Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schutzschild US-Beamter will mit Russland kooperieren

Während die Staatsoberhäupter noch immer nach Lösungen im Streit über das geplante amerikanische Raketenschutzschild suchen, machen andere Beteiligte bereits Vorschläge. Ein US-Beamter hält sogar ein gemeinsames System für die beste Alternative.

HB MOSKAU. Im Streit um US-Pläne für eine Raketenabwehr in Mitteleuropa hat ein Abteilungsleiter des US-Außenministeriums sich für eine Integretation der Vorschläge Russlands und der USA ausgesprochen. Die beste Lösung wäre, ein gemeinsames, transparentes System zu schaffen, um die Sicherheit aller Seiten zu verbessern, sagte Daniel Fried nach Angaben der Agentur Interfax am Samstag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Dafür könnten die amerikanischen Ideen mit der von Russland vorgeschlagenen Nutzung von Radarstationen in Aserbaidschan und Südrussland kombiniert werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin ließ sich am Samstag die Fähigkeiten einer neuartigen Radarstation demonstrieren. „Das nennen wir eine innovative Weiterentwicklung der Streitkräfte“, lobte Putin die Anlage vom Typ „Woronesch“ nahe der Stadt St. Petersburg. Sie sei um ein Vielfaches billiger, effektiver und zuverlässiger. Der Präsident verfolgte in einer Übung, wie die Radaranlage potenziell im Ausland gestartete Raketen verfolgt, die Kurs auf russische Städte nehmen.

Die USA wollen zum Schutz gegen mögliche iranische Angriffe zehn Abwehrraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Russland will dies verhindern. Putin hatte den USA unlängst die gemeinsame Nutzung einer Radaranlage in Aserbaidschan und im Süden Russlands angeboten. Die US-Regierung will dies prüfen, hat aber bereits deutlich gemacht, dass die Vorschläge kein Ersatz für die geplanten Stationierungen in Mitteleuropa sein könnten.

Startseite
Serviceangebote