Schuldenschnitt-Pläne Papademos warnt vor „Konsequenzen“

Lukas Papademos übt sich in Überzeugungsarbeit. Am Sonntag appellierte er an die Koalitionspartner und warnte vor „schwersten Konsequenzen vor allem für die sozial Schwachen“, sollte es zu einer Staatsinsolvenz kommen.
Update: 29.01.2012 - 16:53 Uhr 13 Kommentare
Lukas Papademos ist derzeit in einer schwierigen Situation. Quelle: dapd

Lukas Papademos ist derzeit in einer schwierigen Situation.

(Foto: dapd)

AthenGriechenlands Ministerpräsident Lukas Papademos ringt in seiner Regierungskoalition um Unterstützung für weitere schmerzhafte Reformen. Am Sonntag traf Papademos mit den Vorsitzenden der Parteien zusammen. Bei dem Gespräch ging es ihm in erster Linie darum, die Anwesenden von der Notwendigkeit weiterer Sparschritte zu überzeugen.

„Vereint können wir Erfolge erzielen“, sagte Papademos. Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen über einen Schuldenschnitt sowie die Umsetzung des Reform- und Stabilisierungsprogramms seien Voraussetzung für eine wirtschaftliche Gesundung. „Wenn dieses Verfahren nicht erfolgreich abgeschlossen wird, dann sehen wir uns mit der Zahlungsunfähigkeit konfrontiert, die schwerste Konsequenzen für die Gesellschaft und vor allem die sozial Schwachen haben wird“, warnte Papademos. Die Verhandlungen seien nicht leicht, und trotz der Anstrengungen gebe es Abweichungen im griechischen Stabilisierungsprogramm, räumte Papademos ein.

Griechische Einwanderer in Deutschland

Während eine Einigung mit den privaten Gläubigern immer näher rückt, wendet sich die Aufmerksamkeit wieder verstärkt neuen Maßnahmen der Regierung zu, die die internationalen Geldgeber zur Voraussetzung für die Auszahlung von Hilfen aus dem 130-Milliarden-Euro-Rettungstopf machen. Der Widerstand gegen weitere Reformen formiert sich jedoch angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit und Kritik in der Bevölkerung.

„Dies ist ein entscheidender Tag. Wir alle müssen Stärke und Ernsthaftigkeit zeigen“, sagte der Vorsitzende der rechtsgerichteten Laos-Partei, Giorgos Karatzaferis, kurz vor dem Gespräch mit den Koalitionsparteien Pasok und Neue Demokratie. Karatzaferis hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet, unter Umständen auch den Bruch der Koalition in Kauf zu nehmen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Euro-Finanzminister sich in einer Telefonkonferenz über die zugespitzte Schuldenkrise in Griechenland beraten wollen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Brüssel aus EU-Kreisen - eine offizielle Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten.

Die internationalen Geldgeber - die Europäische Zentralbank, die Europäischen Union und Internationaler Währungsfonds - fordern von Griechenland weitere Einsparungen in diesem Jahr in Höhe von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beziehungsweise rund zwei Milliarden Euro. Zuletzt war international die Sorge gewachsen, dass Griechenland seinen Reformkurs schleifen lässt. Ähnlich hatte sich zuletzt Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler geäußert.

  • rtr
  • dpa
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13 Kommentare zu "Schuldenschnitt-Pläne: Papademos warnt Landsleute vor „schwersten Konsequenzen“"

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  • Bisweilen erlauben Wirtschaftsstatistiken nüchterne Einblicke, welche "Armen" unter dem Vorwand "Eurorettung" durchgefüttert wird.
    So meldete die Bank für Int. Zahlungsausgleich (BIZ) noch bis Herbst 2009 rd. 60 Mrd. an Forderungen (scheinbar) von Schweizer Banken gegen Griechenland - bis diese "über Nacht" verschwanden.
    Die Auflösung des rätselhaften Verschwindens:
    Die Forderungen von 60 Mrd USD gegen Griechenland lagen in der Hand einer einzigen Bank - und diese Bank war weggezogen von Genf nach Luxemburg.Bemerkenswert:
    Bei der Bank handelt es sich um die EFG Holding, ein Institut unter der Kontrolle der griechischen Reederfamilie Latsis.<br/>Beim Umzug von der einen Steueroase in die andere wurde somit ausgerechnet eine griechische Reederbank kurz entlarvt als Hauptkreditdealer des steuerlich geprellten Griechenland.Mit dem Wegzug aus der Schweiz entzog sich die EFG Holding der schweizer Bankenaufsicht und rückt in Luxemburg näher an die EU-Subventionstöpfe.
    In Luxemburg arbeitet die Holding ohne Banklizenz, um sich in den o.g. BIZ-Statistiken "unsichtbar" zu machen.
    Bleibt hinzuzufügen, dass zusätzlich eine Tochter der Steuernomaden eine doppelstellige Milliardenforderung gegen griechische Schuldner hält. ( Diese Tochter hat übrigens einen Kooperationsvertrag mit der sogenannten Dt.Bank )
    Denken Sie bei der nächsten Schlaglochfahrt daran, wer da mit Ihren Steuern schadlos gehalten wird"

