online gehen ???!

  • Hier sind nur noch Psychopaten an der Macht,
    rein mathematisch ist GR nicht zuretten!!!
    Die meisten Leute haben keine Ahnung, die Gier regiert an den Märkten, die Banken spielen das der Steuerzahler zahlt.!!

    Wiederlich , einfach wiederlich diese LÜGNER !!

  • Nennen wir es wieder mal beim Namen. Was soll diese weitere Verarsche? Die Ganovenbande wird sicher , wie auch schon vorher, einen Weg oder eine verlogene Begründung finden die weiteren Milliarden locker zu machen. Ja und dann nur wieder einige Monate abwarten und dann kommt die nächste Nachschußforderung. Wie dämlich müssen die Menschen denn sein um das nicht zu sehen was eigentlich für jeden der seinen eigenen Verstand benutzt erkennbar ist.

  • Alles hilfloses Gezappel.

    Wenn die Griechen mit Ihren erpresserischen Versuch durchkommen, die Konditionen zu verändern oder noch mehr Geld zu bekommen, stehen als nächstes Irland oder Portugal auch wieder auf der Matte. Und Deutschland zahlt bis zum endgültigen Bankrott.

    Der ganze Finanzhurrikan beginnt sich jetzt immer schneller zu drehen und unsere „Politstars“ interpretieren die scheinbare Ruhe im Auge des Orkans, als Aufschwung XXL. Dabei ist auch unserer Exportboom, nur der Ausdruck einer weiteren Liquiditäts-Blase.
    Vor dem ultimativen Absturz am „schwarzen Freitag“ sind damals auch alle Kurse permanent gestiegen. Und man hat sich zugejubelt.

    Auch heute steht der ganz große Knall noch bevor. Denn seit uns die ersten Ausläufer in Form von Lehmann getroffen haben, ist die Geschwindigkeit noch mal exponentiell gestiegen und sie steigt z. Z. beständig weiter.

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