Schuldenkrise Italien steht vor schmerzhaftem Sparkurs

Italiens Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni schwört sein Land auf einen schmerzhaften Sparkurs ein. Er befürchtet, dass das zu einigen Unruhen führen könnte.
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Der italienische Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni schwört sein Land auf einen harten Sparkurs ein. Quelle: ap

Der italienische Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni schwört sein Land auf einen harten Sparkurs ein.

(Foto: ap)

MailandUm den Schuldenberg abzubauen und gleichzeitig die Wirtschaft mit Steuersenkungen in Schwung zu bringen, müsse bei den öffentlichen Ausgaben der Rotstift angesetzt werden, sagte Saccomanni in einem Interview der Zeitung "Corriere della Sera". Dies könne auch zu Unruhen führen, räumte der ehemalige Vize-Gouverneur der italienischen Notenbank ein.

Niemand könne erwarten, dass Italien Ausgaben streichen könne, ohne Proteste zu riskieren. Er könne schließlich nicht zaubern. Allerdings gebe es begründete Hoffnung, dass die Konjunktur bis zum Jahresende wieder anspringe.
Italien hat sich dazu verpflichtet, das Haushaltsdefizit der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone in diesem Jahr unter der offiziellen Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu halten. Zugleich drängt die Mitte-Rechtspartei des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in der Regierungskoalition auf Steuersenkungen. Saccomanni sagte weiter, die Regierung wolle die Wirtschaft mit niedrigeren Lohn- und Unternehmenssteuern ankurbeln. "Das können wir nicht durch die Aufnahme neuer Schulden ereichen, also müssen wir die öffentlichen Ausgaben senken."

  • rtr
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7 Kommentare zu "Schuldenkrise: Italien steht vor schmerzhaftem Sparkurs"

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  • da bin ich mir sowas von Sicher, dass Italien ebenso hart Sparen wird wie Griechenland, gell?

  • Wo liegt das Problem? "Griechisches Sparen" ist in I und F längst salonfähig. Draghi wird´s schon richten.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/07/neue-kredite-mario-draghi-hilft-italienischen-banken/

  • Den schmerzhaften Sparkurs fährt Italien jetzt schon seit Jahren - und zwar zu Lasten der kleinen Leute.
    Italien braucht ein Konjunkturprogramm und Anreize zur Schaffung von ARbeitsplätzen für Jobeinsteiger. Finanzieren könnte man das über Vermögensteuern, die Verstaatlichung offensichtlich von der Mafia unterwanderter Unternehmen und den ernsthaften Kampf gegen Steuerhinterziehung. Im Gegenzug könnte die EZB Italien niedrig verzinste Schuldscheindarlehen geben, die mit Grundpfandrechten in staatliche Grundstücke gesichert werden, damit der Schuldenberg endlich abgebaut werden kann.

  • Er koenne nicht Zaubern? Doch das geht, Schaeuble kanns doch auch und das EXTREM, ohne dass sich jemand muckiert in Deutschland! Geht doch!

    Ja Deutschland braucht wirklich eine Alternative, aber eine mit komplettem Programm und nicht nur einen nicht wirklich gewollten Euroausstieg. [...]

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert. +++

  • Italien einzige Katastrophe...das Englisch, das die da in der Schule "lernen" - grottenschlecht. Die Schulen kann man da ruhig niederbrennen, merkt keiner.
    Bei denen ist wirklich überall der Wurm drinnen.

  • Merkel und Schäuble werden sich sehr bald für den von ihnen angezettelten Ausverkauf deutscher Interessen zu verantworten haben. Oder glauben diese Verräter etwa, dass der Kelch an ihnen vorüber gehen wird? Das wird ein Heulen und Zähneknirschen geben, dass man es noch auf dem Mond hören könnte!

  • Immer weiter hineinzahlen in das Fass ohne Boden! Und sich dann noch beschimpfen lassen Frau Merkel und Herr Schäuble! Beendet endlich den Irrsinn, sonst tun es andere! Die Wähler haben Euch durchschaut. Im September wird sich viel ändern. Man kann das deutsche Volk nicht ausverkaufen und immer mehr abzocken.

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