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Schuldenkrise Großbritannien geißelt Euro-Krisenmanagement

Egal wie die Wahl in Griechenland am Sonntag ausgeht: Großbritanniens Finanzminister George Osborne glaubt nicht an eine baldige Lösung der Schuldenkrise. Stattdessen kritisiert er das Krisenmanagement der Euro-Länder.
16.06.2012 - 09:37 Uhr 22 Kommentare
Zweifelt am Krisenmanagement der Euro-Staaten: George Osborne Quelle: Reuters

Zweifelt am Krisenmanagement der Euro-Staaten: George Osborne

(Foto: Reuters)

London Großbritannien hat das Krisenmanagement der Euro-Länder zur Eindämmung ihrer Schuldenprobleme kritisiert. „Es ist ziemlich klar, dass die Euro-Zone nicht in der Lage gewesen ist, dieses Problem zu lösen - und es wird schlimmer“, sagte der britische Finanzminister George Osborne am Freitag dem US-Fernsehsender CBS News. Mit der Wahl in Griechenland und den steigenden Zinsen für Spanien sei keine rasche Besserung in Sicht. Mit einer Lösung der Schuldkrise sei in den nächsten Monaten nicht zu rechnen. „Das wird uns den Sommer hindurch begleiten“, sagte Osborne.

Die Euro-Schuldenkrise und der Streit um das richtige Krisenmanagement dürften auch den G20-Gipfel am Montag und Dienstag in Mexiko dominieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zuletzt verstärkt gegen Forderungen zur Wehr gesetzt, zur Bekämpfung der Schuldenkrise auch neue Instrumente wie etwa gemeinsame Anleihen der Euro-Länder oder auch einen Schuldentilgungsfonds einzusetzen.

Mit Blick auf die griechische Parlamentswahl am Sonntag warnte Osborne vor den Folgen eines unkontrollierten Austritts des hochverschuldeten Landes aus der Euro-Zone: „Das schlimmste für die Welt wäre ein griechischer Austritt ohne einen Plan, wie man mit den Ansteckungsgefahren umgehen will. Denn das wäre wie Lehman Brothers pleitegehen zu lassen und keinen Plan für den Tag danach zu haben.“

Großbritannien ist die größte Volkswirtschaft in Europa außerhalb der Euro-Zone. Die Regierung in London macht die Euro-Schuldenkrise mitverantwortlich für die eigenen Wirtschaftsprobleme. So steckt die britische Wirtschaft das zweite Mal innerhalb von vier Jahren in der Rezession.

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    In Griechenland wird am Sonntag das zweite Mal innerhalb von sechs Wochen ein Parlament gewählt, nachdem die erste Abstimmung zu keiner Regierungsbildung geführt hatte. Bei den letzten Umfragen zwei Wochen vor der Wahl lagen die konservative Partei Neue Demokratie und die linksradikale Syriza dicht beieinander. Seitdem dürfen keine Umfragen mehr durchgeführt werden. Die Wahl wird in der ganzen Welt mit Spannung verfolgt. Nach Reuters-Informationen halten sich die Zentralbanken bereit, bei Bedarf Geld in den Markt pumpen, um Turbulenzen abzufedern.

    • rtr
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    22 Kommentare zu "Schuldenkrise: Großbritannien geißelt Euro-Krisenmanagement"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Cameron, und mit ihm die Mehrheit der Briten, ist sicher glücklich nicht so weit gegangen zu sein wie die Deutschen, die ihre Souveränität und ihre starke DM gegen eine Dominanz von Bruxelles/Strassbourg und einen schwachen Euro getauscht haben", sagen Sie?

      Haben Sie in der Grundschule im Fach Rechnen nicht gut aufgepaßt?

      Das Pfund stand vor zehn Jahren bei 1,50 Euro, und jetzt bei 1,20.

      Also wären die Briten doch wohl beser dran gewesen ihr schwindsüchtiges Pfund gegen einen starken Euro einzutauschen.

