Schuldenkrise Troika stellt Portugal Zahlung in Aussicht

Die portugiesischen Reformen haben von der Troika gute Noten erhalten, jetzt kann das Land auf weitere Zahlungen hoffen. Eine Erhöhung der Defizit-Quote auf 4,5 Prozent wurde jedoch abgelehnt.
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Der portugiesische Vize-Premier Paulo Portas verkündet in Lissabon die Ergebnisse der Troika-Auswertung. Quelle: AFP

Der portugiesische Vize-Premier Paulo Portas verkündet in Lissabon die Ergebnisse der Troika-Auswertung.

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LissabonDie internationalen Geldgeber haben Portugal die baldige Auszahlung von 5,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Troika aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) stellte der portugiesischen Regierung für ihre Reformen am Donnerstag gute Noten aus und kündigte die Auszahlung der Hilfstranche aus dem Gesamtprogramm von 78 Milliarden Euro an. Der Anteil der abgerufenen Beträge beläuft sich bislang auf 65,8 Milliarden Euro.

Die Geldgeber wiesen das Ansinnen der Regierung in Lissabon zurück, die Defizitquote für das Jahr 2014 von den bislang vereinbarten 4,0 auf 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) heraufzusetzen. Finanzministerin Maria Luis Albuquerque begrüßte die "neue positive Evaluierung" der Geldgeber. Vize-Regierungschef Paulo Portas erklärte, die "Glaubwürdigkeit" Portugals werde gestärkt, das Land nähere sich dem Ende des internationalen "Protektorats".

Die Eurogruppe und der IWF hatten Lissabon im Mai 2011 insgesamt 78 Milliarden Euro an Notkrediten zugesagt. Im Gegenzug hat sich die Regierung zu einem harten Spar- und Reformprogramm verpflichtet. Das Hilfsprogramm soll 2014 auslaufen und Portugal dann wieder an den Finanzmarkt zurückkehren.

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5 Kommentare zu "Schuldenkrise: Troika stellt Portugal Zahlung in Aussicht"

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  • Die irrsinnigen Rettungen in ein Fass ohne Boden gehen weiter. Alles das bringt der AfD weitere Stimmen zur Europawahl. Gut so. Es muss sich viel ändern. Den Euro- und EU-Phantasten muss auf die Finger geklopft werden. Sie sind in ihrem Wahn gefangen und sehen die Folgen für Deutschland nicht mehr.

  • Vorschlag für einen Aufsatz für Politik-Studenten:

    "Die Troika und nationale Demokratie"

  • Herr Rechner, erklären Sie bitte, warum Ihrer Auffassung nach, 2014 ein gutes Jahr für Portugal werden sollte. Dies erschließt sich mir in gesamtwirtschaftlicher Betrachtung nicht.

  • Das Staatsdefizit des Euro-Krisenlandes Portugal droht leider in diesem Jahr erneut über die mit den Geldgebern vereinbarte Grenze zu klettern. Wie die Statistikbehörde INE in Lissabon mitteilte, belief sich der Haushaltsfehlbetrag zum 30. Juni auf 5,7 Milliarden Euro. Das seien 7,1 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, hieß es. Damit liegt das Defizit 1,6 Punkte über dem für ganz 2013 angepeilten Wert von 5,5 Prozent. Quelle Focus

  • Die positive Entwicklung der Außenwirtschaftsbilanz legt Zeugnis ab von den Erfolgen der Austeritätspolitik:

    Portugal Außenwirtschaftsbilanz letzte 12 Monate bis

    Mär 2011 : -13 Mrd
    Jun 2011 : -12 Mrd
    Sep 2011 : -10 Mrd
    Dez 2011 : -7 Mrd
    Mär 2012 : -5 Mrd
    Jun 2012 : -3 Mrd
    Sep 2012 : -1 Mrd
    Dez 2012 : -1 Mrd
    Mär 2013 : +0 Mrd
    Jun 2013 : +1 Mrd

    *Außenwirtschaftssbilanz = Dienstleistungsbilanz + Handelsbilanz

    (Quelle: eurostat und eigene Berechnungen basierend auf Zahlen von eurostat)

    Eine Volkswirtschaft die sich selbst trägt ist eine solide Basis für gesunde Staatsfinanzen.

    Auf harte Anpasssungen folgt immer eine wirtschaftliche Erholung.

    2014 wird gut werden für Portugal.

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