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Schwaches Quartal IWF senkt Wachstumsprognose für USA

Schlechte Noten für die USA: Wegen eines enttäuschenden Quartals sieht die Prognose des Internationalen Währungsfonds nicht rosig für Washington aus. Gründe seien das unflexible Steuersystem und die Arbeitsmarktpolitik.
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IWF: US-Wirtschaft im Auftrieb

Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die USA erneut gesenkt. Wegen des extrem schwachen ersten Quartals könne das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr insgesamt nur noch um „enttäuschende“ 1,7 Prozent zulegen, schreibt der IWF in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht.

Die weltgrößte Volkswirtschaft habe sich nach dem Minus von aufs Jahr gerechnet 2,9 Prozent zwischen Januar und März aber schon wieder gefangen und befinde sich auf einem guten Weg. So wird die Konjunktur nach IWF-Berechnung 2015 und 2016 um je 3,0 Prozent zulegen. Damit würde das Plus so hoch ausfallen wie seit 2005 nicht mehr.

Besonders lobt der IWF die deutliche Zunahme bei den Konsumausgaben, geringere Finanzprobleme, mehr Investitionen im Häusermarkt sowie die anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbank Federal Reserve (Fed).

Allerdings seien die Vereinigten Staaten nicht aus der Gefahrenzone. Internationale Krisen wie in der Ukraine oder im Irak könnten der US-Wirtschaft schaden, etwa durch global steigende Energiepreise. Auch eine überhastete Zinsanhebung der Fed könnte neue Probleme aufwerfen.

Die Notenbank hält seit Ende 2008 am historischen Niedrigzins knapp über null Prozent fest, um der Wirtschaft aus der Krise zu helfen. Im kommenden Jahr könnte sie dieser lockeren Geldpolitik ein Ende bereiten.

Die US-Politik ruft der IWF zu langfristigen Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auf. Das Wachstum werde sich langfristig im Mittel nur um rund 2 Prozent bewegen und damit klar unter dem historischen Schnitt bleiben. Gründe seien die Überalterung der Gesellschaft, ein unflexibles Steuersystem und Schwächen in der Arbeitsmarktpolitik.

So müsse mehr Geld in die Infrastruktur, Bildung sowie Produktivität und Innovationsfähigkeit investiert werden, auch wenn das kurzfristig zu höheren Defiziten führe. Vor allem die Armutsquote von mehr als 15 Prozent stelle ein Problem dar.

  • dpa
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