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      Setzen, sechs, Herr "Excel"!

      Oder ist ihre Kalkulationstabelle kaputt?

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      Bei den Briten hält sich hartnäckig die Illusion, daß Manipulation von Zinssätzen und Wechselkursen als Ersatz für eine vernünftige Industriestruktur dienen könnten.

      Und sie haben auch noch die Kühnheit diesen Unsinn, mit der sie sie Stabilität ihrer Währung immer wieder beeinträchtigen, anderen als Wunderheilmittel zu empfehlen.

      Was bei einigen Akteuren sogar ernst gemeint sein mag.

      Kollektive Realitätsverweigerung ist schon lange ein Dauermerkmal der britischen Befindlichkeit.

      Der Verlust des Empire verursacht nämlich noch immer heftige Phantomschmerzen.

    • "Die Geschichte der letzten 100 Jahre hat gezeigt das UK stets mehr an Stabilität u. Kontinuität hatte denn Kontinentaleuropa, excl. Schweiz, versteht sich.", sagen Sie?

      Es darf gelacht werden!

      Anscheinend ist es Ihnen entgangen, daß das britische Pfund 1948 zwanzig Mark wert war, und fünfzig Jahre später drei.

      Anscheinend ist es Ihnen entgangen, daß Großbritannien schon in den siebziger Jahren den Bettelgang zum IWF antreten mußte.

      Anscheinend ist es Ihnen entgangen, daß die britische "Wirtschaft" auf einer gewaltigen Schulden- und Immobilienblase beruht, die immer noch von der Bank of England mit "quantitative easing" am platzen gehindert wird. So daß die modrigen Londoner Reihenhäuser, die in Deutschland schon längst der Planierraupe zum Opfer gefallen wären, immer noch zu Mondpreisen den Besitzer wechseln.

      Anscheinend ist es Ihnen entgangen, daß die Briten seit Jahren ihren Lebensstandard mit Kapitalimport finanzieren. Bloß wenn der letzte griechische und afrikanische Kleptokrat seine Kröten auf der Insel verstaut hat, dann ist auch damit Schluß.

      Anscheinend ist es Ihnen entgangen, daß die britische Zentralbank inzwischen über 20% der britischen Staatsschuld hält.

      Und wenn Sie das "monotone deutsche UK und Banker bashing nervt", dann könnten Sie sich vielleicht 'mal überlegen, daß Deutsche von der Unverschämtheit und Großmäuligkeit der Regierung Ihrer Majestät genervt werden:

      Von der lächerlichen Behauptung Camerons, seine flaue Wirtschaft wäre der "Eurokrise" zuzuschreiben. Und das, obwohl das Vereinigte Königreich noch nicht einmal in der Eurozone ist, während Deutschland in der Eurozone eine bessere Wirtschaftsentwicklung hat.

      Und von der Unverschämtheit Osbornes Eurobonds zu fordern, die er selber für sein eigenes Land ablehnen würde.

      Von der Unverschämtheit selbst auf 148% BSP Staatsschulden zu sitzen und anderen ungebetene dumme Ratschläge zu erteilen.

    • [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

    • Philosophos
      Ja, Let the german pay. Das it offensihtlich die Devise.
      zum vergleich mal etwas aus Churchills Erinnerungen:
      “Wenn Deutschland wirtschaftlich zu stark wird, muß es zerschlagen werden. Deutschland muß wieder besiegt werden und diesmal endgültig.”
      1934 zu Heinrich Brüning.
      “Was wir wollen, ist eine restlose Vernichtung der deutschen Wirtschaft.”
      1938

    • Das monotone deutsche UK und Banker bashing nervt. In erster Linie ist die europäische Schulden Politik für die Schuldenkrise in Europa verantwortlich. Die Banken haben nicht genügend gewarnt und haben jetzt die Schrottstaatspapiere in der Aktiva der Bilanz. Und das war politisch gewollt so, deshalb waren Staatsobligationen mit nur wenig Eigenkapital zu hinterlegen. Das hat sich jetzt geändert. Und genau das führte die Banken in die Krise, die jetzt ihre Bilanz verkürzen müssen. Wer den Bankern einen Vorwurf macht darf die Dominanz der Politik in einer Volkswirtschaft nicht vergessen.

