Schuldenkrise IWF fordert Russland und Ukraine zu Gesprächen auf
Beste Freunde werden der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und sein russischer Amtskollege wohl nicht mehr. Doch wenigstens einigen sollen sie sich, fordert der IWF.
Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Ukraine und Russland zur Beilegung ihres Schuldenstreits. „Der IWF ermutigt beide Seiten zu konstruktiven Diskussionen über eine Umstrukturierung der Anleihe“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington. Für den Fall, dass die Ukraine den Milliardenkredit nicht weiter bedienen kann, lote der IWF aber Möglichkeiten für weitere Hilfen aus.
Russland hat sich bislang geweigert, dem von der Ukraine mit privaten Gläubigern vereinbarten Forderungsverzicht beizutreten. Moskau argumentiert, der betreffende ukrainische Bond müsse als zwischenstaatlicher und nicht private Kredit behandelt werden.
Ukraines Regierungschef Arseni Jazenjuk hatte zu Wochenanfang Russland mit der Einstellung von Zahlungen auf den Milliardenkredit gedroht. Wenn sich Russland nicht wie die anderen Gläubiger auf einen Schuldenschnitt einlasse, „werden wir ein Schuldenmoratorium verhängen und den Kredit nicht mehr bedienen.“
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