  • Bisweilen erlauben Wirtschaftsstatistiken nüchterne Einblicke, welche "Armen" unter dem Vorwand "Eurorettung" durchgefüttert wird.
    So meldete die Bank für Int. Zahlungsausgleich (BIZ) noch bis Herbst 2009 rd. 60 Mrd. an Forderungen (scheinbar) von Schweizer Banken gegen Griechenland - bis diese "über Nacht" verschwanden.
    Die Auflösung des rätselhaften Verschwindens:
    Die Forderungen von 60 Mrd USD gegen Griechenland lagen in der Hand einer einzelnen Bank - und diese Bank war weggezogen von Genf nach Luxemburg.
    Bemerkenswert:
    Bei der Bank handelt es sich um die EFG Holding, ein Institut unter der Kontrolle der griechischen Reederfamilie Latsis.
    Beim Umzug von der einen Steueroase in die andere wurde somit ausgerechnet eine griechische Reederbank kurz entlarvt als Hauptkreditdealer des steuerlich geprellten Griechenland.
    Mit dem Wegzug aus der Schweiz entzog sich die EFG Holding der schweizer Bankenaufsicht und rückte in Luxemburg näher an die EU-Subventionstöpfe.
    In Luxemburg arbeitet die Holding ohne Banklizenz, um sich in den o.g. BIZ-Statistiken "unsichtbar" zu machen.
    Bleibt hinzuzufügen, dass zusätzlich eine Tochter der Steuernomaden eine doppelstellige Milliardenforderung gegen griechische Schuldner hält.
    Denken Sie bei der nächsten Schlaglochfahrt daran, wer da mit Ihren Steuern schadlos gehalten wird

  • Bleiben Sie ruhig weiter PERSONAL.

  • Das ist ja sensationell was da geschrieben wird! Wer hätte das denn wissen können!Ich bin völlig baff...Herzlichen Glückwunsch Beobachter, also dieser Blogger ist sicherlich kompetenter als alle deutschen Wirtschaftsinstitute zusammen und dabei noch so unpolitisch.
    Da tritt auf jeden Fall völlig in den Hintergrund, dass in dem Artikel ja gar nichts über Rüstungseinkäufe des griechischen Staates, geschweige denn über irgendwelche Verkäufer oder Käufer geschrieben steht. Immerhin kommt das Wort Staatshaushalt 1 mal im Artikel vor, jedoch leider in einem ganz anderen Zusammenhang...Aber danke für den Hinweis mit der Bild, ich hab mein Abo gerade gekündigt.

  • @Thorsten, ja, ja, am deutschen Wesen soll die Welt genesen, wenn ich mir die Effektivität des Aufbau Osts so ansehe, einfach nur desaströs, deshalb lieber nicht. Und woher glauben sie zu wissen, dass die Griechen wissen, dass sie sparen müssen? Setzen sie die rosarote Brille ab.

    @Markus, Wenn sie schön Blödsinn reden, dann doch besser nur solchen, der sich nicht so leicht widerlegen lässt. Der griechische Militarhaushalt lag 2009 bei gut 13Mrd, heute eher weniger. Immer noch weitaus zu hoch (BRD 45Mrd), aber weit von ihren Zahlen

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

    Der Erkenntnisgewinn,
    daß es ein Problem gäbe,
    in Griechenland,
    wachsend von Griechen zu Griechem,
    scheint zu wachsen.
    WER SONST SOLLTE ES LÖSEN KÖNNEN?

  • Was gibt es dann nicht zu verstehen? Einfach mal nicht sein Wissen aus der Bild beziehen und mal hier sehen http://www.querschuesse.de/griechenland-in-der-finalen-phase/

  • Ja bitte, Sie müssen tatsächlich noch einiges mehr vortragen, wenn das ein begründeter Standpunkt für die aus ihren Worten intendierte Schuldzuweisung der griechischen Staatspleite an die BRD ist.
    Sollte ihre Aussage tatsächlich auf einen derartigen Zusammenhang zielen, scheinen Ihnen die Zusammenhänge etwas unklar zu sein. Bekanntlich wird der griechische Staatshaushalt und die darin veranschlagten Kosten für den Militärhaushalt nicht in Berlin, sondern in Athen verabschiedet. Das bedeutet, die legitimen Repräsentanten des griechischen Volkes sind dafür verantwortlich. Falls Sie hingegen, wie angesichts dieses sehr simplen Zusammenhangs doch nahe liegt, Anhänger einer Art Verschwörungstheorie der deutschen Wirtschaft zur Ruinierung eines ihrer Kunden anhängen, so empfehle ich Ihnen dringend ihre Bildung (sollte Sie denn überhaupt [post]akademisch sein) nicht weiter aus der Populärpresse bzw. der Belletristik zu beziehen.
    Sollten Sie sich hingegen für einen der großen "Ich habe den Durchblick-Typen" halten, so beweisen Sie ihre Aussage in wissenschaftlich belastbarer Weise. Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, so sollten Sie ihre Position evtl. überdenken und sich zunächst an die Fakten halten.

  • Es sollte ganz schnell ein Weg gefunden werden,Griechenland
    in die geordnete Insolvenz zu schicken .Zweifelsfrei wird dies zu größeren Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen.
    Wesentlich schlimmer und teurer jedoch wird es , wenn Griechenland noch weit länger als 20 Jahre finanziell unter-
    stützt wird. Dann nämlich reden wir nicht mehr von hunderten von Milliarden sondern von einigen Billionen Euro ! Mal ehrlich , ist es das wert ? ? ?

  • Goldman &Sachs hat die gesamte EU ...so lieb....die Mitverschulder der LehmanPleite...sind nun Regierungsshefs.Papandeomos -Draghi -Monti...+Spaniens Finanzminister..zudem nur ein STUHL...wurde gewecheslt..PAPANDEREOU...hat mit seinen.. CLAN Griechenland ..in den RUIN geführt......im Hintergrund die USA:Israel- Öl -Gas..Interessen...die Zweifellos...vorhandesn sind...FINDET DIE WAHRHEIT !!

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