      @WFriedrich:", als die realwirtschaftlich orientierten Länder, zu denen auch Spanien und Italien zählen. "

      Nonsense. Spanien ist gerade Opfer seiner Fokussierung auf die Immobilienwirtschaft geworden. Auch D ist wenig diversifiziert und hat traditionell eine schwache Binnenwirtschaft. Da wäre z. B. die starke Präsenz der deutschen Automobilindustrie inkl. Zulieferer. Aber richtig ist, Deutschland spielt europäisch gesehen in einer ganz anderen Liga. Dennoch machen wir uns nichts vor - kommt es zu einen Abschwung durch eine starke globale Rezession ist D ganz schnell ganz unten. Die Schulden werden explodieren und werden dann nicht mehr nahezu umsonst zu finanzieren sein. Das GDP wird sehr schnell von ca. 84% jetzt auf über 100% springen.

      Cameron, und mit ihm die Mehrheit der Briten, ist sicher glücklich nicht so weit gegangen zu sein wie die Deutschen, die ihre Souveränität und ihre starke DM gegen eine Dominanz von Bruxelles/Strassbourg und einen schwachen Euro getauscht haben. Obgleich gerade die deutsche Wirtschaft damit ganz gut leben kann. Der Deutsche wird immer mehr Euro verdienen, der aber immer weniger wert sein wird.

      Die Geschichte der letzten 100 Jahre hat gezeigt das UK stets mehr an Stabilität u. Kontinuität hatte denn Kontinentaleuropa, excl. Schweiz, versteht sich.

    • hier nochmal der link
      http://www.cbsnews.com/8301-18563_162-57454319/british-chancellor-moment-of-reckoning-for-europe-this-summer/?tag=mncol;lst;3

      er erwähnt was von insurance deposits auf bundesstaaten ebene. wie funktioniert das in den usa?

    • Die Grünen mit Trittin verhalten sich wie Kindergarten. Man merkt einfach das bei den meisten Abegordneten kein rationales Denken in Systemen basierend auf wissenschaftlicher Erkenntnis vorhanden ist. Brüderle hat auf einfache Weise viele Dinge auf den Punkt gebracht. Genau wie Physiker :) Unsere Demokratie ist halt noch sehr ineffizient. Aber weiterso Brüderle, vom Politik-Verdreher zum Politik-Manager.

    • Die angelsächische, jüdisch geprägte Finanzindustrie ist eine Schmarotzerindustrie, einzig darauf ausgelegt, von anderen, reale geschaffene Werte auszubeuten. Es ist ein verbrecherisches ohne einschränkende Regeln geschaffenes Schmarotzer-System (siehe private FED i.d. USA mit 6% Einlagenverzinsung) von dem inzwischen jeder weiß, dass es niemals Nachhaltig sein kann. Das realwirtschaftlich geprägte Kontinentaleuropa und auch der gleichsam realwirtschaftlich geprägte Rest des eurasischen Kontinents müssen sich endlich auf durchgreifende Regulierung einigen und das angelsächsische System als das behandeln, was es ist - die größte aktuell bestehende Gefahr für die Sicherheit.

    • wenn ich "unverantwortlich" konsequent denken würde, wäre die antwort: lasst sie alle pleite gehen - um so schneller findet die menschheit wieder zu einer fairen und solieden geldordnung.

    • Das beherrschen britische Politiker besonders gut: von den eigenen Problemen ablenken, indem sie auf die Eurozone mit Fingern zeigen.

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